Donnerstag, 8. Juni 2017

Die Kaliumsalze - Eine Einführung

Metallsalze sind chemische Zusammensetzungen aus mehreren Substanzen. In der Homöopathie können bis zu drei Anteile eine Medizin ausmachen. In diesem Blogartikel möchte ich eine Einführung schreiben in die Kaliumsalze.

Ein häufig verwendetes Kaliumsalz ist Kalium bichromicum. Wir können ablesen, dass es sich um eine Verbindung aus Kalium und Chrom handelt. Aus dem Blickwinkel der psychologischen Homöopathie haben wir einen Kalium-Charakter vor uns, der seine Kalium-Schwächen durch Eigenschaften zu kompensieren sucht, die typisch sind für Chrom. Er ist ein unsicherer Mensch (Kalium), der seine Orientierungslosigkeit durch das Blenden seiner Mitmenschen (Chrom) vertuschen möchte. Ein zweites Beispiel: Kalium carbonicum. Diese Person versucht ihre zahlreichen Ängste, beispielsweise vor dem Bösen (Kalium) durch starke Familienbindungen (Karbonate) zu dämpfen. Die Familie soll Halt geben!

Halten wir fest: Die Zweitsubstanz in einem Metallsalz moduliert die Erstsubstanz. Sie ist ein Mittel um die Jungsche <Persona> in jedem von uns, also die „Fassade“, die wir anderen Menschen zeigen, aufrecht zu erhalten.

Modulieren kann auch bedeuten: verschärfen. Ein solches Beispiel liefert das Metallsalz Kalium nitricum. 7 der 12 wichtigsten Kaliumsalze sind vertreten in der Rubrik …

<Angst im Brustkorb> (zitiert nach Rogers Complete Repertory Mind, S. 35)

Mit dem Stickstoffanteil („nitricum“) wird aus dieser Angst eine Riesenangst, zum Beispiel vor drohenden Gefahren. Es ist eine quälende, übersteigerte Angst, die pathologisch ist und behandelt gehört.

Halten wir weiterhin fest: Die Zweitsubstanz in einem Metallsalz kann eine gegebene Anfälligkeit (zum Beispiel Angstbereitschaft) verschärfen.

Bevor wir im nächsten Blogartikel die ersten Metallsalze besprechen, sollten wir wissen, was (fast) alle Kalium-Typen auf der psychologischen Ebene gemeinsam haben. Dazu habe ich folgende Tabelle entwickelt. Im gelben Kasten stehen die astrologischen Entsprechungen:



Ich bin Schüler von Jan Scholten und arbeite deshalb mit seinem System der Stadien und Serien im Periodensystem der Elemente. Da ist es gut zu wissen, dass Kalium Stadium 1 ist: Seine Ängste, beispielsweise, sind keine Höllenängste wie beim fortgeschrittenen Mercurius (Quecksilber), sondern einfache Ängste, welche durch die Konfrontation der für ihn verwirrenden Außenwelt entstehen.

Weitere Information zu Homöopathie und Astrologie erhalten Sie in folgenden Büchern von mir:


Samstag, 3. Juni 2017

Homöopathie - Cocculus indicus Teil 2

Das homöopathische Cocculus indicus ist ein großes Mittel. Im ersten Teil meines Blogartikels habe ich mich mit den kardinalen Zeichen auseinander gesetzt, welche dieses Arzneimittelbild bestimmen. Im zweiten Teil wollen wir der Frage nachgehen warum dieser mitfühlende Mensch <Beschwerden durch Nachtwachen> erleidet. Diese Beschwerden sind die bekannteste Rubrik des Mittels.

Wenn jemand sich für Freunde und Angehörige in nächtlichen Aktionen aufreibt, dann frage ich immer zuerst: Ist er so schwach, dass er sich dazu breitschlagen lässt? Fehlt ihm der Mut zu sagen: „Ich kann nicht mehr und jetzt muss mal ein anderer ran!“ Sollte das so sein, dann müssten wir astrologisch ins 12. Haus und das Tierkreiszeichen Fische schauen. Gehen wir in die Rubriken. (Rubriken sind Oberbegriffe, welche in homöopathischen Nachschlagewerken, genannt Repertorien, gelistet werden. Darunter finden sich dann passende Mittel. Es gibt Tausende von Rubriken, nicht nur für körperliche Beschwerden, sondern auch für Geistes- und Gemütszustände).

In Roger van Zandvoorts Complete Repertory Mind finden wir Cocculus in folgenden Rubriken:

<Glaubt er schwebe in der Luft> Seite 127 ... und <Glaubt seine Organe seien hohl> Seite 115

Erstes Ergebnis: Cocculus fehlt es an Verankerung im Leben. Er ist schwach inkarniert. Die zweite Rubrik bestätigt die mangelnde Inkarnationsdichte. Der Körper wird nicht als etwas Substanzielles wahrgenommen. Dazu nützt auch der morgendliche Blick auf die Waage nichts. (Ich meine damit nicht das Tierkreiszeichen, sondern das Ding was die Kilos anzeigt J)

Daraus folgt wiederum: Hier schlägt sich jemand Nächte um die Ohren, der sich das von der Vitalkraft her gar nicht leisten kann. Kein Wunder, dass er oder sie Beschwerden entwickelt. (Ein altruistisches Verhalten, sich um jemanden umfassend zu kümmern, obwohl man viel zu schwach dafür ist, wäre auch typisch für alle Azetat-Persönlichkeiten der Homöopathie, … also alle „aceticums.“)

Wir gehen tiefer in die Persönlichkeit. Warum nimmt jemand schwere Gesundheitsschäden auf sich? Meine erste Idee bezüglich dieses seltsamen Verhaltens ist immer: Spielt Schuld eine Rolle? … So ist es auch hier. Wir finden Cocculus in folgender aussagekräftiger Rubrik:

<Gewissensangst, als ob eines Verbrechens schuldig>, zitiert nach Barthels Synthetischem Repertorium, Seite 12

Hier ist jemand froh, dass man ihn leben lässt. Er oder sie will offenbar irgendetwas unbedingt wiedergutmachen.


Zum Schluss die übliche Werbung. Bitte beachten Sie auch den Titel von Jutta Nebel: "Homöopathie kompakt."