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Merkur Aspekt Saturn - Vom Lernen und der Ignoranz

Dienstag, 20. März 2018

Homöopathie - Der Rhodium metallicum Typ

Rhodium metallicum ist ein kaum bekanntes homöopathisches Mittel. Im Periodensystem der Elemente wird es als Stadium 9 der Silberserie gelistet. Anders als bei Gold oder Iridium fehlt dem Rhodium-Arzneityp das Bewusstsein einer hohen Kaste anzugehören. Er muss innerlich darum kämpfen als ein edler Mensch wahrgenommen zu werden. Ich sehe da Ähnlichkeiten mit der kranken Platina, doch warten wir ab! Alle Rubriken in diesem Artikel sind folgender Internetseite entnommen:


Rhodium ist das teuerste Edelmetall. 31 Gramm kosten 2000 €, deutlich mehr als Gold. Wenn wir den Charakter dieses Arzneityps erspüren wollen, dann sollten wir alle Symptome auf diese Tatsache beziehen. Beginnen wir mit dem ersten Symptom:

+ Gefühl, dass das Herz herunter rutscht, schlechter durch tiefes Atmen.

Das Herz als Motor des Kreislaufssystems ist unser Zentrum. Ihm entspricht das Ich auf der Seelenebene. Das Herz wird nicht als feste innere Instanz angesehen, sondern als etwas das frei im Brustkorb wabert – als gäbe es weder Felle, Faszien noch sonst etwas, das innerlich bindet. Irgendetwas lässt ihn vermuten, dass es in seinem Körper keine verlässlichen Strukturen gäbe, die alles zusammenhalten. Die *Modalität, schlechter durch tiefes Atmen* zeigt: Er fürchtet die Weite, weil sein Herz dann noch mehr verrutschen könnte - und damit auch sein Ich. Ausgerechnet das Ich eines Edelmetall-Typen, eines hochstehenden Menschen. Dieser sollte Edelmut ausstrahlen und ein Überlegenheitsgefühl.

Beim kranken Rhodium ist ein Knacks im Selbstwertgefühl zu erkennen. Der Unterleib ist für ihn und sie schmutzig, ebenso Geschlechtsverkehr; "Kinder zu machen ist eine Schweinerei"; die Folge sind Probleme mit Eierstöcken und Hoden. Nennen wir das Ganze <Prüderie>. Der höhere Sinn menschlicher Sexualität ist aber das Bewusstsein neues Leben zu schaffen. Psychisch gesunde Eltern sind zudem stolz, mit der Zeugung ihre Gene weiterzugeben. Wir erkennen uns in unseren Kindern wieder und das sollen wir auch. Ist das Bild von der eigenen herrlichen Schaffenskraft aber gestört, dann fehlt auch die Freude am Selbstausdruck beim Sex. Hier die Rubriken:

+ Probleme mit Ovarien und Hoden
+ Fehlende Erektionen beim Mann
+ Genussloser Koitus bei der Frau

Rhodium ist das teuerste Edelmetall überhaupt. <Edel> zu sein ist verwandt mit <adlig>: Rhodium könnte somit aus der höchsten Kaste kommen, dem Geldadel. Das ist meine Theorie, denn über das gesunde Mittelbild weiß ich noch nichts. Im kranken Mittelbild existiert eine Angst, aus der Höhe zu stürzen. Zwei weitere Einträge weisen auf das Temperament Steinbock hin:

+ Träume vom Fallen aus großer Höhe
+ Große Angst zu versagen
+ Ringen um Anerkennung

Der kranke Rhodium-Typ ist der Meinung, dass er sich seinen edlen Status hart erarbeiten muss; dass ihm nichts zufliegt. Die innere Programmierung lautet: "Ich schaffe es nicht und werde wieder nur Zweiter!" Diese Programmierung ist maximaler Stress und zeigt eindrucksvoll das eher junge Stadium 9.

Kommen wir zum Schluss, mit weiteren Rubriken:

+ Meinung der anderen ist wichtig
+ Herzschläge setzen aus
+ Schmerzhafte Diarrhö

Es ist ein ständiges Bemühen vor anderen ein gutes Bild abzugeben und den Erwartungen anderer zu entsprechen. Auf der Bühne der Öffentlichkeit sind kranke Rhodium-Typen äußerst angespannt und haben Lampenfieber: Herzsymptome und Diarrhö sind das Ergebnis. Sie haben Angst durchzufallen.

Kommen wir zurück zum <mangelnden inneren Halt>. Mein Lösungsansatz ist: Der Rhodium-Typ braucht - ähnlich wie die kranke Pulsatilla - festes Bandagieren um den Glauben an den inneren Zusammenhalt der Dinge zurück zu gewinnen. Karmisch verbergen sich hinter diesem geheimnisvollen Geist-Symptom traumatische Wegreißungs- und Auflösungserlebnisse.

Rhodium kann man kaufen. Hier die Seite der Firma Degussa mit Link unten:



Mittwoch, 7. März 2018

Hochsensibilität und Homöopathie Teil 1


Als die Homöopathie begründet wurde benutzten Ärzte den Begriff der <Überempfindlichkeit>. Später nannte man Menschen mit einem besonderen Nervensystem <Mimosen>. Heutzutage existieren, von vielen Buchveröffentlichungen begleitet, Konzepte mit dem Oberbegriff der <Hochsensibilität>. Die Homöopathie hat entsprechende Mittel, wobei ich zugeben muss weder praktische Erfahrung zu haben noch zu wissen, welche Befindlichkeiten, die ich im Artikel schildere, bei welchem Arzneityp gebessert werden können.

Erhältlich ist Jutta Nebels Buch bei: goo.gl/BnD91Q





Ich habe Rubriken aus Barthels Synthetischem Repertorium ausgewählt, welche den besonderen Nervenstatus der Hochsensiblen darstellen. Sie finden diese Rubriken jeweils eingerückt, dahinter die Seitenzahl. Es geht jetzt um 7 Arzneien. Sicherlich gibt mehr, natürlich auch Mimosa pudica, aber mir geht es ausnahmsweise darum große Mittel dazustellen, weil darüber mehr klinische Erfahrung vorliegt. Beginnen wir mit Barium carbonicum.

Wer den Film „Forrest Gump“ gesehen hat, kennt diesen Arzneityp. Der kranke Barium ist schwerfällig, (erscheint) dumm und hat bei Frauen keine Chance. Der gesunde hat sich eine stoische Selbstversenkung angeeignet, wie wir sie ebenfalls bei Forrest sehen können, vor allem in den herrlichen Szenen als Forrest, gefolgt von seinen Lauf-Jüngern durch die Lande joggt. Dazu die Filmszenen als Tischtennisspieler. Wenden wir uns nun dem hochsensiblen Typ zu: Das Barium-Kind versteckt sich nicht nur, weil es Minderwertigkeitsgefühle hat, sondern auch weil die schnelle und anspruchsvolle Umwelt für ihn eine krasse Überforderung darstellt. Die Rubrik heißt:

<Abneigung gegen Gesellschaft>, Seite 101 f.>

Für ihn wäre ein Zeitalter zuträglich, in welchem die 10 Stufen des Müßiggangs erfunden wurden. In dieser Umwelt würde er niemals verspottet. Halten wir fest: Das soeben in rot Gedruckte ist der erste Baustein für Hochsensibilität. Doch wie kommt es zu dieser Überforderung?

Hochsensible Menschen wie Calcium, Pulsatilla oder Staphysagria sind dünnhäutig und ihre Aura im Extremfall völler Löcher. Damit werden sie empfänglich für fast alles was in ihrer Umwelt geschieht … und derart verwirrt wie das beispielsweise von Pulsatilla schon legendär ist. Das Ergebnis ist Anteilnahme und in ausgeprägter Form sogar Sozialkompetenz. Eine leicht veränderte Mimik im Partner … und schon reagiert Staphysagria mit Fragen: „Was ist mit Dir?“ Die Rubrik heißt:

<Schreckliche Dinge ergreifen sie tief>, Seite 162

Damit verwandt ist folgende Rubrik:

<Erschreckt leicht>, Seite 58

Der geringste Windhauch reißt eine kranke Natrium carbonicum oder –muriaticum aus der Bahn. Der Grund liegt in einem Nervensystem, das gewissermaßen wie Espenlaub reagiert. Der kleinste Auslöser und es geht ein böser Ruck durch den ganzen Körper.

Gehen wir eine Ebene tiefer. Was bewegt diese Menschen? Es sind Ängste, die wir in folgender Rubrik finden:

<Voller Sorgen>, Seite 172

Es fehlt an einer gesunden Wurschtigkeit, aber auch an Urvertrauen, dass da schon kein wirklich gefährliches Geräusch ist. An den zahlreichen Sorgen kann man therapeutisch arbeiten, um das *sich immer mehr verzweigende Sorgenbäumchen* (ein Arbeitsbegriff von mir) zurückzustutzen. Ängste können sich sonst unbehandelt immer weiter verzweigen, bis der Baum alles andere überwuchert. Anfällig dafür sind besonders astrologische Jungfrau-Monde.

Pulsatilla ist hochsensibel, weil sie aus 99% Gefühl besteht. Emotion ist etwas Fließendes, wie schon der Name sagt. Damit ist Emotion hochbeeinflussbar und gerade Pulsatilla in ihrer Orientierungslosigkeit und Naivität ist anfällig. Naiv ist ebenfalls der klassische Sulphur. Seine Hochstapelei ist auch das Ergebnis einer Angstfreiheit, ihm geschehe wohl nichts, auch wenn er als Gauner oder Fremdgänger auffliegt. Treibt Sulphur seine herablassenden Spiele und seine Frauenverachtung auf die Spitze, dann kann er tief fallen. Alles wird schwer. Er versinkt in Sorgen, erschreckt sich an jedem kleinen Geräusch und verlässt das Zimmer nur noch zum Brötchenholen. Halten wir fest: Sulphur ist von Natur aus nicht hochsensibel, wird es aber nach einer schweren Dekompensation.

Das Problem bei Staphysagria ist der schwere Mangel an Wehrhaftigkeit. Deshalb wird er unterjocht und ausgebootet. Diese Machtlosigkeit befeuert seine Ängste und die muss er kompensieren. Ich möchte das nicht ausführen und bitte meine Leser, es in Philip Baileys Psychologische Homöopathie nachzulesen. Er schildert ein halbes Dutzend Subtypen von Staphysagria und wie sie ihre Lebensenttäuschung aufarbeiten.

Wenn wir schon bei der Kompensation sind: Es ist auffällig, dass in meiner Liste DREI Arzneien sind mit Karbon-Anteil: Barium-, Calcium- und Natrium carbonicum. Bei den Metallsalzen ist es oft so, dass die Zweitsubstanz, also hier der Kohlenstoff, dazu da ist die Schwächen der Erstsubstanz zu kompensieren. Sorgen, Schreckhaftigkeit und Rückzugswunsch kompensieren diese Arzneitypen durch den Ankauf von Gold und Silberbarren, einer Hinwendung zu Gott und ihr Rückzugsort ist die Familie.

Im zweiten Teil möchte ich Theorien hochladen, wie ein Mensch überhaupt zum Hochsensiblen wird. Was könnte die Löcher eingerissen und ihn damit schreckhaft gemacht haben?

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Dienstag, 6. März 2018

Überschüssiges Feuer und metallisch-bitterer Geschmack


Es gibt Menschen, die absonderliche Dinge schmecken, die sie nie gegessen haben. Man könnte sich darüber amüsieren, wenn es nicht so ernst wäre. Ich habe herausgefunden, dass sogar veränderte Geschmacksempfindungen mit dem Charakter zusammenhängen. Nehmen wir doch als Beispiel den metallisch-bitteren Geschmack. Dazu fand ich vier Homöopathika: Cuprum, Ipecacuanha, Nuv vomica und Rhus tox.

Das Empfinden einen metallischen Geschmack im Mund zu haben ist ein Hinweis auf Kühle statt Emotion. Eine Überleitung also zum Metall Kupfer:

Wir finden die Unterkühltheit wieder in der <Selbstkontrolle> von Cuprum, in der <Leistungsorientierung> von Nux vomica, mit welcher er Gefühle wegdrückt, sowie in der <Ernsthaftigkeit> von Rhus-tox - einer Tugend, die oftmals nichts anderes ist als gnadenlose Selbstkontrolle. Gut kompensiert funktioniert das eine Weile im Leben und die Betroffenen sind stolz darauf, doch irgendwann brechen Gefühle durch, das heißt: Auch der <bittere Geschmack> kann wörtlich gedeutet werden - als Verbitterung darüber, dass die unter Härten vollbrachte Leistung nicht anerkannt wurde. „Nie lobt mich jemand!“ Wie denn auch, wenn diese Charaktere derart verschlossen sind und meinen andere müssten ihnen die Mühen irgendwie ansehen (Steinbock)?

Ip, Nux und Rhus tox sind oft feurige Persönlichkeiten. Wir finden das im Löwe-Temperament wieder. Ip hat Wutanfälle, Nux gerät leicht in Zorn und der Rhus-Charakter hat eine starke Löwe-Seite, weil er in vielen Herzrubriken vorkommt. Das Herz ist astro-medizinisch dem Löwen zugeordnet. Sehr viel Feuer verändert offenbar das Geschmacksempfinden. Das verwundert nicht, sind die Sekrete der Schleimhäute doch dem Mond und damit Gefühlen zugeordnet. Das alles entspricht im Ayurveda einem erhöhten Pitta. Wir haben also die Möglichkeit solche Patienten auch ernährungstechnisch zu beraten. Nux ist ein Optimist, der in seiner Begeisterungsfähigkeit leicht fanatisch werden kann – als Beispiel. Bei <Fanatismus> denke ich immer auch an Pluto, den Befeuerer der Vulkane. Das Aufbrausende ist typisch für Kupfer, Ip und Nux.

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Homöopathie - Phalaenopsis gigantea


Die Homöopathie kennt einige Orchideenarten. Eine davon soll Thema dieses Artikels sein: Phalaenopsis gigantea – die Elefantenohr-Orchidee. Supermarktkäufer kennen sie, denn sie wird gerne im Eingangsbereich in einem kleinen Plastikeimer mit Folie eingewickelt angeboten. Dieser Orchideentyp lebt noch aus der <Großen Verbindung> und ich nehme das zum Anlass, auch einmal die karmische Dimension eines homöopathischen Mittels anzudeuten. Alle Rubriken, in diesem Artikel eingerückt oder in <…> dargestellt, stammen von folgender Internetseite:



Wenn wir durch die Geburt auf der Erde ankommen, dann bedeutet dieser Schritt, dass wir mit der Umwelt interagieren, äußere Eindrücke verdauen und einige von ihnen ins eigene System einbauen, doch dieser Arzneityp ist psychisch noch gar nicht geboren, ... wie soll er da verdauen? Die Verdauung ist ein langer Weg durch den Körper. Kommen wir zum ersten Symptom:

+ Sodbrennen und Reflux

Werden Teile der Nahrung bereits im zweiten Schritt, nämlich beim Ankommen im Magen, wieder zurückgeschickt [Reflux], dann gewinnen wir einen ersten Eindruck welch langen Weg dieser entrückte Mensch noch vor sich hat.

Als unbefleckter Schwan vom Schwanensee ist dieser Person der sexuelle Magnetismus einer heftigen Körperlust völlig fremd. Die <fehlende Libido> bildet genau das ab, ist also die Entsprechung dazu.

Dem Tierkreiszeichen Krebs sind im Körper Höhlen, Beutel und Säcke zugeordnet – also auch die Mundhöhle, wo wir etwas einschließen können. Die Aggression ist in diesem Arzneityp zwar vorhanden, findet aber keinen geraden Weg zum Ziel. Die Symptome ...

+ Stauungsgefühl und Brennen in den Augen, der Nase und den Nasennebenhöhlen

... zeigen, es werden aggressive Impulse zurückgehalten. Diese Zurückhaltung wirft die Frage auf: Ist es Schüchternheit, Feigheit, Unreife oder noch etwas anderes? Ich bin überzeugt es ist Unreife, da ich diese Orchidee nahe an den Meeresmitteln sehe. Um das zu untermauern, folgender Vergleich: Nasenbluten oder spasmodischer Husten sind Indikationen für Corallium rubrum [Rote Koralle]. Verkapselte Aggression (Mars im Krebs) ist typisch für zwei Drittel der homöopathischen Meeresmittel.

Die Persönlichkeit Phalaenopsis hat es über viele Leben verstanden ohne eigenes Profil in der vertrauten Masse Schutz zu finden. Die Ebene des Konkreten hat sie noch nicht erklommen. Um diesen Schritt zu schaffen erfährt sie die Symptome <Verschwommenheit der Sicht> und <allgemeine Verwirrung> - beides negative Manifestationen des Fische-Temperaments.

Drehen wir das Negative um in etwas Positives: Fische-Menschen und Personen mit Neptun im 3. Haus beherrschen eine Clusterwahrnehmung. Sie nehmen ihre Umwelt als großen Farbfleck wahr - zum Beispiel das rote Fahnenmeer im Fanblock von Bayern München. Einzelne Objekte sind für sie nicht interessant; sie lassen sich vom Raumbild beeindrucken, sehen daher auch den leeren Raum zwischen den Objekten - wie ein Schamane. Beziehen wir das jetzt aufs Mittelbild von Phalaenopsis: 

Es liegt der Verdacht nahe, dass diese Person auch deshalb verschwommen sieht, weil sie gar nicht daran interessiert ist die Welt scharf zu sehen, siehe Differenzialdiagnose [abgekürzt DD] von Mimosa pudica. Sie hat sich lange aufs Mitschwimmen verlassen. Ihre Kritikfähigkeit (vom altgriechischen Wort 'critein' = etwas unterscheiden können) ist noch unentwickelt. Die Orientierung am Schwarm, man könnte sagen das Schwarmfühlerlebnis, genügte ihr als Halt vollkommen.

Phalaenopsis ist eine körperlose Schönheit, durchscheinend wie eine dreidimensionale Bildprojektion (DD Phosphor) und als krankes Mittelbild ziemlich weggetreten (DD Neon). Sie ist auf die Erde gesetzt worden, wo sie kaum etwas versteht und wo eine (verbale) Klarheit von ihr gefordert wird, die sie sich erst erarbeiten muss.

Greifen wir deshalb noch einmal die Unterscheidung auf. Die beste Prüferin des Tierkreises ist die Jungfrau. Sie beherrscht den Gegenpol der selektiven Wahrnehmung. 'Selektiv' heißt, sie wählt aus. Was sie mit ihrer hohen geistigen Trennschärfe ausgewählt hat ordnet sie in ein System um optimal leben zu können - für sich und ihre Lieben. Damit ist die Lernaufgabe von Phalaenopsis auf kürzestmögliche Weise beschrieben.

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Mittwoch, 31. Januar 2018

Homöopathie - Die Niccolum sulphuricum Persönlichkeit


Metallsalze sind Verbindungen aus einem Metall und mindestens einer weiteren Substanz. Aus Sicht der psychologischen Homöopathie bedeutet es (vereinfacht ausgedrückt), dass die zweite Substanz die erste moduliert, verstärkt oder konterkariert. Thema heute ist Nickelsulfat. Das liest sich homöopathisch Niccolum sulphuricum.

Dieses Metallsalz verknüpft den <Hochmut> von Nickel mit der <kackfrechen Genialität> von Schwefel1). Wir können unschwer folgern, dass beide gesunden Mittelbilder ein Übermaß an Selbstsicherheit vorweisen. Das Ergebnis ist ein Geistesschaffender, dessen Symptome gebessert werden, sobald sein Oberstübchen die Betriebstemperatur erreicht. Nickelsulfat fehlt im "Complete Repertory Mind" des fleißigen Autors Roger van Zandvoort, wenn wir die Rubrik <intellektuell> aufrufen - es müsste dort vierwertig eingetragen sein, … als ein Salz, das die <hochnäsige Intellektualität> von Nickel zusammenführt mit der <geistigen Spitzfindigkeit> von Sulphur. Der Nickel-Typ ist Absolvent einer Elite-Universität und der Schwefel-Mensch kann sich geistig in solche Höhen versteigen, dass ihm kaum noch jemand folgen kann. Aus dieser Mélange entsteht vor meinen homöopathischen Augen eine Persönlichkeit mit elitären Gedankenkonzepten, welche vor jedem staunenswilligen Publikum <glänzen> kann.

Wie der antike Held Achilles, so hat auch dieser Mensch eine Schwachstelle in seiner Selbstsicherheit. Er fühlt sich fragmentiert und nicht mehr der Größte wenn es darum geht mit der (menschlichen) Umwelt in eine authentische Beziehung zu treten (Chiron im 7. Haus). Dieser Konfrontation versucht er aus dem Weg zu gehen, indem er alles auf seine Karriere setzt. Die innere Distanz, die er braucht, kommt in folgender Indikation zum Ausdruck:

<Verstopfung, gebessert durch intellektuelle Arbeit> ~ ComRep Software für Homöopathie - Version 10

Auf die Obstipation komme ich gleich noch zu sprechen.

Führt man die <Gefühlsbeherrschung> von Nickel zusammen mit der weniger bekannten <Hartherzigkeit>2) von Sulphur, so entsteht vor unseren Augen ein Sub-Typ, welcher die eigene Weichheit als Schwäche auslegt und so zu seinem Schatten macht. Auf die Symptome können wir dann regelrecht warten. Hier sind sie:

<Weibliche Genitalien – Schmerzen der Ovarien> … <Äußerer Hals - Taubheitsgefühl, Empfindungslosigkeit> ~ ComRep Software für Homöopathie - Version 10

Jetzt noch einmal zur Verstopfung: Mit Gefühlen sind wir klein und schwach. Wer will das schon sein, … am wenigsten dieser stolze Typ? Eine holländische Autorin schreibt in ihrem wunderschönen Buch über die Metalle:

 „Die Verstopfung [ist eine] allzu große Zurückhaltung.“ ~ Mellie Uyldert: Verborgene Kräfte der Metalle, Seite 116

Gefühle werden zurückgehalten, was sonst? Jetzt geht’s ans Eingemachte: Der kranke Nickelsulfat-Typ ist so sehr hinter seiner Karriere her, dass er sein Inneres Kind mit seinen Bedürfnissen geborgen und aufgehoben zu sein, gar nicht mehr beachtet. Dieser Arzneityp <zelebriert> seine glänzende Wirkung in der Öffentlichkeit [astrologisches Haus 10] <perfekt> – ein Verhalten, das seine gesamte Aufmerksamkeit beanspruchen kann, während für das Private und Kuschelige [Haus 4] kein Brotkrumen mehr übrig bleibt. Den verheerenden Mangelzustand zeigt der Körper in diesen Indikationen:

+ Empfindungslosigkeit des äußeren Halses
+ Obstipation
+ Gefühl als würde die Mensis einsetzen
+ Schwäche der Extremitäten
+ Neuralgische Schmerzen

Quelle: ComRep Software für Homöopathie - Version 10

Vielen Dank für’s Lesen und vielleicht ist auch bald Ihr Mittel dabei. Noch zwei Anmerkungen aus dem Text:

1) Beide Begriffe in <…> sind Schlüsselbegriffe nach Jan Scholten
2) Barthel, Horst: Synthetisches Repertorium, Seite 94

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Donnerstag, 25. Januar 2018

Homöopathie und das unbeschulbare Kind

Im Zusammenhang mit einem aktuellen Fall taucht die Unbeschulbarkeit in der Presse auf. Laut www.focus.de versteht man darunter Schüler, die massiv den Unterricht stören und andere Kinder bedrohen. Lehrer seien machtlos. In diesem Blog-Artikel möchte ich Arzneien vorstellen, deren Profil auf das beschriebene Verhalten passt. Beginnen wir mit einem Metallsalz, das Doktor Philip Bailey am häufigsten verordnet: Magnesium fluoratum.

Es sind Kinder, die ihr <Verlorenheitsgefühl> [Magnesium] damit kompensieren, dass sie die Autorität ihrer Lehrer hinterfragen> [Fluor]. Ihr inneres Programm lautet: „Wenn Ihr mich schon nicht liebt, dann sollt Ihr mich wenigstens fürchten!“ Sie bekommen die dringend benötigte Aufmerksamkeit und stärken mit der Bedrohung schwächerer Kinder ihr niedriges Selbstbewusstsein. Sex, Macht und Geld sind die Themen von Fluor. Es sind Schüler, die mit Drogen handeln und von Computerspielen mit schnellen Autos und Crack-Huren schwärmen.

Wir kommen zu Saccharum album, dem weißen Industriezucker. Dieser Zucker ist ein süßes Gift. Eine junge Frau hat dazu einen aktuellen Bestseller geschrieben:


Zucker-Kinder sind <aufsässig, trotzig und ungehorsam>. Das entspricht unter anderem Uranus im 8. Haus. Ein großer Homöopath schreibt über das Mittel:

„Sprunghaftes und unberechenbares Wesen; die Laune schlägt abrupt um; gewalttätiges Potential: heftige Anfälle von Zorn mit Schlagen und Treten, sowie Vandalismus. Laut einer Studie soll sich das Sozialverhalten bei den meisten jugendlichen Straftätern nach einer Änderung der Essgewohnheiten deutlich verbessert haben […].“ ~ Smits, Tinus: Artikel »Saccharum officinale« in der Zeitschrift Homoeopathic Links 3/95

Weiter geht es mit einem häufig verabreichten Mittel bei ADHS: Ritalin. Homöopathen haben das Mittel potenziert und geprüft. Hier zwei Ergebnisse:

„Er hat das Grundgefühl allein auf der Welt zu sein […]. Wenn er provoziert wird reagiert er ungebremst aggressiv.“ ~ Richter, Andreas: Artikel »Aggressiv und unverstanden« in Spektrum der Homöopathie Nr. 1 | 2010 - S. 96

Das ist eine Impulskontrollstörung. Sie kann zusammen mit Borderline auftreten.

Weiter geht es mit der Rhesusaffen-Milch. Es sind unkontrollierbare und aufmerksamkeitsgestörte Kinder, die ihre Freunde schlagen. In einem Prüfungsbericht lesen wir:

„Er versuchte mehrmals aus dem Sprechzimmer zu rennen. Als der Vater ihn mit Gewalt festzuhalten versuchte, schlug er ihm auf die Hand und rannte zur Tür. Schließlich verriegelte sein Vater die Tür, damit er nicht allein heraus käme; doch er kletterte auf einen Stuhl, öffnete den Riegel und rannte hinaus.“ ~ Parth Mandak: Artikel «Lac rhesus: Ein glückliches, verhaltensauffälliges Äffchen»

Als nächste kommt Lampona cylindrata an die Reihe. Es handelt sich um eine Spinne mit einem zylinderförmigen Abdomen, daher der Name. Tiermittel der Homöopathie decken sehr schön die Themen Aggression und Aggressivität ab. In Peter Frasers Spinnenbüchlein lesen wir:

<Sie glauben, dass sie tun können, was sie wollen […]. Plötzlicher Wunsch zu töten, wenn sie attackiert werden> ~ Peter Fraser: Spiders – Suspended between Earth and Sky, Seite 57 f. [eigene Übersetzung]

Wir kommen zum Höhepunkt meiner Liste, dem Alligator mississippiensis. Das gesunde Mittelbild dieses Raubtiers liest sich in der psychologischen Homöopathie wie folgt: Es sind machtbewusste Kinder mit großem Selbstvertrauen, die eine solche Stärke in sich spüren, dass sie über sich selbst hinauswachsen können. Was aber passiert beim kranken Alligatorkind?

„Die Energie in dieser Arzneimittelprüfung war oftmals sehr intensiv, plötzlich und gewalttätig.“ ~ AMCH: Proving Summary of Alligator miss., at
http://www.amcofh.org/alligator-mississippiensis [eigene Übersetzung]

(Hinweis von heute Nachmittag: Den Link zur amerikanischen Homöopathie-Organisation habe ich gerade herausgenommen, da die Seite leider nicht mehr existiert.)

Die extreme Unruhe einer Aufmerksamkeitsstörung, das Gefühl tun zu können was man will, die Respektlosigkeit gegenüber dem Lehrer und die plötzliche Pathologie – das sind vier Merkmale eines starken Uranus. Weitere Infos zur Astrologie erhalten Sie in folgendem Buch von mir:



Dienstag, 23. Januar 2018

Die Seele der Metallsalze

Das Periodensystem der Elemente hat viele Metalle in seiner Liste. In der Homöopathie werden solche Metalle als Arzneien verordnet, aber auch Metallsalze. Das sind chemisch aus mindestens zwei Substanzen zusammengesetzte Arzneien. In diesem Artikel möchte ich am Beispiel Lithium muriaticum aufzeigen wie die Seele einer solchen Arzneipersönlichkeit aussehen kann. Kann! Es gibt zu diesem Lithiumsalz keine Prüfungsergebnisse, allenfalls die Ausarbeitungen von Jan Scholten (siehe ganz unten im Artikel).

Jan Scholten, aber auch Rajan Sankaran, haben das Periodensystem der Elemente homöopathisch erforscht und gegliedert. Sie haben zu jedem Metall Schlüsselbegriffe entdeckt. Diese Schlüsselbegriffe werden nach der Methode der freien Assoziation in der Deutung der Metallsalze miteinander kombiniert. Was sich hier so akademisch liest, werde ich am praktischen Beispiel erklären. Damit die Texte übersichtlich bleiben habe ich die Herleitungen mit *) und so fort gekennzeichnet.

Zunächst die Begriffe für Lithium nach Scholten:

·        Baby
·        Beeinflussbarkeit
·        Depression
·        Manie
·        Schüchternheit
·        Stimmungsschwankungen
·        Willensschwäche

Jetzt die für Chlor (-muriaticum):

·        Jemandem drohen
·        Jemanden manipulieren
·        mütterlich
·        Sich festsaugen an etwas/jemandem
·        Sorge tragen für jemanden

Diese Textbausteine finden Sie wieder in den folgenden drei Ausarbeitungen:

<Stimmungsschwankungen> *) können bei diesem Arzneityp so stark werden, dass sie als <Depression> *) oder <Manie> *) imponieren. Die emotionale Achterbahnfahrt hat zur Folge, dass er sich in seiner Angst an seinen Eltern [Kohlenstoffserie] <festsaugt> **).

Astrologie? Mond im 7. Haus wäre klassisch!

Ein weiteres Deutungsbeispiel:

<Willensschwäche *) und Beeinflussbarkeit> *) dieses Menschen sind eigentlich Aufforderungen des Schicksals, an sich zu arbeiten um Rückgrat und Widerstandsfähigkeit zu erlangen. Doch, … der Betroffene geht den Weg des geringsten Widerstandes. Er mutiert zum meisterlichen <Manipulator> **) im Schafspelz der Schüchternheit *), worin er seine Lieben - auch durch Drohungen **) - dazu bringt, für ihn unangenehme Situationen zu konfrontieren, während er <sich verflüchtigt> ***).

Astrologie? Sonne Quinkunx Pluto, in Verbindung mit Sonne Quadrat Neptun.

Zum Schluss kommen wir zu meinem Lieblingsbeispiel, … weil ich anhand eines solchen Textes erklären kann wie die Zweitsubstanz die Schwächen der Erstsubstanz kompensiert. Hört sich wieder sehr psychologisch an, wird aber sofort klar durch den Text. (In meinem Buch „Psychologie der Metallsalze" wird alles ausführlich erklärt.)

Sie hat einen <fürsorgenden und mütterlichen> **) Beruf ergriffen. In dieser Position steht sie nun über Alten und Kranken, doch ... unbewusst hat sie diese Tätigkeit ausgewählt um darüber hinweg zu täuschen, dass sie psychisch noch ein <Baby> *) ist. Gut kompensiert funktioniert dieses Manöver und sie kann eine hohe Sozialkompetenz erreichen, doch in vielen Fällen wäre es klüger wenn sie sich erst einmal selbst rettet.

Was ist eine Kompensation, einfach erklärt? Hier eine Twitter-Nachricht, die es beschreibt:



*) Schlüsselbegriffe für Lithium
**) Schlüsselbegriffe für Chlor (-muriaticum)
***) Schlüsselbegriffe für ein hohes Stadium im PSE

Die Ausführungen von Jan Scholten und Rajan Sankaran zu Carbon, mit einem Kapitel über Lithium muriaticum, finden Sie auf folgender Internetseite:




Sonntag, 21. Januar 2018

Schlampe - Ja oder Nein?

Nachdem Saturn im Auftrag seiner Mutter Gaia den Vater mit einer Sichel entmannt hatte, regnete es dessen Samen ins Meer. Daraus entstieg die wunderschöne Aphrodite, astrologisch Venus. Soweit die Überlieferungen aus der Griechischen Mythologie …

Bildquelle: Aus einem Werbespot der Huffington Post von heute via www.focus.de

Das Ur-Prinzip Venus hat Genuss und Eros zum Ziel. Das zeigen die Tierkreiszeichen, welche ihr zugeordnet sind: Stier und Waage. Die gesunde Venus flirtet mit Partnern und ihre Wahl fällt auf den oder diejenige, welche ihr gefällt. Bei der dysfunktionalen Venus, beispielsweise wenn sie im 12. Haus steht oder im Quadrat zum Aszendenten, kann der Wahlinstinkt gestört sein. Es kommt zu Promiskuität, zu <Nymphomanie> und <obszönem> Verhalten.

Das Video ist zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=diWC0MNOHp4

Nymphomanie und Obszönität gibt es im Repertorium. (Das ist unser homöopathisches Lexikon. Ich verwende unter anderem Barthels Synthetisches Repertorium.) Wir gehen zu den Seiten 137 und 138 und finden unter anderem diese Arzteitypen in beiden Rubriken: Belladonna, Campher, Cantharis, Hyoscyamus, Lachesis, Lilium tigrinum, Origano, Robinia pseudoacacia, Tarentula hispanica und Veratrum album.

Was ist mit der Moral? Sind das oberflächliche Menschen, mit gestörtem Wahlinstinkt? Schlagen wir doch im gleichen Lexikon nach und suchen die Rubrik <Beschwerden infolge enttäuschter Liebe>:

Belladonna, Hyoscymus, Lachesis, Tarentula und Veratrum, … Seite 28 im gleichen Buch

Diese Typen kennen wir schon. Sie scheiden aus, denn sie meinten es ernst und trauern nun einer Liebe nach.

Was bleibt? Die Campher-Frau zum Beispiel: Sie ist das verlassenste und aus diesem Grunde ängstlichste Wesen im Universum. Deshalb sucht sie nach Halt und wendet sich an so viele möglichst vertrauenswürdige Menschen wie möglich. Ich sehe auch hier keine Schlampe.

Nun zur Spanischen Fliege: Die Cantharis-Frau ist ein spezieller Fall. Auch sie ist das Gegenteil von oberflächlich oder distanzlos. Sie hat ganz bestimmte Vorstellungen von einem Partner oder einer Partnerin: gepierct, tätowiert und mit Neigung zu SM. Alles andere interessiert sie nicht. Der Wahlinstinkt ist nicht gestört; sie will vielmehr sehr intensiven, speziellen Sex.

Die Tigerlilie, in teure Kleidung eingehüllt, singt in ihrer verkommenen Frauenclique obszöne Lieder wenn sie von Club zu Club weiterzieht, aber sie ist auch keine Schlampe, denn – zu Hause angekommen – wird sie von einer Reue überwältigt:

<Furcht vor moralischer Verirrung, abwechselnd mit sexueller Erregung> (gleiche Quelle, Seite 79)

Zum nächsten Mittelbild: Italienische Hausfrauen streuen ihren Männern Origano ins Essen, um deren Leidenschaft zu entfachen. Italien ist katholisch und den Glauben finden wir in der relevanten Rubrik wieder:

<Angst als Folge lasziver Impulse in einer religiösen Verpflichtungen verhafteten Ehefrau und Mutter> ~ Roger van Zandvoort: Complete Repertory Mind, Seite 44

Diese ängstliche Frau steckt in einem schweren Konflikt aus religiöser Anbetung einerseits und einem starken Sexus andererseits. Damit ist sie definitiv keine Schlampe.

Es bleibt noch Robinia. Die Scheinakazie finden wir in folgender Rubrik in Doktor Boerickes Materia Medica and Repertory:

<Herpes auf den Schamlippen>, Seite 557

Bedarf es eines noch stärkeren Beweises für Schuldgefühle im Zusammenhang mit Sex? Es gibt also gar keine Schlampen in der Homöopathie? Doch, … eine wurde vergessen in den Lexika: Die Selenium-Frau. Sie wurde unter einer Wassermann-Sonne geboren, vielleicht auch mit einer Wassermann- oder Fische-Venus. Frau Doktor Le Roux schreibt:

<Aufreizende Ungezwungenheit und Ungeniertheit>. Patricia Le Roux: Die Metalle in der Homöopathie, Seite 166


Wassermann ist das vorletzte Zeichen im Tierkreis und Selen ist ein Element aus der Eisenserie, mit hohem Stadium 16. Für den Wassermann, die Fische und die Arzneitypen der hohen Stadien geht die Reise allmählich zu Ende, denn die notwendigen Erfahrungen sind gemacht.

Im hohen Stadium müssen wir nichts mehr aufbauen, konfrontieren oder beweisen; wir können allmählich loslassen. Das bedeutet beim Selen-Typ <ungezwungen> bis <ungeniert> zu sein. Ohne BH gibt es Busenblitzer (weiblich) oder man sieht ein Klempner-Dekolleté (männlich).

Ein herzlicher Dank an Twitter-Kollege "stefanolix"

Der Selen-Typ trägt keine Slim-fit-Hemden und die Dame keine Röhrenjeans. Gürtel wären beengend. Eine typische Selen-Frau hängt tagsüber erotischen Gedanken nach und schlurft am frühen Abend im Saunamantel durch die gedimmte Wohnung, über die Katze stolpernd. Der Einkauf im Supermarkt als letzte Kundin erfolgt im Jumpsuit.

Weitere Information zur Astrologie und Homöopathie erhalten Sie in verschiedenen Büchern von mir:




Donnerstag, 11. Januar 2018

Homöopathie - Beißen und gebissen werden

Menschen beißen eigentlich nicht und wenn doch, dann ganz zart. Ein solches Verhalten wollen wir zivilisierte Menschen den Tieren überlassen. Eine spannende homöopathische Rubrik ist daher das <Verlangen zu beißen>. Die folgenden rot markierten Arzneimittel sind alle mindestens zweiwertig und sie stammen aus Barthels Synthetischem Repertorium, Seite 24.

Die Rubrik enthält zwei dreiwertige Arzneien: Belladonna und Stramonium.


Reifer Stechapfel. Bitte kontaktieren Sie mich wenn Sie das Foto verwenden möchten

Wir erkennen unschwer, dass es sich um Mittelaltermittel handelt. Das Beißen ist die dunkle Seite eines Hexenkrautes, das im Mittelalter von Heilkundigen benutzt wurde um in Trance zu geraten. Wenn wir in einen anderen Zustand versetzt werden, dann gibt unser Wesen auch Züge preis, die außerhalb des zivilisierten Verhaltens liegen.

In der Natur beißen also Tiere. Wir schauen auf mögliche Tierarzneien in der Liste. Es sind derer drei: Calcium carbonicum, Cantharis und Lachesis. Zuerst dachte ich an einen Fehler bei Calcium, denn die Hälfte dessen was in einem Repertorium steht ist, wie mein Lehrer immer so schön sagt, falsch. Dann fiel mir ein, das Beißen könnte bei Calcium bedeuten, dass er <sich einen Happen sichert>. Wie kommt das? Calcium carbonicum finden wir auch in der Rubrik <Vielesser; Schlemmer> (Seite 162) - einer der Gründe warum dieser Arzneityp fast immer übergewichtig ist. Etwas zu „sichern“ ist zudem ein Charakterzug aller Karboniker. (Das sind Arzneitypen mit Endung –carbonicum.) Diese Kohlenstofftypen tun alles um ihren gewichtigen Status zu sichern. Deshalb muss ihr Kühlschrank stets gefüllt sein. Gleiches gilt für den teuren Weinkeller, mit welchem man bei neuen Bekannten ordentlich angeben kann.

Beim nächsten Mittel wird es krass: Cantharis vesicatoria ist die Spanische Fliege – ein Mittel um den Sex anzuheizen. Unschwer leiten wir ab, dass es sich um einen sehr sexuellen Menschen handelt. Das Beißen ist Ausdruck einer Fixierung auf Sex: Es sind gepiercte Typen mit Neigung zum Sado-Masochismus. Gebissen werden tut weh, aber manchem gefällt das. Masochistisch-bisexuelle Züge hat die Buschmeisterschlange Lachesis, doch hier kommt etwas Entscheidendes hinzu: Das Beißen bei Lachesis ist nicht nur ein Mittel um ihre Macht zu demonstrieren – typisch für Tiermittel –, es dient auch dazu, den Partner zu markieren, damit er nicht zu anderen Frauen abwandert. Schauen wir doch einmal in die Rubrik <Eifersucht> im oben genannten Repertorium (Seite 46). Dort finden wir neben Lachesis auch Hyoscyamus (schwarzes Bilsenkraut). Diese Menschen wollen mit dem Partner verschmelzen. Darunter machen sie es nicht. Das Beißen ist also Ausdruck einer extremen Nähe. Warum wird jemand so extrem? Es ist eine Verlassenheitsangst. Diese spielt beim nächsten Mittel eine überragende Rolle:

Campher-Typen krallen sich in andere Menschen hinein, weil sie keinen emotionalen Bezugspunkt in diesem Universum haben (übrigens auch Bismuthum). Das ist ein erheblicher Befund: Er bedeutet nichts Geringeres als dass sie nicht allein leben können. Das Hineinkrallen leitet über zum nächsten Mittel: Cuprum



Der Kupfermensch ist zunächst ein fanatischer Denunziant. Wir finden seinen Fanatismus im Bronchialasthma wieder. Unter einer Gabe Cuprum kann es den Betroffenen gelingen zu innerer Ruhe zurück zu finden anstatt den Einpeitscher spielen zu müssen. Das Hineinkrallen lässt sich noch steigern, mit Lyssinum. Das Mittel hat viele Anklänge an das europäische Mittelalter und über die Indikation <Tollwut> einen Bezug zum Animalischen. Dabei dürfen wir nicht vergessen, was dieser renommierte Homöopathielehrer zum Thema sagt:

„Alle Nosoden haben in irgendeiner Weise etwas Besessenes.“ ~ Dr. Harry van der Zee

Es fehlen noch zwei Arzneien. Carboneum sulphuratum ist ein Angsthase, der zu nächtlicher Erregung und destruktivem Zorn neigt. In dieser Verfassung überschreitet er, der ansonsten intimen Kontakt scheut, eine rote Linie und wird übergriffig. Als letztes Phytolacca: Das Mittel hat mit Belladonna folgende Indikationen gemeinsam: <rot, heiß, brennend und schießende Schmerzen>. Im Schmerztyp <schießend> können wir das Schütze-Temperament erkennen. Die dunkle Seite dieses Feuerzeichens sind Wutausbrüche und von dort ist es nur ein kleiner Weg zum Beißen. Weitere Infos zur Homöopathie finden Sie in meinen Büchern, darunter ...




Dienstag, 9. Januar 2018

Im Beratungsgespräch - Wo liegt der Hund begraben?

Ein Beratungsgespräch ist meist keine einfache Geschichte, doch es gibt auch Naturtalente, die Einfühlungsvermögen genauso wie Penetranz des Fragens überhaupt nicht lernen müssen. In diesem Blogartikel möchte ich einen alten Fall schildern. Thema war ein eingeklemmter Nerv.

Ich hatte einen stark übergewichtigen Klienten, der mich wegen seines immer wiederkehrenden eingeklemmten Rückennervs konsultierte. Er beauftragte mich ihm dabei zu helfen die Ursache zu finden. Ich machte ihm klar, dass die Antwort unangenehm für ihn sein könnte. Er wagte das Experiment und wir hatten Erfolg.

Er erzählte mir von 70'000 Euro Schulden und vielen Bewerbungen, die nicht zum Erfolg führten. Er hatte keine Freundin zu dieser Zeit, schämte sich wegen seines Körpergeruchs und litt unter der Einsamkeit. Seine Freundinnen durfte er nicht zu seinen Eltern bringen. Diese waren christliche Fundamentalisten, weshalb sie voreheliche Aktivitäten ablehnten.

Ich fragte ihn nach einigen Sätzen, ob er mir wirklich alles erzählt hätte was ihn bedrückt. Ich bemühte mich besonders sanft zu sein und ihm zu vermitteln, dass ihm das nützen würde. Schließlich kam er an meinem arsenischen Scharfblick und meiner sulphurischen geistigen Trennschärfe nicht vorbei. Er berichtete, … dass die Schulden aus einer Schlägerei entstanden, in welche er als Jugendlicher verwickelt war – für seine pazifistischen Eltern ein absolutes Unding. Seither, so fühlte er, sei das Verhältnis zu ihnen gestört. Er war ein sanfter Riese, der im Gespräch oft lachte.

Wir fanden heraus, dass er seine Schulden als sehr belastend empfand. Diese Scham und die Aussicht, über lange Zeit damit leben zu müssen verschob seine Achsensymmetrie, … bis sich ein Nerv einklemmte.

Verkrampfungen, Verschiebungen, Enge- und Kompressionsgefühle im Körper sind fast immer mit Angst oder Wut, oft auch beidem, verbunden. Wenn ich eine Beratung habe und blicke nach Tagen noch nicht richtig durch, dann hilft mir meistens diese alte Erfahrung.

Danke für’s Lesen und Ihnen eine erfolgreiche Restwoche. Zum Schluss noch etwas Werbung in eigener Sache - mein einziges englischsprachiges Buch, als eBook:


Freitag, 5. Januar 2018

Homöopathie - Die Barium iodatum Persönlichkeit

Barium iodatum ist ein kleines Mittel. Doktor Boericke widmet ihm einige Zeilen. Wir sehen, dass die Arznei aus dem Schwermetall Barium und dem Halogen Jod zusammengesetzt ist. In der Beschreibung finden wir beide Anteile wieder.

In diesem Mittel fließt die Menschenfurcht von Barium zusammen mit der außergewöhnlichen Störbarkeit von Jod. Das Ergebnis ist ein Rückzug nach innen. Doktor Boericke nennt ein Vergleichsmittel. Es ist Conium maculatum. Den Schierling finden wir in folgender Rubrik in Zandvoorts Complete Repertory Mind auf Seite 247: <Fürchtet sich davor die Tür zu öffnen>. Was erkennen wir? Eine gestörte Umweltbeziehung. Gehen wir zu den nächsten Symptomen:

„Geschwollene Halslymphknoten und gehemmtes Wachstum." ~ W. Boericke: Homoeopathic Materia Medica & Rep, Seite 109

Kranke Halslymphknoten haben nicht nur einen Bezug zu blockierter Wut, sondern auch zu gestörten Beziehungen. Hierzu sollte man wissen: Lymphknoten filtern Krankheitserreger aus der Lymphe. Diese Erreger sind keinesfalls unnötig oder böse; sie sind notwendige Herausforderungen durch die Umwelt. Ein Immunsystem mit Funktionsstörungen zeigt bei kindlichen Mitteln wie Calcium und Barium eine Schwäche beim Konfrontieren der Umwelt. Schauen wir noch genauer hin, dann erkennen wir eine Angst erwachsen zu werden. Diese einfachen Geschöpfe glauben das Erwachsenleben sei nichts für sie; also verweigern sie sich, wie man es deutlich am Symptom <gehemmtes Wachstum> erkennen kann. Astrologie? Saturn im 7. Haus. Wir kommen zum nächsten Baustein. Er heißt astrologisch Mond im 4. Haus oder Krebs:

"Modalität: Schlechter durch Gehen --- Ophthalmie [Entzündung der Augenbindehaut oder des Augapfels]" ~ Murphys Klinische Materia Medica, Seite 320

Beide Indikationen spiegeln das für Barium typische Nesthocken. In die <gefährliche Welt da draußen> kann er nicht gehen; zudem verweigert er das Sehen. Dann bleibt er zu Hause. Im Mittelalter waren es Jugendliche, die den ganzen Tag hinter dem Ofen saßen.

„Diese Arznei wird bei verhärteten Drüsen eingesetzt.“ ~ Murphy, S. 320

Die Verhärtung im Körper zeigt auch eine Verhärtung auf der seelischen Ebene an. Dafür zuständig ist das Steinbock-Temperament von Jod. Dieses Tierkreiszeichen finden wir wieder im abweisenden und einzelgängerischen Jod-Charakter. Die Verhärtung ist aber auch das Ergebnis von verlorenen Machtkämpfen. Barium ist ein unerfahrener Mensch (niedriges Stadium im Periodensystem), der in Machtkämpfen fast immer den Kürzeren zieht.

Vielen Dank fürs Lesen! Weitere Information zur Homöopathie finden Sie in folgenden Büchern von mir: