Freitag, 27. Dezember 2013

Homöopathische Alkalimetalle



Die Alkalimetalle sind allesamt Substanzen aus Stadium 1 des Periodensystems der Elemente: Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Caesium, sowie Francium. Was haben sie homöopathisch gemeinsam? Sie haben das Schild um den Hals: Ich lerne noch.


Lithium

Stadium 1 bedeutet hier, dass wir noch Eierschalen hinter den Ohren sehen. Lithium symbolisiert das Baby, aber die Arznei ist auch geeignet für das Baby im Jugendlichen oder Erwachsenen, das wir ja ein Leben lang in uns weiter tragen. Alkalimetalle sind weiche Metalle. Das übertragen wir auf die Lithium-Psyche: Sie ist beeinflussbar auf Grund einer Willensschwäche. Ein fester, aber keinesfalls starrer Wille will noch erarbeitet werden.

Natrium

Der Natrium-Typ ist egozentrisch und er erkennt erst nach und nach, dass es noch weitere einsame Menschen gibt. Seine Klage, <reden ist eh umsonst, weil mich ja doch keiner versteht> ist nicht nur kindlich bockig, sondern gibt auch der Umgebung einseitig die Schuld an seinen Verständigungsproblemen. Er verfällt dieser Schuldzuweisung nicht nur weil es bequem ist, sondern weil er überhaupt noch keinen Abstand zu sich selbst hat. Zuhören, verstehen und konstruktiv diskutieren muss trainiert werden. Im Stadium 1 haben wir noch einen verschwommenen Begriff vom Du. Wir sind von Partnerdienlichkeit etwa so weit entfernt wie die Erde vom Andromedanebel.

Kalium

Alkalimetalle sind mit dem Messer schneidbar. Das übertragen wir auf Kalium: Stadium 1 deute ich so, dass Mensch und Substanz erst aushärten, das heißt reifen müssen. Kalium-Typen sind kompensatorisch starr, weil sie damit ihre Orientierungslosigkeit vertuschen. Orientierungslos sind sie, weil sie noch gar nicht wissen wofür sie stehen und wozu sie leben. Wie soll das auch möglich sein im Stadium 1? Neben ihrer Starre fällt eine Anpassung an das Mehrheitsverhalten innerhalb der Gesellschaft auf. Ein typischer Kalium wird niemals eine Außenseitermeinung vertreten, weil er sich damit lächerlich machen könnte. Nach und nach wird er den Mut entwickeln eigene Standpunkte einzunehmen und Kritik auszuhalten.


Rubidium

Mit diesem Metall beginnt die Silberserie. Alkalimetalle sind Leichtmetalle. Das übertragen wir auf die Psyche von Rubidium: Im Stadium 1 sehe ich viele Momente des astrologischen Widders, ... mit seiner unbekümmerten und naiven Frische, die so typisch ist für Rubidium. Bruder Leichtfuß lässt sich als neuer Picasso feiern, aber er hat überhaupt keine Ahnung was eine Grundierung ist. Seinem Hofstaat und seinen Fans ist das egal. Sie erliegen seiner wortgewandten Frechheit. {Alle kursiv gestellten Schlüsselbegriffe für Rubidium sind von meinem Lehrer Jan Scholten.}

Caesium

Auch dieses Metall findet eine schöne Entsprechung in Widder. Caesium-Persönlichkeiten sind Pioniere und Draufgänger. Das Nachdenken setzt oft erst ein, wenn sie sich eine blutige Nase geholt haben. Die Goldserie erkennen wir daran: Er oder sie will das eigene Vorpreschen zum Wohl der Gesellschaft einsetzen.

Francium

Dieses Metall stammt aus der Uranium-Serie. Leider habe ich darüber noch keine Info. 

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Donnerstag, 19. Dezember 2013

Spinnenmittel



Die homöopathischen Spinnenmittel werden angeführt von Tarentula hispanica. Durch welche Schlüsselbegriffe fällt diese Mittelgruppe auf?


Autismus

Das Spinnennetz hängt in der Luft - Symbol für ein ungutes Gefühl. Ziehen wir zwei Rubrikeneinträge hinzu um das deutlich zu machen: <Glaubt zu fliegen> (lat-h), sowie <Gefühl von Verlorenheit> (aran). Ich bezeichne diese Art von Verlorenheit auch als <Gefühl auf dem falschen Planeten abgeworfen worden zu sein>. Diese Menschen beobachten aus dem Augenwinkel ihre Umgebung, aber das Problem ist, dass sie ihr nicht angehören. Sie sind als Autisten oder Menschen mit starker autistischer Neigung außen vor. Eine geschickte homöopathische Spinnenpersönlichkeit wird diesen Mangel an Teilhabe jedoch kompensieren können. Sie wird "normale" Verhaltensweisen scharf beobachten und dann auf ihre Innere Festplatte laden. Im Bedarfsfall kann sie das kopierte fremde Verhalten abspulen und so "normal" erscheinen.

Empfindsamkeit

Die Spinnenpersönlichkeit ist vegetativ erregbar, was man als Arzt zu Hahnemanns Zeiten <Neurasthenie> nannte. Daraus entsteht unter anderem eine <Geräuschempfindlichkeit> (aran-ix; tegen-a; ther) mit einem Wunsch nach Häuslichkeit. Damit man sie auch zu Hause lässt, entwickelt sie Schwindel oder Tinnitus (lat-h). Wird sie von zu vielen Eindrücken überwältigt, dann schnellt der Puls hoch - Tachykardie (aran-ix).

Energievampire

Die Spinne in der Natur saugt ihre Beute aus. Das Aussaugen bedeutet psychologisch: Spinnen-Personen nehmen ihre Lieben energetisch aus, benutzen sie für eigene manipulative Ziele (lat-m). Feste Nahrung ist unter homöopathischen Spinnen nicht beliebt. Sie bevorzugen Smoothies und Suppen. Fleisch, Fleischlichkeit und Sinnlichkeit sind ein großer Schatten. Beim Anblick einer Schwangeren fällt Spinnenfrauen folglich das Blut aus dem Gesicht. Spinnenmittel können deshalb bei nervöser Magersucht angezeigt sein, welche die Angst Mutter zu werden zum Inhalt hat.

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Berührung

Das Sinnliche liegt Spinnen-Menschen überhaupt nicht. Fleischeslust ist ihnen gar ungeheuerlich. Bei Berührungen müssten sie ihre Kontrolle aufgeben. Unmittelbar neben einem Menschen zu stehen kann sie sehr erregen, aber sie fürchten sich vor Vereinnahmung. {Sehr amüsant zu sehen, wie sehr das eine Projektion ist!} Zur Abschreckung möglicher interessierter Partner entwickeln sie <Warzen> (loxo-r).

Rastlosigkeit

Auffällig ist eine große Lebendigkeit, kombiniert mit einer Erschöpfbarkeit. Sie sind <neugierig> (aran-ix), <wandlungsfähig> (lamp-c) oder gar <gerissen> (tarent). Die Spinnenpersönlichkeit Portia fimbriata ist eine verdammt gute Händlerin. Sie verkauft sogar dem Papst ein Doppelbett. Die Leitarznei Tarentula hispanica ist bekannt für große Unruhe, die sie tanzend entlädt. Andere Spinnenpersonen <wollen alles sofort haben> (lamp-c), sind <rastlos> (aran-ix) oder <exzentrisch> (loxo-r).

Die abgekürzten Arzneien heißen ausgeschrieben: Aranea diadema; Aranea ixobola; Lampona cylindrata; Latrodectus hasseltii; Latrodectus mactans; Loxosceles reclusa; Portia fimbriata; Tarentula hispanica; Tegenaria atrica; Theridion curassavicum

Dienstag, 17. Dezember 2013

Pilzmittel



Die homöopathischen Pilzmittel werden angeführt von Agaricus, dem Fliegenpilz. Was sind die Gemeinsamkeiten der gesamten Mittelgruppe?


Alles ist gigantisch
Hoch hinaus wollen sie, sind aber in ihrem Leichtsinn lausig vorbereitet (agar). Verspeisen enorme Mengen, fahren einen großen Wagen und blähen heiße Luft (bov). Träumen von gigantischen Verwüstungen (sol-t-ae). Bei Pilzen, die zugleich Drogen sind gibt es Allmachtsfantasien (agar) oder Vorstellungen, an verschiedenen Orten gleichzeitig zu sein (psil).

Neugier und Expansion
Pilze kommen überall hin, auch an Füße. Pilz-Persönlichkeiten sind neugierig (clad-r), verschaukeln andere und lachen dreckig (agar). Ihre Quirligkeit reicht von Frohsinn (ust) über Spott (sec) bis zu Gerissenheit (agar). Es sind Sanguiniker. Wir finden ihre Reizbarkeit als Zorn (agar), beißende Raserei (sec) und Lust am Zerstören (sol-t-ae). Das alles somatisiert als Nasenbluten {eher beim Mann} oder als Regelstörung {eher bei der Frau}.


Geistige Zerstreutheit
Es gibt auch den Gegenpol zur Aufgewecktheit: Die Schrift scheint zu verschwimmen (agar); der Patient spricht undeutlich (sec) oder das Gehirn fühlt sich an wie losgelöst (cand-a). Wichtig ist das …

Fehlen sozialer Kompetenz
Die negative Seite der Expansion ist Distanzlosigkeit. Sie rücken anderen gedankenlos auf die Pelle, weil sie nicht wissen, was man tun darf und was lieber nicht. Sie sind penetrant. Es ist erstaunlich, woher sie die Kraft nehmen, denn …

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Sie sind gar nicht richtig hier
Jan Scholten sagt, sie sind schwach inkarniert. Wir erkennen das in den Rubriken: <Gefühl zu schweben> (cand-a; psil; stict), <seekrank> (sec), <fühlt sich fragmentiert> (clad-r), sowie <schusselig> (agar). Körperlich entspricht der schwache Griff nach dem Leben einer Anfälligkeit für Schnupfen (psil; stict). Das Simile kann helfen, die Erkältungsneigung zu begrenzen.

Die abgekürzten Arzneien heißen ausgeschrieben: Agaricus; Bovist; Candida albicans; Cladonia rangiferina; Psilocybe, Secale, Sticta pulmonaria; Solanum tuberosum aegrotans; Ustilago maydis

Samstag, 14. Dezember 2013

Schlangenmittel



Die homöopathischen Schlangenmittel werden angeführt vom Buschmeister Lachesis. In diesem Artikel geht es um Gemeinsamkeiten dieser Mittelgruppe.


Verführung

Das Ziel der Verführung ist den Partner in den Bann zu ziehen und von Konkurrenten abzutrennen (cench; elaps; lach). Die Eifersucht hat zwei Aspekte. Geht der Partner, dann verschwindet der Besitz. Außerdem wird der Narzissmus verletzt: „Wie kann er mir toller Frau / großartigem Mann das antun?“ In der Kommunikation spüren diese Schlangen-Persönlichkeiten das Unterschwellige und sie arbeiten mit ihrem Unterkörper – auch in reiner Form als Yoga (naja).

Verfolgung

Das Männerbild kann dunkel sein. Der Mann wird als Einbrecher wahrgenommen (lach). Es gibt Träume, von Männern verfolgt zu werden (cench). Der Glaube, sich nicht wehren zu können, imponiert als Kloß im Hals (crot-c).

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Geschwätzigkeit

Haben diese Menschen Angst vor ihrer Begierde, so unterdrücken sie ihren Trieb. Dieser kommt dann als Geschwätzigkeit (crot-c; lach) wieder zum Vorschein. Damit einher geht eine verstärkte Fantasie. Es hängt dann vom Niveau ab was dabei heraus kommt: Von großartigem Geschichtenerzählen bis hinunter zur Verleumdung von Mitmenschen.

Schwierigkeiten mit natürlicher Aggression

Sie geraten leicht in Zorn (crot-h), sind extrem angriffslustig (dendr-pol) oder scheinbar ohne Aggression (cench; naja) - drei Belege, dass sie kein natürliches Verhältnis zur Wut haben. Sie verlegen ihre Aggression gewissermaßen in die Schleimhäute, als Heuschnupfen (naja) oder obstruktiven Katarrh (cench).

Dualismus

Beginnen wir mit einem Vergleich aus dem Pflanzenreich: Der Thuja-Mensch erscheint harmlos, bis sich heraus stellt, dass er ein geheimes Zweitleben führt. Das kann auch beim Viper-Menschen so sein. Darüber hinaus empfinden Schlangen eine Zweiteilung, wie in folgender Rubrik: <Glaubt, ihr Körper sei nur zur Hälfte lebendig> (crot-h). Sie sind im Widerstreit mit sich selbst, könnten problemlos mit sich selbst diskutieren. In ihnen wohnen zwei grundverschiedene Charaktere, wie in folgendem Beispiel: Die betroffene Dame ist überkontrolliert, auch in ihrer viktorianischen Verklemmtheit. Daher wirkt sie oft künstlich. Unter Einfluss von Alkohol aber wird sie distanzlos und verliert jegliche Kontrolle (lach).

Die abgekürzten Arzneien heißen ausgeschrieben: Cenchris contortrix; Crotalus cascavella; Crotalus horridus; Dendroaspis polylepis; Elaps corallinus; Naja tripudians

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Meeresmittel



Die homöopathischen Meeresmittel werden angeführt vom überragenden Mittel Calcium carbonicum. Schon kurz dahinter Natrium muriaticum und Sepia. In diesem Artikel geht es um fünf Gemeinsamkeiten der gesamten Mittelgruppe mit ihrer Psychosomatik.


Schutz und Sicherheit

Diese Menschen neigen dazu, aus schlechten Erfahrungen den Schluss zu ziehen, dass sie sich in ihr Inneres Schneckenhaus zurückziehen (nat-m; spong). Sie haben ein großes Schutzbedürfnis, das durch Familie und Freunde gewährleistet wird (calc). Die Familie ist ein großes Thema, auch weil die Lieben zur Belastung werden können (sep). Es gibt eine Neigung zur Fettleibigkeit. Zwei Gründe: Je besser bestimmte Meerestypen gepolstert sind, umso besser fühlen sie sich geschützt (astac; calc). Der zweite Grund liegt in ihrem …

schwachen Inkarniertsein.

Das erkennen wir an einer Art Weggetretenheit. Die Rubriken heißen <Gefühl als ob er in einem Traum sei> (ambr) und <Gefühl zu schweben> (calc). Wer schwebt will sich schwerer machen, damit er nicht vom Wind fortgetragen wird. Also futtert er. Der schwache Griff nach dem Leben spiegelt sich auch in einer Abwehrschwäche mit Kälteempfindlichkeit. Es kommt zu häufigen Erkältungen (bad; cor-r). Die Mittelgabe hilft dabei, im Hier und Jetzt stärker zu werden. Stärke? Wo ist eigentlich das archetypisch Männliche?


Die Wut ist eingeschlossen

Ärger und Wut werden einbehalten. Wo toben sie sich aus? Sie erscheinen als Nasenbluten (ambr; cor-r) oder als Gefühl eines Balls im Inneren (sep). Die Mittelgabe hilft beim Wachwerden der natürlichen Aggression. Doch auch das archetypisch Weibliche ist blockiert, in Form …

weggedrückter Gefühle.

An ihre Weichheit und ihre Verletzbarkeit wollen sie nicht heran. So erklären sich die Taubheitsgefühle von Ambra und Asterias, genauso wie der Lymphstau bei Badiaga. Diese Menschen machen sich taub für Gefühle. Es kommt zu einem Gefühlsstau, der wiederum Beschwerden nach sich zieht.

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Schwierige Beziehungen

Sepia fürchtet sich vor Annäherung. Asterias ist hin und hergerissen, ob sie jemanden wirklich an sich heran lässt, während der Spongia-Mensch auf die Partnerin angewiesen ist. Sich von anderen Menschen zu distanzieren zeigt der Körper als Husten (bad; cor-r; sep) oder Nesselausschlag (astac). Die richtige Mittelgabe macht gelassener in Beziehungen.

Die abgekürzten Arzneien heißen ausgeschrieben: Ambra, Astacus fluviatilis (Flusskrebs), Badiaga (Süßwasserschwamm), Corallium rubrum (rote Koralle), Spongia (Schwamm)

Freitag, 14. Juni 2013

Lac loxodonta



Die Milch der Elefantenkuh (Lac loxodonta) ist neu. Das Mittel hat große Ähnlichkeit mit der Stutenmilch und es ist faszinierend zu sehen, dass beide Tiere göttlichen (Ganeesha) oder mystischen (Pegasus) Hintergrund haben. Dazu steuert auch ihre beeindruckende physische Größe bei. In Lac loxodonta ist es pathologisch die Adipositas (krankhafte Fettsucht) im Menschen.

<< Elefantenmilch-Patienten sind sehr sozial und möchten allen helfen. Die Missstände in der Welt sind ihnen ein Gräuel und gerade Menschen, die von Gemeinschaften ausgeschlossen werden, erregen ihr Mitleid. Denn das ist eine ihrer größten Befürchtungen: Dass sie selbst vielleicht nicht mehr Teil einer Gruppe oder der Familie sein könnten.
Ein Bruch mit einem Familienmitglied kann Ursache oder Teil dieses Krankheitsbildes sein. Sie haben eine enorme Energie, die sie meist für andere aufwenden – für sie selbst bleibt oft nichts übrig. Gegen Gefühle haben sie keine Abwehr, alles geht sofort "hinein". >>

Andra Dattler, Homöopathie-Fachfrau bei www.experto.de in ihrem Adipositas-Artikel unter http://www.experto.de/b2c/gesundheit/homoeopathie/homoeopathische-behandlung/homoeopathische-mittel-fuer-adipositas-im-alter.html


Eine der Indikationen für die Elefantenmilch ist <Adipositas im Alter>, also starkes Übergewicht. „Im Alter“ übersetze ich homöopathisch mit: Patient hat schon mindestens einmal dekompensiert. Was verbirgt sich hinter starker Gewichtszunahme? 

Der Elefantenmilch-Patient wurde arbeitsmäßig missbraucht, so dass ihm gar nichts anderes übrig blieb, als stark an Gewicht zuzunehmen. Sonst wäre es ihm passiert wie Robert im Märchen, der so leicht war, dass er vom Sturm fortgetragen wurde.

Zur Astrologie: Allen Lebewesen helfen zu wollen und empfangsbereit für Mitleid zu sein, das entspricht Sonne und Mond in Haus 12 / Die eigene Energie für andere aufzuwenden und für einen selbst bleibt nichts übrig, das ist Mars in 12 / Die Hilflosigkeit eines Außenseiters wahrzunehmen und ihm helfen zu wollen, spricht für Mond in 1 und Neptun in 1, aber auch für einen Fische-Mond / Auf die Missstände der Welt zu reagieren, das macht Uranus in Haus 12 / Von fremden Gefühlen überschwemmt zu werden ist ein bedeutendes Hochsensiblen-Merkmal und entspricht Mond Konjunktion Neptun.

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Lac equinum



Lac equinum ist die Stutenmilch. Das Pferd Clover aus dem Roman Farm der Tiere symbolisiert sehr schön den homöopathischen Charakter dieser Persönlichkeit. Seine <Verantwortung nimmt er außergewöhnlich ernst> und er <würde nie lügen>. Astrologen erkennen unschwer das Zeichen Steinbock.
 

Im Koran gibt es eine Sure, die besagt: „Wenn Du etwas tust, dann mache es ernsthaft oder lass es sein!“ Diese Arbeitsauffassung ist für Lac equium-Menschen selbstverständlich. Sie machen ihre Arbeit nicht nur bis zu Ende, sondern ackern sie auch durch, wenn es keinen Spaß macht. Sie <arbeiten unermüdlich>, das heißt sie arbeiten auch dann, wenn längst eine Pause fällig wäre. Ihre <Arbeitskraft wird einer herausragenden Persönlichkeit oder einer Organisation zur Verfügung gestellt>, <hundertprozentig loyal>. Diese Menschen haben fast kein Privatleben mehr und da wird es gefährlich. Das <Ego mit seinen Wünschen nach Wichtigkeit und Wertschätzung wird fast völlig vernachlässigt>. Nach der Transaktionsanalyse liegt eine Trübung des Ich durch das Über-Ich vor. Das kennen wir schon von den Kaliums. Ein Ich, das noch nicht weiß, wofür es steht, versucht alles um sich zu stabilisieren und daher passt es sich an das Vorgegebene an.

Diese gesamte Lebenshaltung öffnet dem Missbrauch Tür und Tor. Auch wenn der Arbeitgeber Überstunden bezahlen mag, so setzt er voraus, dass Herr Equinum und Frau Stutenmilch auch am Wochenende noch per Händi für Sonderaufgaben bereit sind, schnell einmal 100 km zu fahren. Was ist der tiefere Grund für dieses Opfer? Milchmittel-Personen haben <kein Selbstwertgefühl>. Doch das alles geht am Körper nicht spurlos vorüber. Der Patient, auf dessen höchst loyalen Schultern sehr viel Verantwortung lastet, klagt über Obstipation, Rückenschmerzen und Schlaflosigkeit. Das letztere Symptom erklärt sich aus der Rubrik <Angst, wenn eine Zeit festgesetzt ist>. Das ist eine Unter-Rubrik von <Angst durch Erwartungsspannung>.

Der Missbauch leuchtet auch durch in folgendem Zitat:


Freundschaft bedeutet diesen Menschen so viel, dass sie für ihre Freunde alles tun würden. Sie werden ihnen alles geben, ohne auch nur im Geringsten an sich selbst zu denken.

Farokh Master: Milchmittel in der Homöopathie, S. 90

Donnerstag, 13. Juni 2013

Lac humanum



Lac humanum ist die Muttermilch. Da die Patienten ein enormes Verlangen nach stärkehaltiger Nahrung haben, sollte es immer von Saccharum album (Industriezucker) abgegrenzt werden.


Niemand kommt in die Praxis und sagt: “Ich möchte, dass Sie mich auf die Folgen meines Missbrauchs hin behandeln!” Das Thema ist viel zu heikel, um so offen und klar besprochen zu werden. Scham spielt auch eine Rolle. Erfahrene Homöopathen wissen aber, dass Missbrauchsopfer sehr aggressiv sind, offen oder verdeckt. Farokh Master listet Lac felinum, -rhesus, -caprinum und –humanum auf. Astrologen finden häuslichen Missbrauch als Mars in Haus 4. Das bedeutet, seine Wut zu verkapseln. Sobald Vertrauen zum Homöopathen vorhanden ist, wird der Missbrauch natürlich auch zum Thema. Die Wut ist das Ergebnis eines Ohnmachtsgefühls aus der Kindheit, als ein Freund oder Familienmitglied zum Täter wurde. Wir finden sie körperlich in vielfältiger und scheinbar harmloser Form wieder: Erbrechen, Flatulenz, Konjunktivitis, Kopfschmerzen, Schnupfen und Sodbrennen – alles Indikationen für die Muttermilch.

Was hat der Täter eines Lac humanum-Patienten ausgenutzt? Der typische Patient kaut seine Nahrung nicht, sondern speichelt sie nuckelnd ein. Er <will immer etwas im Mund haben>, Zigarette, Kaugummi, Bonbons. Er <braucht Zucker als Liebesersatz>. Grund dieser oralen Abhängigkeit ist die zu frühe Abnabelung von der Mutter oder eine gefühllose, gedankenlose Mutter, die keine Beziehung zum Kind aufbauen konnte. Diese Art von Loslösung hat zu einem Liebesdefizit geführt. Das immer wieder auftauchende <Gefühl, verlassen und isoliert zu sein> verursacht <Essstörungen>. Wie kompensiert der Patient? Er <liebt Kinder>, auch weil er selbst geliebt werden will. Er <zeigt Wärme und Zuneigung> und beansprucht diese auch. Wenn der Lac humanum-Patient geliebt wird, ist seine emotionale Sicherheit völlig von dieser Liebe abhängig und er merkt nicht, wann aus dieser Liebe Missbrauch wird. Wichtig! Es gibt auch den emotionalen Missbrauch, wenn zum Beispiel die Mutter immer wieder heulend im Kinderzimmer auftaucht.

Der Patient ist in folgender Hinsicht überkritisch: Er <hasst es, wenn er unterbrochen wird>. Diesen Zug hat auch Lac caprinum.

Montag, 20. Mai 2013

Lac delphinum



Lac delphinum ist ein neues Milchmittel. Es sind sehr kommunikative Menschen mit großer Spielfreude und einem ausgeprägten Drang nach Freiheit, der sie aber in Konflikte bringt, weil sie sich ihrer Brut verpflichtet fühlen.



In Scherz, Spiel und Kommunikation erkennen Astrologen natürlich den Zwilling. Flipper nutzen die Erotik als Mittel der Kommunikation. Der Partner wird gern angeschnüffelt um Zuneigung und Liebe zu zeigen.

Delfin-Menschen sind Kuscheltypen: <Wenn er nicht Teil der Gruppe ist, fühlt er sich unsicher> * <anhänglich> * <versucht Aufmerksamkeit zu erwecken> * <wünscht Gesellschaft; will ständig beobachtet werden>. (Alle Rubriken nach Farokh Master: Milchmittel, Seite 75). Astrologen erkennen einen Mond in der Beziehungsachse, Haus 1 oder 7. Das Bedürfnis nach Beobachtung zeigt eine sehr starke Familienorientierung an – für Astrologen: Tierkreiszeichen Krebs. Gelingt es nicht, die Aufmerksamkeit zu erwecken, dann fühlt er sich verloren, er bekommt Sodbrennen. Lac-delphinums kümmern sich auch gern überpersönlich. Im Gesundheitssektor arbeiten viele, denn sie sind <hingezogen zu Kranken und Hilfsbedürftigen>. Leider saugen kranke Menschen oft auch. Dagegen wehrt sich der menschliche Delfin mit Freiheitsausbrüchen. Er zieht dann um die Häuser. Das Losreißen erinnert an <Gleichgültigkeit gegenüber Pflichten> mit Sepia und Sulphur. Das tut er nicht ohne Schuldgefühl, siehe Rubrik <Wachsamkeit, um seine Jungen vor Gefahren zu schützen>.

Delfin-Typen wollen in jubilierender Freude leben. Ähnlich wie die glamourhaften Phosphor-Typen. In ihrer Spritzigkeit erscheinen sie unsinkbar, doch Verletzungen hinterlassen etwas. Werden sie von menschlichen Ätzmolchen beleidigt, dann schwimmen sie einfach weg und scherzen immer noch. Und die Wunde? Wird das auf Dauer so gemacht, dann entsteht ein unterirdischer See tiefer Trauer. Delfin-Menschen wollen davon aber nichts wissen, sie wollen weiter heiter sein. Durch den Schmerz zu gehen und den Molch angehen? Das Mittel hilft, sich zu stellen. Die Wunde zeigt sich im Körper als stillgelegte, doch gärende Aggression, als <Sinusitis mit starker Rezidivneigung>. Die psychologische Gemeinsamkeit von Lac-del und Sinusitis ist eine Aggression, der ausgewichen und die im Inneren verkapselt wird – siehe unterirdischer See. Was lange gärt wird unter der Mittelgabe endlich Wut. Die Würde wird wiederhergestellt. Eine weitere Indikation ist die <Stomatitis aphthosa>: Entzündete Schleimhäute in einer Höhle - gleiches Bild nur anderer Ort!

Bei der Sinusitis frontalis (Stirnhöhlenentzündung) ist der Ätzmolch oft der eigene Vater. Mehr dazu in >>





Samstag, 6. April 2013

Lac asinum



Lac asinum ist die Eselsmilch. Im Repertorium SYNTHESIS habe ich sie nicht gefunden, dennoch ein sehr interessantes Mittel.

Farokh J. Master: Milchmittel in der Homöopathie 3. erweitere Auflage



Es sind treue und treusorgende Menschen, die sich ein starkes Kind-Ich bewahrt haben, ohne dass es Über-Ich oder Erwachsenen-Ich trüben würde. <Hilfsbereitschaft> zeichnet diese Menschen aus. Sie erkennen, wenn sie sich um andere kümmern müssen. Leider werden sie dabei auch <ausgenutzt> oder <verlacht>, auch deshalb weil andere Menschen der Meinung sind, Treue habe etwas Altmodisches oder Dämliches an sich. Das Thema der <Geringschätzung> kennen wir schon als milchtypisch von Hunde-, Pferde- und Löwenmilch.

Die <Sturheit> ist eine Folge großer Verunsicherung in dem Sinne als die Person nicht weitergehen will, weil sie unter sich keinen festen Halt erkennt. Ihre störrische Art ist die Folge akuter Panik. Es ist ihr deshalb keine Hilfe, wenn an ihr gezerrt oder wenn sie geschubst wird. Sie braucht jemanden, der vor ihr geht und ihr zeigt, dass der Urgrund, der zu gehende Weg sicher ist – für Astrologen: Neptun in Haus 4. Steht Neptun dort, dann fällt Pluto meist in 2. Das lässt sich so übersetzen: Der störrische Esel fixiert sich auf die Breitbeinigkeit seines Körpers, um nicht zu stürzen. Eselsmilch kann in Situationen helfen, in welchen die Patienten ungewohnten Boden betreten müssen.

Die Eigenschaften <hilfsbereit>, <bescheiden> und <arbeitsam> ordnen Astrologen dem Steinbock zu. Tatsächlich besteht eine Affinität zum Kniegelenk, das wir Astromediziner traditionell zum Steinbock rechnen. Dazu passt <unterdrückte Wut>:

Die Patientin glaubte, wegen ihrer ungeheuren Arbeitsleistung eigentlich eine bessere Behandlung verdient zu haben. Als sie ihr versagt wurde wäre sie am liebsten losgeplatzt, tat es aber nicht und fügte sich lieber. Dabei schoss ihr das Blut in den Kopf.

Farokh Master: Milchmittel in der Homöopathie, S. 41

Lac asinum hat ein spezielles Symptom: das <Gefühl einer Faschingsmaske auf dem Kopf>. Auch diese Angabe stammt aus Farokh Masters Buch (siehe Bild mit Link oben). 

Mein Artikel des Monats zum 'kaum fühlbaren Puls.'

Sonntag, 3. März 2013

Lac caninum



Lac caninum (Hundemilch), ist nach Thuja für mich das wichtigste anti-sykotische Mittel. Die Sykose sehe ich aus diesem Licht: Wir können uns nur dann selbst befreien wenn wir unsere eigene Dunkelheit angeschaut haben. Ich halte das für den wichtigsten Prozess innerhalb der Individuation nach C. G. Jung


Lac caninum steht unter <Verschmelzen mit der Umgebung> und <glaubt, zu schweben>. Beides zeigt ein geringes Inkarniertsein, was eine Suche (Sucht) nach Orientierung zur Folge hat. Bei Lac caninum sind es Freunde, mit denen er auf der Route 66 im Motorrad fährt und abends am Lagerfeuer aus der verbeulten Blechtasse Kaffee trinkt. Das Problem ist nur: Der kranke Hundemilch-Typ wird von seinen Freunden wie ein Fußabstreifer behandelt.

Wir sprechen von hündischer Treue. Sie bezeichnet eine Loyalität, die den eigenen Gesichtsverlust zur Folge hat. Wenn wir einem Patienten das Mittel geben, dann kann es passieren, dass er sein tyrannisches Herrchen anknurrt und beißt. Homöopathen geben ein Milchmittel nicht nur bei zu früher Ablösung von der Mutter, sondern auch zur Wiedergewinnung des eigenen Willens, der Selbstbestimmung. Zum Thema Mutter: Lac caninum findet sich in der Rubrik <Hassliebe der Mutter gegenüber.> Hinzu kommt, dass der Vater fort ist oder Alkoholiker. Für Astrologen: Sonne im Aspekt zu Neptun. Klassisch wäre Sonne in 12 Quadrat Neptun in 3, denn <er glaubt, alles was er sagt sei eine Lüge>.

<Fühlt sich nicht gut genug, unansehnlich und schmutzig.> Lac caninum fehlt es sehr an Selbstwertgefühl. Den Glauben, nichts wert und hässlich zu sein haben viele Milchmittel. Die Folge ist Aufopferung, wie auch bei Lac felinum (Katzenmilch) oder Lac equinum (Stutenmilch). Das <Gefühl, schmutzig zu sein> ist aus meiner Sicht ein "altes Problem." Ich meine damit: Der Patient hat die Selbstabwertung in dieses Leben mitgebracht. Anscheinend will er etwas wiedergutmachen und lässt sich deshalb mies behandeln. Als hätte er es verdient. Für Astrologen: Pluto in Haus 1. Was sehr gut zum Herrn der Unterwelt passt: Lac caninum ist sehr nahe an der Welt des Horrors. Wir finden die Hundemilch unter <sieht in der Dunkelheit Katzen mit riesigen Zähnen.> Außerdem glaubt er Insekten zu sehen, <fürchtet sich vor Schlangen und Spinnen>.

Ich liebe dieses Mittel, weil es uns nach Jahren eigener Geringschätzung unsere Würde als Menschen zurück geben kann.

W E R B U N G  in eigener Sache:
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Donnerstag, 31. Januar 2013

Hedera helix homöopathisch

Der Efeu wird in korrekter Dosierung zum Lösen von bronchialem Schleim, sowie als krampfstillendes Mittel eingesetzt. Die homöopathische Prüfung von 1932 geht auf Julius Mezger zurück, den Autor von Gesichtete homöopathische Arzneimittellehre.


Der gewöhnliche Efeu ist seit dem 16. Jahrhundert in Deutschland eine Gartenpflanze. Ein Sinnbild für Freundschaft und Treue. Das psychische Mittelbild der Homöopathie ergibt sich aus der Botanik:

Der gemeine Efeu ist eine immergrüne, ausdauernde Pflanze, die durch Haftwurzeln in der Lage ist, an Bäumen und Mauern emporzuklettern; dabei erklimmt sie Höhen von bis zu 20 Metern. Durch Lichtkonkurrenz und Gewicht kann der Efeu den Trägerbaum schädigen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Efeu

Die Beschreibungen enthalten Schlüsselbegriffe, die uns Einblicke in das psychische Mittelbild erlauben: ausdauernd, haftend, emporkletternd, Lichtkonkurrenz, Schädigung des Trägerbaums.

Die menschliche Hedera braucht den Partner für ihre innere Stärke; sie will mit ihm zusammen <viel erreichen>. Wer sich mit Legenden beschäftigt hat, weiß: Efeu bildet gewissermaßen eine <Leiter in höhere Sphären>, da er wie sein Wirt den Stamm entlang dem Himmel entgegenwächst. Botaniker sagen, dass Hedera bis zu einer Höhe von 20 Metern mithalten kann. Diese Höhe erreicht er auch durch Ausdauer. Der Efeu ist auch im Winter grün. Übertragen wir das auf das psychische Mittelbild: Das Entgegenstreben zeigt eine ausgeprägte Strebsamkeit an. Mittels Ausdauer und Ehrgeiz will die menschliche Hedera eine geachtete soziale Position erreichen.

Hedera hat eine neurasthenische Seite, sie ist vegetativ labil. Das Anhaften stellt auch eine Suche nach Stabilität im Partner dar, weil die eigene Nervenschwäche als unsicher für die Bewältigung des Alltags betrachtet wird. Der Partner wird als <Fels in der Brandung>, als Versicherung gegen Wind und Wetter, gebraucht. Das entspricht dem Anhaften der pflanzlichen Hedera an Gebäuden. Die vegetative Erregbarkeit kommt in folgenden beiden Rubriken zum Ausdruck:

<Anhaltender Zustand von Unruhe und Besorgnis>, sowie <Angst, die umso größer wird je weniger er sich in der Lage sieht, sie zu bewältigen>

Robin Murphy: Klinische Materia Medica, S. 923

Vor dem Hintergrund einer Klammerbeziehung, wie sie typisch ist für Hedera, wird die enorme Angst greifbar.

Hedera finden wir unter Heuschnupfen und Sinusitis. Beide Beschwerden sind Absonderungen von Sekreten. Sekrete entsprechen in der Psyche Gefühlsäußerungen. Die Entzündung der Schleimhäute in einer Höhle, den Nasennebenhöhlen zeigt an: Trauer und Schmerz werden einbehalten, zurückgehalten. Da es sich um eine Höhle handelt gibt es eine Querverbindung zur Kindheit, welche uns bis zur Pubertät schützen soll. Wer so stark anhaften muss wie Hedera, dem fehlten in der Kindheit Schutz und Halt. Das Ergebnis dieser Defizite ist im Jugendlichen- und Erwachsenenalter Einsamkeit, ein Gefühl von Verlorenheit, Schutz- und Haltlosigkeit. Heuschnupfen und Sinusitis sind somit ein Ventil, die düstere und ungeschützte Kindheit zu beweinen. Die Düsternis finden wir im Efeu als Totenblume wieder.

Das von Efeu umrankte Grab gehört zu den Motiven, die uns auf Friedhöfen begegnen [...]. Als Grabbepflanzung soll er Freundschaft und Liebe symbolisieren und wird zu Kränzen gewunden, die an Türen aufgehängt einst als Schutz vor Behexung dienten. Geomanten sehen in stark wucherndem Efeu einen Zeiger auf sogenannte Störzonen. Das sind Erdverwerfungen, Wasseradern, Krebspunkte oder ähnliche Unheilsorte, die bei längerem Aufenthalt krankmachenden Einfluss haben. An altem Gemäuer, etwa Burgen oder Schlössern, zeigt wuchernder Efeu den Spukplatz an, eine Eintrittspforte in die andere Welt.

http://www.system-sat.de/hedera_helix.htm

Der Hedera-Persönlichkeit sagen die Schlüsselbegriffe <Unheil> und <Spuk> mehr als ihr lieb ist. Ihre Ängstlichkeit richtet sich also auch auf unheimliche Vorkommnisse. Die kranke Hedera gehört in die Rubrik <Furcht vor Geistern und Gespenstern> und <Furcht vor dem Bösen>.

Das gesunde Arzneimittelbild kommt nicht in die Praxis. Dennoch kennt ein guter Homöopath das gesunde Bild einer Arznei. Hedera geht in jungen Jahren durch einen Prozess des Anhaftens, doch sie ist in der Lage zu wachsen. Es gelingt ihr schrittweise, vom Partner loszulassen, ohne Freundschaft und Treue zu vernachlässigen. Nach jahrelangem Studium der Strukturen ihrer Außenwelt erkennt sie in bestimmten Strukturen sich selbst und folgt ihnen. Damit ist der Weg zu ihrer Mitte abgeschlossen.

Das kompensierte Arzneimittelbild. 1. Die ständige Angst mit Unruhe und Besorgnis drückt Hedera mit maximaler Lebensordnung nieder. 2. Es zählt nur noch der weitere Aufstieg auf der Karriereleiter. Erinnern wir uns an die <Lichtkonkurrenz>. Der nach oben strebende Partner soll nun übertrumpft werden. 3. Die Gefühlsbeherrschung, an sich nichts Besorgniserregendes, wird in der Kompensation zu einer Härte gegen sich selbst und andere. Zum Vorschein kommen die Emotionen wieder als Gastritis und Cholelithiasis (Gallensteine). In beiden Fällen sind Körpersäfte einbezogen; es geht also um Emotionen. 4. Die Linsentrübung (Katarakt) tritt in einer Phase ein, da einfach alles zu viel geworden ist, um es einblickend noch einordnen zu können.

Hedera wurde zur „Klärung der Sicht“ verwendet und Cooper sagte, es habe Katarakt geheilt.

Murphy, Robin: Klinische Materia Medica, S. 923

Die schwere Dekompensation zeigt sich in folgenden Symptomen: Findet die pflanzliche Hedera keinen Wirt, so muss sie am Erdreich entlang kriechen. Entsprechend scheitert die menschliche Hedera auf ihrer Suche nach Vereinnahmung einer Bezugsperson und entwickelt als Zeichen ihrer emotionalen Verlorenheit Beschwerden wie u. a. Angina pectoris, Tachykardie, Myokarditis, sowie Symptome aus dem Respirationstrakt wie Husten bis zum Emphysem.

Vergleiche: Die starke Partnerbezogenheit und Außenorientierung ist auch typisch für Carcinosinum, Asterias rubens, Calcium phosphoricum, Cobaltum, Ledum und Portia fimbriata (letzteres Mittel siehe Literaturliste). Das Anhaften als notwendiges Bedürfnis ist Bismuthum sehr ähnlich. Das ausdauernde und zugleich introvertierte Emporklettern, kombiniert mit Beherrschung der Gefühle, finden wir in unprätentiösen Ehrgeizmitteln wie im perfektionistischen Trillium pendulum und im streng erzogenen Vanadium. Efeu als Schutz vor Behexung bringt die Arzneien des Mittelalters ins Gespräch, wie Lyssinum und die Solanaceae (Nachtschattengewächse). Die mögliche Schädigung des Wirts, bzw. Partners sehe ich in Würgeschlangen wie Boa constrictor und Python regius. Letzterer Vergleich ist abzuleiten aus der Tatsache, dass Hedera eine Schlingpflanze ist.

Literatur: Robin Murphy: Klinische Materia Medica * Narayana-Verlag / Wikipedia im Internet / System-Sat.de im Internet / Brigitte Klotzsch: The Mystery and Power of Python Regia, sowie Portia fimbriata: The Incredible Power of a Tiny Little One * beides Eigenverlag


Freitag, 25. Januar 2013

Sinubronchitis



Sind unsere Nasengänge nicht mit Luft, sondern bei einer Entzündung mit Sekret und Eiter verstopft, dann spricht man von einer Sinusitis, einer Entzündung der Nasennebenhöhlen. 



Eine Bronchitis ist eine Entzündung der Bronchien. Das sind die größeren verzweigten Atemwege. Ausgelöst wird die Bronchitis vor allem, wenn Erkältungsviren die Bronchialschleimhaut befallen. Hauptsymptom ist Husten. Bei beiden Erkrankungen sind Schleimhäute entzündet, meist attackiert durch Erreger. Sinubronchitis ist also Sinusitis + Bronchitis. Symptome sind unter anderem Gesichts- und Kopfschmerzen, verstärkt beim Heben und Husten. Damit hätten wir das Grundwissen erarbeitet. Was aber steckt psychologisch dahinter?

Der Hauptansatz zur Erklärung der Sinubronchitis ist ein geschwächtes Immunsystem. In der Astromedizin wird die Vitalität vor allem durch die Sonne symbolisiert, und zwar durch die Aspekte, die sie zu anderen Planeten wirft, sowie durch ihre Position im Haus.

Bei Vergleichen gemeinsamer astrologischer Bausteine beider Krankheiten konnte ich feststellen, dass die Schwächung der Vitalität durch Sonne in Haus 12 und in Fische angezeigt wird. *) Das gleiche gilt für Merkur, zuständig für Kommunikation. Entzündungen beider Atemwege treten dann auf, wenn die Immunkraft geschwächt ist. Dieser Fast-Zusammenbruch tritt nach einem schweren Selbstwerteinbruch auf. Viren und Bakterien sind ja ständig vor Ort, doch in Situationen mit stabilem Selbstwert können sie uns nichts anhaben.

Woher rührt die Schwäche? Warum kann der Patient dem Leben so wenig entgegen setzen? 

Die erste Erklärung ist Hochsensibilität. Diese Menschen sind mit einer dünneren Schutzschicht ausgestattet. Sie sind so nah an ihrer Umwelt, dass sie oft Teil von ihr werden. Also werden Bakterien und Viren auch schnell Teil von ihnen. Der zweite, eher seltene Subtyp für Sonne in 12 und in Fische existiert unter uns ohne wirkliches Gewahrsein der eigenen Person. Sein Körper ist nur selten durch eine Seele, die am liebsten heim will, vollständig bewohnt. Homöopathisch gesprochen befindet sie sich im vor-miasmatischen Zustand, das heißt sie fühlt sich noch mit dem Kosmos vereint. 

Meine Ansicht ist: Es besteht eine große Chance, die Immunlage zu verbessern, wenn diese Patienten bereit sind, vollständig in dieser Welt anzukommen.

Menschen mit Merkur in 12 oder in Fische haben häufig das Gefühl, dass sie nicht gehört werden. Der für Bronchitis typische Husten ist ein leicht zu deutendes Symptom: Verzweifelt versucht der Patient, sich Gehör zu verschaffen. Das Gewahrwerden der eigenen Stimme und der feinsinnige Umgang mit ihr sehe ich als gelungenen Beginn des Heilungsprozesses. 

*) Das gilt natürlich nicht im Umkehrschluss: Viele Menschen mit Sonne in 12 sind ein Leben lang im Großen und Ganzen gesund!