Freitag, 27. Dezember 2013

Homöopathische Alkalimetalle



Die Alkalimetalle sind allesamt Substanzen aus Stadium 1 des Periodensystems der Elemente: Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Caesium, sowie Francium. Was haben sie homöopathisch gemeinsam? Sie haben das Schild um den Hals: Ich lerne noch.


Lithium

Stadium 1 bedeutet hier, dass wir noch Eierschalen hinter den Ohren sehen. Lithium symbolisiert das Baby, aber die Arznei ist auch geeignet für das Baby im Jugendlichen oder Erwachsenen, das wir ja ein Leben lang in uns weiter tragen. Alkalimetalle sind weiche Metalle. Das übertragen wir auf die Lithium-Psyche: Sie ist beeinflussbar auf Grund einer Willensschwäche. Ein fester, aber keinesfalls starrer Wille will noch erarbeitet werden.

Natrium

Der Natrium-Typ ist egozentrisch und er erkennt erst nach und nach, dass es noch weitere einsame Menschen gibt. Seine Klage, <reden ist eh umsonst, weil mich ja doch keiner versteht> ist nicht nur kindlich bockig, sondern gibt auch der Umgebung einseitig die Schuld an seinen Verständigungsproblemen. Er verfällt dieser Schuldzuweisung nicht nur weil es bequem ist, sondern weil er überhaupt noch keinen Abstand zu sich selbst hat. Zuhören, verstehen und konstruktiv diskutieren muss trainiert werden. Im Stadium 1 haben wir noch einen verschwommenen Begriff vom Du. Wir sind von Partnerdienlichkeit etwa so weit entfernt wie die Erde vom Andromedanebel.

Kalium

Alkalimetalle sind mit dem Messer schneidbar. Das übertragen wir auf Kalium: Stadium 1 deute ich so, dass Mensch und Substanz erst aushärten, das heißt reifen müssen. Kalium-Typen sind kompensatorisch starr, weil sie damit ihre Orientierungslosigkeit vertuschen. Orientierungslos sind sie, weil sie noch gar nicht wissen wofür sie stehen und wozu sie leben. Wie soll das auch möglich sein im Stadium 1? Neben ihrer Starre fällt eine Anpassung an das Mehrheitsverhalten innerhalb der Gesellschaft auf. Ein typischer Kalium wird niemals eine Außenseitermeinung vertreten, weil er sich damit lächerlich machen könnte. Nach und nach wird er den Mut entwickeln eigene Standpunkte einzunehmen und Kritik auszuhalten.


Rubidium

Mit diesem Metall beginnt die Silberserie. Alkalimetalle sind Leichtmetalle. Das übertragen wir auf die Psyche von Rubidium: Im Stadium 1 sehe ich viele Momente des astrologischen Widders, ... mit seiner unbekümmerten und naiven Frische, die so typisch ist für Rubidium. Bruder Leichtfuß lässt sich als neuer Picasso feiern, aber er hat überhaupt keine Ahnung was eine Grundierung ist. Seinem Hofstaat und seinen Fans ist das egal. Sie erliegen seiner wortgewandten Frechheit. {Alle kursiv gestellten Schlüsselbegriffe für Rubidium sind von meinem Lehrer Jan Scholten.}

Caesium

Auch dieses Metall findet eine schöne Entsprechung in Widder. Caesium-Persönlichkeiten sind Pioniere und Draufgänger. Das Nachdenken setzt oft erst ein, wenn sie sich eine blutige Nase geholt haben. Die Goldserie erkennen wir daran: Er oder sie will das eigene Vorpreschen zum Wohl der Gesellschaft einsetzen.

Francium

Dieses Metall stammt aus der Uranium-Serie. Leider habe ich darüber noch keine Info. 

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Donnerstag, 19. Dezember 2013

Spinnenmittel



Die homöopathischen Spinnenmittel werden angeführt von Tarentula hispanica. Durch welche Schlüsselbegriffe fällt diese Mittelgruppe auf?


Autismus

Das Spinnennetz hängt in der Luft - Symbol für ein ungutes Gefühl. Ziehen wir zwei Rubrikeneinträge hinzu um das deutlich zu machen: <Glaubt zu fliegen> (lat-h), sowie <Gefühl von Verlorenheit> (aran). Ich bezeichne diese Art von Verlorenheit auch als <Gefühl auf dem falschen Planeten abgeworfen worden zu sein>. Diese Menschen beobachten aus dem Augenwinkel ihre Umgebung, aber das Problem ist, dass sie ihr nicht angehören. Sie sind als Autisten oder Menschen mit starker autistischer Neigung außen vor. Eine geschickte homöopathische Spinnenpersönlichkeit wird diesen Mangel an Teilhabe jedoch kompensieren können. Sie wird "normale" Verhaltensweisen scharf beobachten und dann auf ihre Innere Festplatte laden. Im Bedarfsfall kann sie das kopierte fremde Verhalten abspulen und so "normal" erscheinen.

Empfindsamkeit

Die Spinnenpersönlichkeit ist vegetativ erregbar, was man als Arzt zu Hahnemanns Zeiten <Neurasthenie> nannte. Daraus entsteht unter anderem eine <Geräuschempfindlichkeit> (aran-ix; tegen-a; ther) mit einem Wunsch nach Häuslichkeit. Damit man sie auch zu Hause lässt, entwickelt sie Schwindel oder Tinnitus (lat-h). Wird sie von zu vielen Eindrücken überwältigt, dann schnellt der Puls hoch - Tachykardie (aran-ix).

Energievampire

Die Spinne in der Natur saugt ihre Beute aus. Das Aussaugen bedeutet psychologisch: Spinnen-Personen nehmen ihre Lieben energetisch aus, benutzen sie für eigene manipulative Ziele (lat-m). Feste Nahrung ist unter homöopathischen Spinnen nicht beliebt. Sie bevorzugen Smoothies und Suppen. Fleisch, Fleischlichkeit und Sinnlichkeit sind ein großer Schatten. Beim Anblick einer Schwangeren fällt Spinnenfrauen folglich das Blut aus dem Gesicht. Spinnenmittel können deshalb bei nervöser Magersucht angezeigt sein, welche die Angst Mutter zu werden zum Inhalt hat.

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Berührung

Das Sinnliche liegt Spinnen-Menschen überhaupt nicht. Fleischeslust ist ihnen gar ungeheuerlich. Bei Berührungen müssten sie ihre Kontrolle aufgeben. Unmittelbar neben einem Menschen zu stehen kann sie sehr erregen, aber sie fürchten sich vor Vereinnahmung. {Sehr amüsant zu sehen, wie sehr das eine Projektion ist!} Zur Abschreckung möglicher interessierter Partner entwickeln sie <Warzen> (loxo-r).

Rastlosigkeit

Auffällig ist eine große Lebendigkeit, kombiniert mit einer Erschöpfbarkeit. Sie sind <neugierig> (aran-ix), <wandlungsfähig> (lamp-c) oder gar <gerissen> (tarent). Die Spinnenpersönlichkeit Portia fimbriata ist eine verdammt gute Händlerin. Sie verkauft sogar dem Papst ein Doppelbett. Die Leitarznei Tarentula hispanica ist bekannt für große Unruhe, die sie tanzend entlädt. Andere Spinnenpersonen <wollen alles sofort haben> (lamp-c), sind <rastlos> (aran-ix) oder <exzentrisch> (loxo-r).

Die abgekürzten Arzneien heißen ausgeschrieben: Aranea diadema; Aranea ixobola; Lampona cylindrata; Latrodectus hasseltii; Latrodectus mactans; Loxosceles reclusa; Portia fimbriata; Tarentula hispanica; Tegenaria atrica; Theridion curassavicum

Dienstag, 17. Dezember 2013

Pilzmittel



Die homöopathischen Pilzmittel werden angeführt von Agaricus, dem Fliegenpilz. Was sind die Gemeinsamkeiten der gesamten Mittelgruppe?


Alles ist gigantisch
Hoch hinaus wollen sie, sind aber in ihrem Leichtsinn lausig vorbereitet (agar). Verspeisen enorme Mengen, fahren einen großen Wagen und blähen heiße Luft (bov). Träumen von gigantischen Verwüstungen (sol-t-ae). Bei Pilzen, die zugleich Drogen sind gibt es Allmachtsfantasien (agar) oder Vorstellungen, an verschiedenen Orten gleichzeitig zu sein (psil).

Neugier und Expansion
Pilze kommen überall hin, auch an Füße. Pilz-Persönlichkeiten sind neugierig (clad-r), verschaukeln andere und lachen dreckig (agar). Ihre Quirligkeit reicht von Frohsinn (ust) über Spott (sec) bis zu Gerissenheit (agar). Es sind Sanguiniker. Wir finden ihre Reizbarkeit als Zorn (agar), beißende Raserei (sec) und Lust am Zerstören (sol-t-ae). Das alles somatisiert als Nasenbluten {eher beim Mann} oder als Regelstörung {eher bei der Frau}.


Geistige Zerstreutheit
Es gibt auch den Gegenpol zur Aufgewecktheit: Die Schrift scheint zu verschwimmen (agar); der Patient spricht undeutlich (sec) oder das Gehirn fühlt sich an wie losgelöst (cand-a). Wichtig ist das …

Fehlen sozialer Kompetenz
Die negative Seite der Expansion ist Distanzlosigkeit. Sie rücken anderen gedankenlos auf die Pelle, weil sie nicht wissen, was man tun darf und was lieber nicht. Sie sind penetrant. Es ist erstaunlich, woher sie die Kraft nehmen, denn …

Mehr über die Pilze steht hier >>>

Sie sind gar nicht richtig hier
Jan Scholten sagt, sie sind schwach inkarniert. Wir erkennen das in den Rubriken: <Gefühl zu schweben> (cand-a; psil; stict), <seekrank> (sec), <fühlt sich fragmentiert> (clad-r), sowie <schusselig> (agar). Körperlich entspricht der schwache Griff nach dem Leben einer Anfälligkeit für Schnupfen (psil; stict). Das Simile kann helfen, die Erkältungsneigung zu begrenzen.

Die abgekürzten Arzneien heißen ausgeschrieben: Agaricus; Bovist; Candida albicans; Cladonia rangiferina; Psilocybe, Secale, Sticta pulmonaria; Solanum tuberosum aegrotans; Ustilago maydis

Samstag, 14. Dezember 2013

Schlangenmittel



Die homöopathischen Schlangenmittel werden angeführt vom Buschmeister Lachesis. In diesem Artikel geht es um Gemeinsamkeiten dieser Mittelgruppe.


Verführung

Das Ziel der Verführung ist den Partner in den Bann zu ziehen und von Konkurrenten abzutrennen (cench; elaps; lach). Die Eifersucht hat zwei Aspekte. Geht der Partner, dann verschwindet der Besitz. Außerdem wird der Narzissmus verletzt: „Wie kann er mir toller Frau / großartigem Mann das antun?“ In der Kommunikation spüren diese Schlangen-Persönlichkeiten das Unterschwellige und sie arbeiten mit ihrem Unterkörper – auch in reiner Form als Yoga (naja).

Verfolgung

Das Männerbild kann dunkel sein. Der Mann wird als Einbrecher wahrgenommen (lach). Es gibt Träume, von Männern verfolgt zu werden (cench). Der Glaube, sich nicht wehren zu können, imponiert als Kloß im Hals (crot-c).

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Geschwätzigkeit

Haben diese Menschen Angst vor ihrer Begierde, so unterdrücken sie ihren Trieb. Dieser kommt dann als Geschwätzigkeit (crot-c; lach) wieder zum Vorschein. Damit einher geht eine verstärkte Fantasie. Es hängt dann vom Niveau ab was dabei heraus kommt: Von großartigem Geschichtenerzählen bis hinunter zur Verleumdung von Mitmenschen.

Schwierigkeiten mit natürlicher Aggression

Sie geraten leicht in Zorn (crot-h), sind extrem angriffslustig (dendr-pol) oder scheinbar ohne Aggression (cench; naja) - drei Belege, dass sie kein natürliches Verhältnis zur Wut haben. Sie verlegen ihre Aggression gewissermaßen in die Schleimhäute, als Heuschnupfen (naja) oder obstruktiven Katarrh (cench).

Dualismus

Beginnen wir mit einem Vergleich aus dem Pflanzenreich: Der Thuja-Mensch erscheint harmlos, bis sich heraus stellt, dass er ein geheimes Zweitleben führt. Das kann auch beim Viper-Menschen so sein. Darüber hinaus empfinden Schlangen eine Zweiteilung, wie in folgender Rubrik: <Glaubt, ihr Körper sei nur zur Hälfte lebendig> (crot-h). Sie sind im Widerstreit mit sich selbst, könnten problemlos mit sich selbst diskutieren. In ihnen wohnen zwei grundverschiedene Charaktere, wie in folgendem Beispiel: Die betroffene Dame ist überkontrolliert, auch in ihrer viktorianischen Verklemmtheit. Daher wirkt sie oft künstlich. Unter Einfluss von Alkohol aber wird sie distanzlos und verliert jegliche Kontrolle (lach).

Die abgekürzten Arzneien heißen ausgeschrieben: Cenchris contortrix; Crotalus cascavella; Crotalus horridus; Dendroaspis polylepis; Elaps corallinus; Naja tripudians

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Meeresmittel



Die homöopathischen Meeresmittel werden angeführt vom überragenden Mittel Calcium carbonicum. Schon kurz dahinter Natrium muriaticum und Sepia. In diesem Artikel geht es um fünf Gemeinsamkeiten der gesamten Mittelgruppe mit ihrer Psychosomatik.


Schutz und Sicherheit

Diese Menschen neigen dazu, aus schlechten Erfahrungen den Schluss zu ziehen, dass sie sich in ihr Inneres Schneckenhaus zurückziehen (nat-m; spong). Sie haben ein großes Schutzbedürfnis, das durch Familie und Freunde gewährleistet wird (calc). Die Familie ist ein großes Thema, auch weil die Lieben zur Belastung werden können (sep). Es gibt eine Neigung zur Fettleibigkeit. Zwei Gründe: Je besser bestimmte Meerestypen gepolstert sind, umso besser fühlen sie sich geschützt (astac; calc). Der zweite Grund liegt in ihrem …

schwachen Inkarniertsein.

Das erkennen wir an einer Art Weggetretenheit. Die Rubriken heißen <Gefühl als ob er in einem Traum sei> (ambr) und <Gefühl zu schweben> (calc). Wer schwebt will sich schwerer machen, damit er nicht vom Wind fortgetragen wird. Also futtert er. Der schwache Griff nach dem Leben spiegelt sich auch in einer Abwehrschwäche mit Kälteempfindlichkeit. Es kommt zu häufigen Erkältungen (bad; cor-r). Die Mittelgabe hilft dabei, im Hier und Jetzt stärker zu werden. Stärke? Wo ist eigentlich das archetypisch Männliche?


Die Wut ist eingeschlossen

Ärger und Wut werden einbehalten. Wo toben sie sich aus? Sie erscheinen als Nasenbluten (ambr; cor-r) oder als Gefühl eines Balls im Inneren (sep). Die Mittelgabe hilft beim Wachwerden der natürlichen Aggression. Doch auch das archetypisch Weibliche ist blockiert, in Form …

weggedrückter Gefühle.

An ihre Weichheit und ihre Verletzbarkeit wollen sie nicht heran. So erklären sich die Taubheitsgefühle von Ambra und Asterias, genauso wie der Lymphstau bei Badiaga. Diese Menschen machen sich taub für Gefühle. Es kommt zu einem Gefühlsstau, der wiederum Beschwerden nach sich zieht.

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Schwierige Beziehungen

Sepia fürchtet sich vor Annäherung. Asterias ist hin und hergerissen, ob sie jemanden wirklich an sich heran lässt, während der Spongia-Mensch auf die Partnerin angewiesen ist. Sich von anderen Menschen zu distanzieren zeigt der Körper als Husten (bad; cor-r; sep) oder Nesselausschlag (astac). Die richtige Mittelgabe macht gelassener in Beziehungen.

Die abgekürzten Arzneien heißen ausgeschrieben: Ambra, Astacus fluviatilis (Flusskrebs), Badiaga (Süßwasserschwamm), Corallium rubrum (rote Koralle), Spongia (Schwamm)