Empfohlener Beitrag

Merkur Aspekt Saturn - Vom Lernen und der Ignoranz

Sonntag, 26. November 2017

Saturn, Neptun und die Drogen

Ich möchte die neptunische Seite von Menschen mit ständigem Alkohol- oder Kifkonsum besprechen. Drogenmissbrauch hat auch eine plutonische Seite. Diese folgt in einem anderen Artikel. Ich meine in diesem Artikel ausdrücklich nicht Trinker oder Menschen, die gelegentlich in illustrer Runde kiffen, sondern chronische Nutzer dieser und härterer Drogen. Neptunische Schlüsselbegriffe sind im Text grün und saturnische rot.


Menschen, die regelmäßig Alkohol oder Kif konsumieren unterlaufen jede Rahmenbedingung, die durch Raum und Zeit gesetzt ist – doch diese ist fundamental, denn sie ist die Grundbedingung für irdisches Leben! Wir werden in einen schweren Körper geboren, bewegen uns im dreidimensionalen Raum und die Sanduhr läuft, sobald uns die Hebamme zum Wiegen hingelegt hat. Das erwähnte <Unterlaufen>, man könnte auch sagen Ausweichen, hat Übergriffe und Unzuverlässigkeit zur Folge. Wer regelmäßig Drogen konsumiert will sich nicht einordnen; statt dessen dringt er in Räume anderer ein, verletzt deren Integrität. Er lehnt jede Zeitvorgabe ab, das heißt kommt zu spät oder lässt Termine platzen.

Drogenpersönlichkeiten können mit ihren Mitmenschen keine Verbundenheit herstellen, da ihnen die Ernsthaftigkeit eines tiefer gehenden Kontaktes unmöglich ist. Deshalb bevorzugen sie zwangloses Chillen in Gruppen, das sie zu nichts verpflichtet.

Dennoch werden sie zeitlebens mit dem Rahmen, den sie ablehnen, konfrontiert, zum Beispiel als Betreuungs- und Entzugsangebot. Das gibt ihnen einerseits Halt, ist für sie aber auch eine Anmaßung der „anderen.“

Wer sind die „anderen?“ Es ist die bürgerliche Leistungsgesellschaft, die zähneknirschend obige Betreuungs- und Entzugsangebote bezahlt. Diese Menschen schuften hektisch jeden Tag (wie die homöopathischen Insekten) und sie schimpfen auf Drogenkonsumenten, weil diese „faule Parasiten sind.“ Was steckt hinter dem Meckern?

Im Mittelalter kannte man den Müßiggang. <Müßig> heißt verkürzt gesagt <nicht nutzbringend>, es bedeutet aber im philosophischen Sinne, dass jemand einfach mal nichts tut, wo etwas dabei heraus kommen muss. Diese Sabbat-Zeit ist wertvolle Zeit, weil wir auf Langsamkeit herunterfahren und so bei uns ankommen. Das Höhere Selbst, aber auch das Unbewusste, geben uns beim Chillen Informationen preis, die wir sonst im ständigen Schaffen gar nicht erhört hätten … und damit sind wir bei des Pudels Kern:

Der bürgerliche Leistungsträger will überhaupt nicht mit seinem Inneren konfrontiert werden; deshalb weicht er der Tiefe eines Gespräches aus. Das ist ihm viel zu gefährlich – siehe alle Karbonate in der Homöopathie, 


... Graphites, Carbo vegetabilis, Carbo animalis, alle Carbonicums und Adamas! Jede Art von Loslassen, von Selbstreflexion wird zum karbonisch-bürgerlichen Schatten nach C. G. Jung. Dazu sage ich: 

<Schimpft ihr mal schön, während Ihr Eure Goldbarren in den Keller schafft, es bringt Euch keinen Zentimeter weiter in der Individuation. Aber gerade dafür leben wir doch: Schrittweise all unsere Schatten zu integrieren, bis keiner mehr übrig ist>.

Vielen Dank fürs Lesen. Ich wünsche Ihnen einen schönen ersten Advent.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen