Samstag, 30. Dezember 2017

Die tiefere Bedeutung von Husten und Schnupfen

Husten und Schnupfen kommen daher wie banale Erkrankungen. Das sind sie meist auch, doch es wird immer dann interessant, wenn Sonderfälle auftreten, etwa wenn der Schnupfen gar nicht mehr aufhören will ... oder schon wieder da ist. Schuld sind immer die "bösen Erreger" oder Mitarbeiter, die trotz Krankheit ins Büro gehen und von welchen man angesteckt wird. Die meisten Betroffenen kommen nicht auf die Idee, dass Viren Erfüllungsgehilfen des Schicksals sein könnten.


Menschen, die ständig mit Husten oder Schnupfen umherlaufen schließen einen Teil der Umwelt von ihrem Wohlwollen aus. Sie sehen ihn als unerwünscht an - als dürfe er nicht sein. Betroffene können nur mit einem von ihnen gutgeheißenen Aspekt des Lebens einen Kontakt eingehen. Werden sie genötigt sich mit etwas "Falschem" zu beschäftigen, dann haben sie schnell "die Nase voll," machen zu und werten ab. Das ist astrologisch ein Merkur-Saturnaspekt.

Ständig Husten und Schnupfen zu haben kann auch bedeuten: "Man hat mich so sehr verletzt im Leben, da kann man ja nur noch dichtmachen." Die Verletzlichkeit kommt vor allem vom Tierkreiszeichens Krebs her. Die alte Erfahrung, dass die Zeit alle Wunden heile gilt für diesen Krebstypen nicht. Er kann nicht vergeben. Seine Hülle wurde "zu oft" durchbrochen. Jeder Hüllenbruch war eine Tragik - besonders seit die Mutter ihn "verlassen hat."

Welche homöopathischen Arzneitypen könnten allgemein passen? 1. Corallium rubrum, die rote Koralle. Schnupfen und Krampfhusten sollen die Umwelt auf Distanz halten, da das eigene System sehr störanfällig ist. 2. Oscillococcinum. Diese Sinusitis-Patienten haben einen Waschzwang, der ein Hinweis ist wie sehr sie ihre Mitmenschen als gefährliche Krankheitsüberträger betrachten - astrologisch Jungfrau. 3. Sinapis nigra. Die homöopathische Indikation <Heuschnupfen> beim schwarzen Senf zeigt, dass der Partner (als Symbol für Umweltbeziehungen an sich) der wunde Punkt im Leben ist. Das finden wir astrologisch wieder in Chiron, der idealerweise im 7. Haus stünde. 


Astrologisch ist aber der wichtigste Baustein Saturn in den Häusern 7 und 8. Der dritte Quadrant bringt uns in Kontakt mit der Umwelt und Saturn zeigt an: Hier wird sehr vorsichtig taktiert oder gar schon "gemauert." Das neugierige Sich-einlassen auf eine Beziehung ist unmöglich. Gebraucht werden Sicherheitsgurte oder sollten wir nicht lieber sagen Keuschheitsgürtel?

Zum Schluss Werbung in eigener Sache. Meine Artikel sind kostenfrei. Bitte beachten Sie deshalb meine Veröffentlichungen:


Samstag, 9. Dezember 2017

Die Psychosomatik des Nackenschmerzes

Nach der traditionellen Astromedizin ist der Nacken dem Zeichen Stier zugeordnet. Wir werden den Stier wiederfinden, beim Mittelbild von Bryonia. Nackenschmerzen können auch psychosomatisch sein und wir schauen uns vier Arzneien an, die in Doktor Boerickes Materia Medica auf Seite 879 f. mehrfach unter Nackenproblemen gelistet sind.

Wir können unseren Nacken nicht sehen, nur im Spiegel. Er steht daher psychologisch für das Unbekannte1) … und das kann ängstlichen Naturen zusetzen, besonders introvertierten Menschen, die ihre Ängste kaum kommunizieren, sondern lieber ihre Not für sich behalten.

BELLADONNA – Dieses feine Mittel ist ein Mittelaltermittel. Ich habe manchmal das Gefühl als enthalte diese Substanz noch den ganzen Aberglauben dieser Epoche. Belladonna ist ein Nachtschattengewächs und die Silbe <Nacht> gibt einen Hinweis auf die dunkle Seite der Seele. Die Belladonna-Seele hat eine Affinität zu etwas Unheimlichem in ihrer Umgebung. Diese ängstliche Seele <sieht Geister und Gespenster>. Eines davon sitzt ihr offenbar im Nacken. Der Nacken steht - wie gesagt - für das Unbekannte und für die Belladonna-Seele ist das Unbekannte auch das Bedrohliche, doch diese Gleichung ist eine psychotische Vereinseitigung der Wirklichkeit. Betroffene spüren die Angst als <reißenden oder schießenden Schmerz< (Quelle: Boerickes Materia Medica, S. 879 f.)

BRYONIA – Hier kommt das Stier-Element zum Zuge: Er bekommt seine Nackenschmerzen, wenn jemand seine heilige Ruhe stört oder wenn er gar zu Veränderungen seines Lebensstils genötigt wird, für die er alle pflegenden Neigungen über Bord werfen müsste. 


Diese Bedrohungen treffen den bryonischen Kleingeist unter den Bryonias am allerschlimmsten und zwar als Nackensteifigkeit:

„Bryonia ist der Spießbürger mit Gartenzaun.“ ~ HP Andreas Krüger

CAUSTICUM – Die meisten Homöopathieschüler kennen den Causticum-Menschen als extrovertiert. Es gibt aber auch den ängstlichen und introvertierten Typ. Philip Bailey schildert uns die Ängstlichkeit in seinem Klassiker «Psychologische Homöopathie» auf Seite 104:

„Eine besonders charakteristische Angst beim introvertierten Causticum ist das Gefühl, dass irgendetwas Schreckliches passieren wird (Kent: «Ständige Furcht vor einem schrecklichen Ereignis»). Dieses Problem taucht meist nach jahrelangem Stress auf, besonders wenn Causticum alt wird.“

Der Nacken ist deshalb der betroffene Körperteil, weil die Seele abzuschätzen versucht aus welcher Ecke oder welchem Loch die Bedrohung herkommen könnte. Es ist quasi ein hyperängstliches Sich-umschauen.

GELSEMIUM – Der Nacken steht symbolisch für die Fähigkeit auf die innere Selbstberuhigung zurückgreifen zu können. Das kann der kranke Gelsemium-Mensch nicht. Ihm fehlt ein Höheres Selbst, welches ihm vermittelt, „dass da schon nichts wirklich Gefährliches ist.“ Dem großen Angsthasen Gelsemium fehlt die Selbstsicherheit, diese Bedrohung, wenn sie denn tatsächlich auf ihn zukäme „schon abwehren zu können.“ Das Ergebnis ist Hyperängstlichkeit und diese wird somatisiert als Nackenschmerz und Nackensteifigkeit.

Zum Schluss noch die Anmerkung Nummer 1 aus dem Text:

1) Gleiches ist anwendbar auf folgende Körperteile …
·        Okzipitalschuppe,
·        Atlanto-Okzipitalgelenk,
·        Prominens (als tastbarer Wirbelfortsatz der HWS),
·        Rücken,
·        Kniekehle,
·        Wade und
·        Achillessehne.














Homöopathie - Die Stachys betonica-Persönlichkeit

Die homöopathische Arznei Stachys betonica ist ein kleines Mittel aus der Familie der Lippenblütler. Die Betonie passt auf innerlich verschlossene Dramatiker. Folgende Rubriken (+) sind aus Murphys Klinischer Materia Medica, Seite 1923.

Über die Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) schreibt mein Lehrer Jan Scholten auf der Internetseite
unter dem Titel <Essenz der Lamiaceae>:
„[Diese Arzneipersönlichkeiten] fühlen sich nie genug geschätzt, anerkannt und gelobt in ihren Fähigkeiten. …“

Das ist ein typisches Problem von Menschen mit Löwe-Aszendent. Sie haben ihr Königreich verloren und suchen es seither, fühlen sich von anderen Menschen wie Luft behandelt, als wären sie gar nicht anwesend. Der tiefe Schmerz dieser Nichtbeachtung kommt zum Ausdruck als …

+ Schmerzen in Lebergegend und Gallenblase

Das ist nicht der einzige Schmerz.

+ Stechender, schneidender Schmerz im Magen

Der Magen bildet auch unsere Gefühle ab. Die Stachys-Persönlichkeit hat all ihre <bösen> Gefühle zurückgehalten (Mond im Skorpion) um geliebt zu werden (Löwe-Aszendent). Zitternd hält sie Wut, Hass und Rachegelüste unter Verschluss. Darauf reagiert der Körper mit einem ...

+ Völlegefühl in und über den Augen als ob sie platzen

Hier platzt jemand vor Wut. Das Völlegefühl finden wir wieder bei Jan Scholten:

"Die [Arzneipersönlichkeiten der Lamiaceae] sind voll von Emotionen."

Wir kommen zum Kern der Persönlichkeit. Thema ist erneut der Magen:

+ Gewicht im Magen mit Übelkeitsgefühl


Es liegt eine <emotionale Stille> nach Wilhelm Reich vor. Stachys ist also eine tiefe Seele, die sich nicht erleichtern kann. Das Gewicht im Magen ist die Verdichtung all dessen was über Jahre herunter geschluckt wurde. Was ist zu tun? Romanheld Gandalf befiehlt in <Der Herr der Ringe>: "Brecht den Damm, befreit den Fluss!" Neben der homöopathischen Behandlung ist die hawaiianische Lomi Lomi zu empfehlen. Bei dieser Öl-Massage ist das Weinen ausdrücklich erwünscht. Es wird dem Patienten sehr schwer fallen, wird aber sehr wahrscheinlich seine Übelkeit beseitigen.

In Roger van Zandvoorts Complete Repertory Mind ist Stachys zweiwertig aufgeführt in der Rubrik <Gefühl als ob er schwebt>. Alle in dieser Rubrik gelisteten Mittel sind entweder hysterisch oder mangelhaft inkarniert. Letzeren Mangel finden wir in zwei anderen Rubriken:

+ Erkältungsneigung
+ Gemüt - leicht abgelenkt

Die Erkältungsneigung ergibt sich aus der sensiblen Natur einer typischen homöopathischen Pflanzen-Persönlichkeit. Es entstehen oft Löcher in der Aura, so dass Erreger leicht eindringen. An diesen Menschen bleiben viele Außeneindrücke kleben, weshalb sie leicht abgelenkt sind. Wie zeigt sich die Erkältungsneigung als Symptom?

+ Häufiges Niesen; vermehrter Schleim in der Nase beim Gehen aus dem Freien ins Zimmer

Der Stachys-Patient, den niemand zu loben und zu lieben scheint, erstickt in seiner Trauer am eigenen Körpersaft – welcher ungeweinten Tränen entspricht. In der freien Natur findet der Patient die Weite, die ihn von seiner Nestenge ablenkt, doch bei der Rückkehr in sein Zimmer zwängt er sich wieder in sein <Inneres Schneckenhaus>, wo seine Emotionen eingeschlossen sind. Der vermehrte Schleim hilft ihm zu erkennen, dass er voller umpanzerter Emotionen ist, welche er seit frühester Kindheit in sich trägt - wie eine Sammlung in einem Museum. Astrologie? Mond im 4. Haus oder Krebs, dazu oft Mond Aspekt Saturn.

Jetzt die ganze astrologische Konstellation: Skorpion-Mond im 4. Haus im Quadrat zum Löwe-Aszendenten. Diese Konstellation fand ich auch bei diesen homöopathischen Arzneien (die ersten drei sind auch Dramatiker wie Stachys):

·        Aurum
·        Chamomilla
·        Trombidium
·        Muriaticum acidum
·        Mandragora

Vielen Dank fürs Lesen und vielleicht sind diese Mittel der Durchbruch, für wen auch immer!

Montag, 4. Dezember 2017

Homöopathie - Die Juglans cinerea-Persönlichkeit

Das homöopathische Mittel Juglans cinerea fand ich in Doktor Boerickes Materia medica. Es ist ein kleines Mittel und diese Mittel liebe ich besonders, da sie eine Herausforderung darstellen, bis man sie erforscht hat. Es handelt sich um die Butternuss – einen Baum, genau wie Juglans regia, die Walnuss. Quelle für alle <Rubriken> des Artikels ist Murphys Klinische Materia Medica, Seite 1057 und folgende Seiten.

Baum-Persönlichkeiten wollen bodenständig und für ihre Mitmenschen ein guter Halt sein, ... aber es gibt in ihnen auch den Gegenpol, nämlich die Haltlosigkeit: Das Symptom <Schwindel> als Indikation für dieses Mittel weist darauf hin. Zudem signalisiert das <flaue Gefühl im Magen> die Folgen dieses Mangels an Halt, nämlich eine große Ängstlichkeit. Es muss ein Lebensrahmen her, um gesichert überleben zu können. Nun zur Astrologie. Wir erkennen im Lebensrahmen die Jungfrau und in der Haltlosigkeit das zwölfte Haus, also Jungfrau-Sonne im 12. Haus.

Herrscher des 12. Hauses ist Neptun. Mit dem Wassergott machen wir weiter. Dieser Arzneityp ist hochsensibel. Er hat sehr wenig Hülle. (Bei einem Raumschiff würde man sagen: <Die Schutzschilde sind heruntergefahren>.) Das Ergebnis ist, wie bei allen Hochsensiblen, eine besondere Durchlässigkeit für Außeneindrücke. Der Körper macht daraus Beschwerden und diese sind hier einfach zu deuten, denn die körperlichen Außengrenzen Haut und Schleimhaut sind betroffen.

·        Schnupfen
·        Erysipel
·        Akne

Eiterpickel und ständiges Niesen signalisieren der Umwelt: "Ich bin nicht geschützt; geht vorsichtig mit mir um!“

Das Mittel hat seinen Schwerpunkt im 12. Haus und wir machen mit dem Mond weiter. Es ist als schwebten diese Menschen in einem <Raum emotionaler Beziehungslosigkeit>. Ich ergänze hiermit die Materia Medica um die Rubrik: <Fühlt sich als halte er sich in einem Raum emotionaler Beziehungslosigkeit auf>. Die fehlende Anwesenheit der leiblichen Mutter löst einen Hilfeschrei aus, der durch folgende Indikationen deutlich wird:

·        Angina pectoris
·        Schmerz in rechter Axilla, nachmittags
·        Retrosternaler Schmerz
·        Stechender Schmerz im Schulterblatt mit Erstickungsgefühl
·        Schmerz zwischen den Schulterblättern
·        Stiche unter dem rechten Schulterblatt
·        Schmerz in der linken Brust

Verkürzen wir das Ganze und schreiben einfach: <Angst im Brustkorb>. (Diese Rubrik gibt es und darin sind auch eine Reihe von Mitteln gelistet. Falls Sie, liebe Leser, mehr dazu wissen wollen, gebe ich Ihnen ausführliche Infos, mitsamt Quellenangabe in Barthels Synthetischem Repertorium – einfach mailen. Viele Kaliumsalze sind im Übrigen in der Rubrik <Angst im Brustkorb>. Es ist auch hier wieder der Mond im 12.  Haus – der Embryo, der im Universum schwebt wie einst in Stanley Kubricks legendärem Kinofilm 2001 – Odyssee im Weltraum).

Machen wir weiter mit der Geistebene. Es ist gibt ein paar Geistsymptome:

·        Geistesabwesend
·        verwirrt
·        konzentrationsschwach
·        Kann sich an nichts erinnern was er gelesen hat

Ich nehme diesen Patienten in einem <bezugslosen geistigen Raum> wahr, außerhalb des Hier und Jetzt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht weiß wie er dort hingekommen ist. Halten wir statt dessen fest: Er wirkt konfus. Das Mittel kann helfen seinen Geist heimzuholen, damit dieser "sedimentiert" und die Gedanken geordnet werden können. Wenn das gelingt sind seine oder ihre Gedanken auch wieder kohärent, das heißt zusammenhängend. Astrologie? Merkur im 12. Haus.

Fassen wir schon einmal zusammen. Diese Baum-Persönlichkeit hat im Extremfall eine Aura voller Löcher, ein hilflos im Universum waberndes Inneres Kind und einen in Tausend Stücke zersplitterten Geist – eine Herausforderung der dritten Art!

Kommen wir zum letzten astrologischen Baustein, nämlich Mars im 8. Haus. Die baumtypische Aggressionsretention zeigt sich in den Beschwerden …

·        Akne
·        Angina pectoris
·        Erysipel
·        Flatus
·        Gallensteine und
·        Leberschmerzen

Vielen Dank fürs Lesen und vielleicht ist dieses Mittel der Durchbruch, für wen auch immer! Weitere Information zu Homöopathie und Astrologie erhalten Sie in folgenden Büchern von mir:




Sonntag, 26. November 2017

Die Psychosomatik der Knieschmerzen

Nachdem ich gerade drei Patienten mit Knieproblemen kennengelernt habe beginnt mich dieses Gelenk ganz besonders zu interessieren. Das Knie findet sich natürlich auch in einem alten Spruch. Dieser soll Grundlage sein für meine These, dass Knieprobleme auch psychosomatisch sind.

<In die Knie zu gehen> heißt nachzugeben, zu verlieren und zwar möglicherweise auch das Gesicht. Das wird von Betroffenen als Demütigung empfunden. Wir sind also mitten im Thema der Macht und damit auch Pluto auf der Spur. Das Ich will seinen Standpunkt durchsetzen, aber das menschliche Miteinander erfordert, dass wir Kompromisse machen oder auch schon mal eine Niederlage einstecken. Wer Angst hat zu verlieren, der versucht seine Mitmenschen zu dominieren. Das <Dominieren> ist ein Grundzug vieler Insekten-Persönlichkeiten der Homöopathie. Was das Knie betrifft, so finden wir Apis, die Honigbiene, in Doktor Boerickes Hauptwerk1) im Kapitel Bewegungsapparat unter …

<Knie: Kältegefühl, Entzündung, allgemeine Schmerzen …> (Seite 877 f.)

Der Wunsch zu dominieren entstammt einem latenten Gefühl der Unterlegenheit. Das ist plutonisch. Pluto regiert den Skorpion und wir sollten wissen, dass homöopathische Säure-Persönlichkeiten skorpionische Züge tragen, so auch Benzoicum acidum. Homöopathielehrer Massimo Mangialavori schreibt über die Benzoesäure-Menschen, dass sie typischerweise <destruktive Familiengeschichten> aufweisen (Quelle: Die Säuren in der Homöopathie, S. 44).

Nach dem Skorpion gehen wir zum Steinbock. Im gleichen Kapitel beschreibt Dr. Mangialavori einen Grundzug der homöopathischen Säure-Persönlichkeiten, nämlich die <hohe Schmerztoleranz>. Sie wollen tapfer sein, durchhalten und sich nichts anmerken lassen. (Diesen Grundzug fand ich übrigens auch in den drei Kniepatienten, die ich gerade erst kennengelernt habe. Dieser Steinbock-Befund bestätigt das 4000 Jahre alte Kopf-zu-Fuß-Schema der Astromedizin, welche das Knie dem Steinbock zuordnet.)

Das Knie hat einen Bezug zum Heroischen, zu Ruhm, Ehre und Titelversessenheit. Als der Schauspieler Peter Ustinov erfuhr, dass er den Titel <Sir> führen dürfe, teilte er der Königin von England mit:

„Ich bedanke mich und werde zu Ihnen reisen, kann Ihnen aber nicht garantieren, dass ich nach der Zeremonie wieder hoch komme.“

Alle Geehrten müssen vor der Queen nieder knien. Das nur zur Erklärung ;)

Ruhm und Ehre sind Merkmalsausprägungen des astrologischen 10. Hauses, welches verwandt ist mit dem Steinbock.


Die lichte Seite der schon erwähnten Demütigung ist die Demut – bewusst gelebte Bescheidenheit und Ergebenheit. 

Willy Brandts Kniefall in Warschau 1970 - Bildquelle unbekannt

Eines der großen Mittel der Homöopathie ist Sulphur. In der Schwefel-Persönlichkeit offenbart sich das Thema „Selbsterhöhung kontra Demut.“ Der Sulphur-Mensch hält sich für genial und lässt andere die Routine- und Drecksarbeit machen. Hat ein Sulphuriker je eine Toilette geputzt? Was macht er in der Kirche? Kniet er sich dort hin? Aber wahrscheinlich nur wenn das Kniebrett gepolstert ist. Verweigert sich der Sulphuriker in der zweiten Lebenshälfte dieser Demut, dann kontert ihm das Schicksal durch folgenden Rubrikeintrag, in welchem Sulphur 3-wertig steht:

<Äußerliches UND innerliches Schweregefühl> (Quelle: Barthels Synthetisches Repertorium, Seite 420)

Ich glaube an eine Schicksalsmacht und das ist für mich <die Macht des Schicksals>. So würde ich das auch als Opernfan bezeichnen ;)

Wir schauen also bei Kniepatienten auf …

·        eine „verletzte“ oder „überhebliche“ Sonne,
·        Plutoposition mit Aspekten
·        Skorpion mit wichtigen Planeten oder Stellium
·        Steinbock-Betonung oder wichtige Planeten darin
·        10. Haus mit Jupiter, Saturn oder Pluto

Vielen Dank fürs Lesen und Ihnen eine erfolgreiche Woche.

1) William Boericke M.D.: Pocket Manual of Homoeopathic Materia Medica & Repertory, Jain Publishers

Mehr Psychosomatik gibt’s in folgenden Büchern und eBooks von mir:

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Mittwoch, 8. November 2017

Fische-Mond im 7. Haus

Der Mond ist nach meiner Erfahrung der bedeutendste Eckpunkt im Horoskop. In diesem Artikel möchte ich den Mond in die Fische setzen und in das siebte Haus. Sinn und Zweck der Übung ist, das astrologische Kombinieren zu üben. Wenn wir mit der Sonne, Saturn und dem Aszendenten genauso verfahren, dann haben wir die wichtigsten Eckpunkte erfasst und können bereits viel über die Person aussagen.

Der Mond ist der Anzeiger für kindliche Urbedürfnisse. Deshalb ist er so bedeutend. Wir erfahren etwas über unser Kind-Ich mit seinen Bedürfnissen nach <emotionaler Nahrung>; das ist zum Beispiel Geborgenheit annehmen oder schenken zu können. Unter einem Fische-Mond geboren, brauchen wir zum Aufgehobensein eine besondere Atmosphäre, welche der Wiedervereinigung mit der universalen Mutter möglichst nahe kommen soll. Ein <Bad> in vertrauten, sanften Stimmen - besonders den tiefen Stimmen - beruhigt uns. Wir sind wieder verbunden!


Steht dieser Mond in Haus 7, dann möchten wir mit der Umgebung eins werden; … nie mehr allein sein. Das Gefühl abgetrennt zu sein ist für uns ein Kompromiss. Wir fühlen uns wie ein Splitter, der einst auf Atlantis aus einem riesigen Kristall herausbrach und seither seine Urschwingung sucht. Diese Spannung, diese Sehnsucht bewirkt, dass wir die Zeit überbrücken bis wir wieder all unsere Lieben um uns haben. Immer muss jemand ansprechbar sein, deshalb auch die hohe Telefonrechnung. Dieses Verhaltensmuster kennen wir aus der Homöopathie, insbesondere von den Meeresmitteln Spongia (Schwamm) und Cypraea eglantina (Kaurischnecke).

Mit einem Fische-Mond schöpfen wir frische Kraft aus schnödem Nichtstun, … oder neudeutsch: wir chillen. Sind wir unter der Woche arg im Hamsterrad, dann kann am Wochenende das Bedürfnis aufkommen in trauter Runde eine Tüte herumgehen zu lassen. In diesem Dunst sehen wir dann die Wirklichkeit nicht mehr so scharf. Die Fische fliehen zu gerne aus einer Realität, deren Härte sie oft nicht ertragen können, auch weil sie dort ihre Ideale verraten sehen - ein berechtigter Vorwurf gegen die bürgerliche Leistungsgesellschaft. Mit Cannabis dagegen werden wir lustig und albern herum wie kleine Kinder, auch weil wir keinen angefangenen Satz mehr zu Ende bekommen.

Das Wort <Atmosphäre> habe ich zu Anfang bewusst gewählt. Es ist die Herbstlichkeit des Bodennebels. Geht man auf ihn zu, hat er sich auf geheimnisvolle Weise aufgelöst. Verfolgen wir ihn auf unserem Morgenspaziergang übers Feld, zieht er sich stets weiter zurück. Ich spiele damit auf die Gas-Persönlichkeiten der Homöopathie an. Diese Charaktere sind flüchtig und anfällig für Trugbilder.


Menschen mit Mond in Fische in Haus 7 sind anfällig dafür, sich fort zu machen, anstatt Probleme mit der menschlichen Umwelt zu konfrontieren und einer Lösung zuzuführen. Manche werden schließlich zu Meistern des ständigen Hinausschiebens. Sie lassen Termine platzen, um zu großem Druck auszuweichen. Nur zu leicht können sie in ein Muster hineinrutschen, ihre Mitmenschen zu beschummeln, vor allem über ihre eigenen Schwächen und Versäumnisse … über die Jahre vielleicht so sehr, dass sie ihre Märchen inzwischen längst selber glauben. Das Schönste und Geheimnisvollste zu dieser Mondstellung schreibe ich zum Schluss:

In der Esoterik gibt es das Konzept des <Seelenpartners> oder der <Dualseele>. Menschen mit einem Siebthaus-Fischemond suchen diesen Menschen. Darunter machen sie es nicht. Sie besuchen Esoterikmessen und spirituelle Buchhandlungen, um dort zu finden was sie aus ihren sanft aquarellierten inneren Bildern schon empfangen haben. Vielleicht ist das der Grund warum es in vielen Eso-Buchhandlungen so andächtig still ist ...


Weitere Information zu Astrologie und Homöopathie erhalten Sie in folgenden Büchern und eBooks von mir:




Dienstag, 10. Oktober 2017

Homöopathie - Myrica cerifera

Das homöopathische Mittel Myrica cerifera ist die Wachsmyrthe aus Nordamerika - eine Pflanze und ein kleines Mittel. Kleine Mittel psychodynamisch darzustellen ist eine Herausforderung, da bei den meisten kaum oder gar keine Geist- und Gemütssymptome erforscht oder nur wenige Dekompensationssymptome bekannt sind.

Auffällig bei diesem Mittel ist die Kombination von Herzleiden (Rubrik heißt: <schwacher, unregelmäßiger Puls1)) mit einer Hepatose ohne Entzündungsparameter. Die gemeinsame astrologische Teilmenge von Herz und Leber ist der Löwe. Der Löwe ist ein Feuerzeichen. Das sind warmherzige, vitale Menschen, die stark strahlen und zu geben in der Lage sind, doch beim kranken Myrica-Menschen ist der Puls langsam. Wir notieren hiermit das erste löwetypische Dekompensationssymptom: <Erloschenes inneres Feuer>. Die Literatur macht keine weiteren Angaben über das Herz. <Herzleiden> mit <langsamem Puls> deuten auf eine Herzneurose hin. (Jede Herzneurose kann aber bald das Herz auch organisch und somit messbar verändern.)

Aus Murphys Klinischer Materia Medica sammeln wir weiter:

<Ikterus [...], verzagt, entmutigt, reizbar, gleichgültig>2)

In der Dekompensation ist von der Leidenschaft goldener Zeiten, mit seinem Mut und dem königlichen Gefühl nur noch die Reizbarkeit übrig geblieben. Das Ehrgefühl ist beschädigt und der Kampf darum wurde aufgegeben. Der Ikterus zeigt die angestaute Wut (auf das Leben): "Ich habe verloren."

Was ist passiert? Um das herauszufinden wenden wir uns einem Leitsymptom dieses Mittels zu: Es sind Fäulnisprozesse im Verdauungstrakt, die zu ständigem Blähungsabgang beim Gehen führen. Die Rubriken heißen <übelriechende Sekretion von Schleim im Hals>3) und <faulige Stühle>4).

„Schulmedizinisch gesehen sind Fäulnisprozesse im Verdauungstrakt meist ein Absinken der gesunden Bakterien, die sonst die krankmachenden in Schach halten. Fäulnis entsteht wenn Ausscheidungen zu lange liegenbleiben, nicht richtig aufgespalten werden, da zu wenige "gute" Bakterien vorhanden sind. Dabei entstehen auch Gase. Es ist also letztendlich eine Frage des Milieus!“ ~ Barbara Lohmann, Heilpraktikerin

Was drückt die Seele aus? Da will jemand nicht hinschauen was er verdauen muss. Es gibt etwas, das für ihn so schlimm ist, dass es zum Himmel stinkt.

Gerade fiel ein rot markierter Schlüsselbegriff, der uns zum passenden Miasma führt und damit auch zur Astrologie: „Nicht hinschauen wollen.“

„Wegschauen und etwas verstecken wollen sind sykotische Themen. Hauptmittel der Sykose ist Thuja und bei den Nosoden ist es Medorrhinum.“ ~ Barbara Lohmann, HP in Penzberg/Oberbayern

Myrica ist also eine kleine Schwester von Thuja gewissermaßen. Die Sykose entspricht mit dem Thema der schonungslosen Selbstentlarvung dem 8. Haus und dem Skorpion. Im Bedürfnis, etwas Schändliches oder Traumatisches wegschließen zu wollen, erkennen wir auch das astrologische Schmuddelkind Pluto – den inneren Pluto.

Pluto bedeutet Macht. Damit wissen wir was mit dem eingangs beschriebenen Selbstwertgefühl passiert ist. Ein Machtkampf wurde verloren, vielleicht gegen einen charismatischen oder übermächtigen Gegner. Gestaute Wut blieb zurück, die sich klassisch als Hepatose zeigt. Die Chinesen sagen: „Die Leber ist der Sitz der Wut.“ Der kranke Myrica-Mensch ist zerbrochen. Er kann in großer Schmach nur noch vor sich hinfurzen.

Wenn ich die Astrologie und Psychodynamik eines Mittels erforsche, dann arbeite ich mit Bestätigungen meiner Thesen und diese reiche ich hiermit nach. Ein weiteres Doppelleitsymptom lautet:

<Dumpfer, schwerer Schmerz in Schläfen und Stirn>; <dumpfer Schmerz in der Leber.> 5)

Dumpfe Schmerzen sind tiefe Schmerzen. (Die Tiefe ist eines der wichtigsten Pluto-Schlüsselbegriffe überhaupt!) Dieser Schmerz ist schwer lokalisierbar und breitet sich undefinierbar aus. Er ist unheimlich und damit unzweifelhaft plutonisch. Zusammengefasst haben wir mit Myrica ein feines sykotisches Mittel für den plutonischen Löwe-Patienten, dem geholfen ist wenn er durch aufbauende Gespräche einen Teil seines Königreiches zurückbekommt, genauso wie seine Selbstachtung und seinen Mut.

Eine Zugabe für alle Leser, die sich für das 8. Haus, Pluto und die Sykose interessieren habe ich ... in folgender Rubrik:

<Haut - gelb und juckend. Kribbelndes Gefühl, wie von Insekten>6)

Insekten sind psychoanalytisch fast immer Hinweise auf eine Furcht vor der (eigenen) Dunkelheit. Manche sind mikroskopisch kleine Monster und die Patienten haben somit letztlich Angst vor dem Monster in sich selbst.

Anmerkungen:

1) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1391
2) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1390
3) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1390
4) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1391
5) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1390 f.
6) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1391

Weitere Infos zur psychologischen Homöopathie erhalten Sie hier:



Montag, 24. Juli 2017

Die astrologische Bedeutung von Erbsen und Bohnen

Beim Blättern durch Wikipediaseiten kam ich auf die Idee mir die Schmetterlingsblütler (Faboideae) anzuschauen. Bald stellte sich heraus, dass es sich um Erbsen und Bohnen handelt, wie die Paternostererbse (eine Erbse kann bereits tödlich wirken), den Gelben Blasenstrauch, den Gemeinen Goldregen (sehr giftig) oder die Feuerbohne, die gern gegessen wird. Diese vier habe ich aus der Vielzahl der Schmetterlingsblütler ausgewählt, weil sie bei der Firma www.remedia.at als Homöopathika auch erhältlich sind. (Die übrigen wie die Meskalbohne oder die Duftende Platterbse sind offenbar homöopathisch noch nicht erforscht). Erbsen haben mich wegen ihrer Form immer fasziniert. Wir wollen uns anschauen was die Erbse zu bedeuten hat.

Bildergebnis für feuerbohne wikipedia
Bildquelle: www.4teachers.de

Die vorgenannten Erbsen nähren uns oder befördern uns ins Jenseits. Der astrologische Stier repräsentiert hierbei die Nahrung und der Skorpion den Tod. Die Erbse deckt also die Polarität dieser Zeichenachse ab. Das mit dem Stier verwandte Haus 2 kommt ebenfalls hervor, schaut man sich die Bedeutung der Erbse in unseren Träumen an:

„[Es gibt eine] Verbindung mit Geld. Handelt es sich um frische Erbsen, sind sie ein Zeichen für selbstverdientes Geld, während getrocknete Erbsen darauf hinweisen, dass Geld auf zweifelhafte Weise erworben wurde, […]. Isst der Träumende getrocknete Erbsen, kündigt sich ein kleiner Rückschlag an, während das Essen von frischen Erbsen zeigt, dass der Träumende […] reich werden wird.“ Quelle: http://traum-deutung.de/erbsen/

Einen weiteren astrologischen Bezug gibt es zur Fratze der Jungfrau:

„Manchmal sind Erbsen auch ein Hinweis auf eine sehr kleinliche und pedantische Persönlichkeit, die umgangssprachlich oft als Erbsenzähler bezeichnet wird. Diese Erbsenzähler machen häufig sich und auch den Mitmenschen das Leben unnötig schwer. Vielleicht ist der Träumende auch gerade in einem schwierigen Entwicklungsprozess, der sich durch das Zählen von Erbsen in der Traumwelt darstellt.“ Quelle nochmals: http://traum-deutung.de/erbsen/

Zur astrologischen Jungfrau fand ich noch mehr Info und zwar in Murphys Klinischer Materia Medica über die Paternosterbohne auf Seite 8:

„Abrus war die Pflanze, die von Professor Nowack aufgrund der extremen Empfindlichkeit ihrer Blätter gegen atmosphärische Störungen eingesetzt wurde, um Vorhersagen über das Wetter und tellurische Änderungen zu machen.“

Die Blätter einer Pflanze sind immer merkurisch, da sie den Zweck haben den Gasaustausch zu gewährleisten. Empfindliche Blätter können wir als Merkur im 6. Haus und in der Jungfrau übersetzen, … und da haben wir nochmals den <Erbsenzähler>, einen Menschen, der quasi <sehr empfindlich ist auf der geistigen Ebene>.


Eine schöne Analogie sehe ich zu einem Märchen. Die zur Hausmagd degradierte spätere Prinzessin Aschenputtel soll Erbsen sortieren, … „die guten ins Köpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.“ Das Märchen beschreibt uns das jungfrautypische Dienen, hier in unterwürfiger Form, sowie das jungfrautypische Sortieren.

Sonntag, 23. Juli 2017

Mein Vortrag "Die Metalle in der Astro-Homöopathie"

Gestern fand in der Wackerfabrik Mühltal (Hessen) das jährliche Astrologiefestival statt. Es wurden 6 Vorträge geboten. In diesem Artikel möchte ich weiter unten meinen selbst gehaltenen für alle Interessenten veröffentlichen, die nicht anreisen konnten. Ich werde die Infos nach und nach hier reinstellen.

Zunächst möchte ich unseren Host vorstellen. Astrid Wichmann stellte kurzfristig ihren Loft als Tagungsort zur Verfügung. Sie ist eine erfahrene Astrologin, was sie mit ihrem Uranus-Vortrag unter Beweis stellte. Hier ist sie:



Veranstalter des Festivals war wieder Andreas Bleeck. Sein Vortrag hieß „Die Schöne und das Biest – Venus/Saturn.“ Auch ihn stelle ich mit Bild vor:



Im Laufe der hochklassigen Vorträge mit sehr viel Infos musste ich mehrmals kurz raus und eine Runde drehen. Dennoch war ich um 18 Uhr, als ich an der Reihe war, so gut wie „platt.“ Über eine erste Schwächephase half mir Astrid hinweg, indem sie über psychisch ungeborene Neptunier druckreif einen Wortbeitrag leistete, der einen starken Eindruck hinterließ. Im Laufe meines Vortrags konnte ich mich steigern. Wir machten ein Astro-Quiz. Dazu verteilte ich Handouts und ermunterte die schon etwas müden Zuhörer mitzumachen. Mein Vortrag hieß „Die Metalle in der Astro-Homöopathie.“ Wenige Tage zuvor forschte ich noch um festzustellen, welche Tierkreiszeichen in homöopathischen Metall-Persönlichkeiten prominent sind. Das sollten die Zuhörer herausfinden. Damit kommen wir zu den ersten Schaubildern:



Die Schlüsselbegriffe für den Wassermann sehe ich in <Hochmut, Erfinder, Aufsäßigkeit, Selbstüberzeugtheit, leistet bis zuletzt Widerstand>, sowie <Kopf ist voller Ideen.>

Wir kommen zum nächsten Tierkreiszeichen, welches gehäuft vorkommt:



Schlüsselbegriffe für den Löwen finden wir in <Herz, Ego, hält Hof, Lob einheimsen, Machtanspruch, Strahlemann>, sowie <Drama>.

Jetzt fehlt noch das meiner Ansicht nach wichtigste Zeichen. Ich habe dazu folgendes inneres Bild. Fast alle Metalle kommen in der Natur als Erze vor. Wenn ich auf Mineralienbörsen diese Erze anschaue, dann sehe ich eine <sehr feste Struktur> und <Härte>. Liebe Leser, ... welches Zeichen ist das?








Es folgt eine Einführung in das Mittel Kalium. Diesen Teil des Vortrags musste ich auslassen. Deshalb freue ich mich besonders, dass ich diesen Text nicht umsonst erarbeitet habe:


Für homöopathisches Kalium gibt es zwei Schlüsselbegriffe:


·        Pflichtbewusstsein und Prinzipientreue – zweimal Buchstabe P.

Kalium will sich an den Mehrheitsgeschmack anpassen. Warum? Sind sie denkfaul? Nein, sie tun es, weil sie sich nur dort sicher fühlen. (Fast alle Arzneitypen der ersten Serien sind sehr unsicher). Kalium-Menschen sind fleißig und sie wollen in die bürgerliche Mittelschicht.“

Kaliums sind pingelig und ihr Kopf ist voll mit Kleinigkeiten, die ihnen die Sicht auf das Ganze versperren. (Welcher Planet ist das und in welchem Haus steht er?)

Kaliums sind ängstlich, immer besorgt. Sie wollen sich am Materiellen festhalten. (Welche drei Tierkreiszeichen symbolisieren die Bindung an das Stofflich?)

Der kranke Kalium-Mensch kommt wegen Problemen mit seiner Steifigkeit in die Praxis. Starre ist die Überkompensationen einer Strukturschwäche. Kalium fühlt sich wie eine Qualle, rückgratlos. Um damit klar zu kommen gibt er sich betont gefestigt und geht dazu auf dem <Markt der herrschenden Meinung einkaufen>.

Er findet seinen Halt in Rigidität und in der Materie. (Welcher Planet symbolisiert das und in welchem Zeichen wird er stehen?)

Wie benimmt sich ein steifer Mensch in der Liebe? Kaliums haben <schreckliche Träume>. Es sind kindliche Ausdrucksformen einer <Angst vor der Welt>, die ihnen chaotisch erscheint. Die schrecklichen Träume weisen auf eine Angst hin, die „böse Seite“ auszuleben. Sex wird unter Ängsten scharf abgewehrt, weil er „unkontrollierbar“ und „verrucht“ ist. (Welcher Planet in welchem Haus?)

Wie kommt es, dass diese Menschen dennoch Kinder in die Welt setzen? Das hat wohl damit zu tun, dass es im Supermarkt 20 Meter Alkohol zu kaufen gibt J

Wie interpretieren wir Kaliumsalze? Die zweite Substanz moduliert Kalium, was auch eine Verschärfung bedeuten kann, wie bei Kalium nitricum: Das <steife> Kalium trifft auf das <sexfeindliche> Nitrogenium. Die andere Variante der Deutung ist die Kompensation. Beispiel: Der Kalium-Mensch kompensiert als Kalium carbonicum seine Unsicherheit, indem er starke Familienbande knüpft. Sich mit der Familie gut zu stellen erhöht das Gefühl innerer Festigkeit.

[Auflösung der Fragen zu Kalium in Kürze --- Wer kann alle Fragen beantworten?]

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Meine Sicht auf den Jungfrau-Mond: „Huch, sind wir heute wieder empfindlich!“

Der Mond symbolisiert unser Aufnahmevermögen. In seinem Zeichen sagt er etwas aus, wie wir etwas oder jemanden aufnehmen. In der Jungfrau kann dieses Vermögen stark begrenzt sein, da es der Job der Jungfrau ist in kleinen und kleinsten Dimensionen zu denken – und einmal im Monat vielleicht auch zu fühlen. J

Das kann im Körper Folgen haben, zum Beispiel Verdauungsstörungen. Das Leben kann in seiner Überfülle, speziell wenn Designer-Nahrung zu sich genommen wird, nicht verdaut werden. Das bedeutet nicht von vornherein Allergie, oft aber eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, speziell wenn die moderne Designer-Nahrung zu sich genommen wird. Wer sich schützen will, nur natürliche Lebensmittel essen! Einfachstes Rezept: Pellkartoffeln, Kräuterquark und Butter oder noch einfacher: Reis mit Lammfleisch. Wem das zu trocken ist, Sauce selber machen, nicht fertig kaufen. Keine Lebensmittel mit „E-Kennzeichnung“, keine Geschmacksverstärker und nichts was sich nach purer Chemie anhört.



Ein Jungfrau-Mond kann im Körper folgendes anzeigen (in Klammern dahinter mögliche passende Mittel - Einnehmen auf eigene Gefahr):

Verdauungsstörungen, …       Aufstoßen (QUECKSILBERSULFID)
                                             Durchfälle (KALIUM CHLORICUM)
                                             Verstopfung mit hartem Stuhl (INDIUM)

Magen: Übelkeit und Erbrechen  (ANTIMONIUM TARTARICUM)

Übelkeit vom Geruch von Speisen (IRIDIUM)

Nahrungsmittelunverträglichkeiten (CALCIUM PHOSPHORICUM)



Einige Beispiele für Jungfrau-Mond auf der Geistebene:

Abneigung gegen Störungen (CADMIUM SULPHURICUM)

Ängste und Sorgen (KALIUM IODATUM)

Angst durch Erwartungsspannung (CHROMIUM SULPHURICUM)

Überkritisch (BROM)

Plant alles im voraus (KALIUM SULPHURICUM)



Der Jungfrau-Mond kann ein Hasenfuß sein, dem wir ständig gut zureden müssen, weil er nach dem Anschauen eines Gesundheitsreports meint, er hätte „diese Krankheit ganz bestimmt auch.“ (Früher nannte man diese Patienten Hypochonder).


Der ehemalige Weltklasse-Bergsteiger Reinhold Messner wurde auch unter einem Jungfrau-Mond geboren. Mit so viel Schiss und Sorgen wie oben beschrieben wäre er allerdings nie auf einem 8000er-Gipfel angekommen. Ein Jungfrau-Mond alleine sagt also gar nichts aus. Es kommt – wie immer – auf das Beratungsgespräch mit dem Klienten an, der unter diesem Mond geboren wurde.