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Mittwoch, 8. November 2017

Fische-Mond im 7. Haus

Der Mond ist nach meiner Erfahrung der bedeutendste Eckpunkt im Horoskop. In diesem Artikel möchte ich den Mond in die Fische setzen und in das siebte Haus. Sinn und Zweck der Übung ist, das astrologische Kombinieren zu üben. Wenn wir mit der Sonne, Saturn und dem Aszendenten genauso verfahren, dann haben wir die wichtigsten Eckpunkte erfasst und können bereits viel über die Person aussagen.

Der Mond ist der Anzeiger für kindliche Urbedürfnisse. Deshalb ist er so bedeutend. Wir erfahren etwas über unser Kind-Ich mit seinen Bedürfnissen nach <emotionaler Nahrung>; das ist zum Beispiel Geborgenheit annehmen oder schenken zu können. Unter einem Fische-Mond geboren, brauchen wir zum Aufgehobensein eine besondere Atmosphäre, welche der Wiedervereinigung mit der universalen Mutter möglichst nahe kommen soll. Ein <Bad> in vertrauten, sanften Stimmen - besonders den tiefen Stimmen - beruhigt uns. Wir sind wieder verbunden!


Steht dieser Mond in Haus 7, dann möchten wir mit der Umgebung eins werden; … nie mehr allein sein. Das Gefühl abgetrennt zu sein ist für uns ein Kompromiss. Wir fühlen uns wie ein Splitter, der einst auf Atlantis aus einem riesigen Kristall herausbrach und seither seine Urschwingung sucht. Diese Spannung, diese Sehnsucht bewirkt im Hier und Jetzt, dass wir die Zeit überbrücken, bis wir wieder all unsere Lieben um uns haben. Immer muss jemand ansprechbar sein, deshalb auch die hohe Telefonrechnung. Dieses Verhaltensmuster kennen wir aus der Homöopathie, insbesondere von den Meeresmitteln Spongia (Schwamm) und Cypraea eglantina (Kaurischnecke).

Mit einem Fische-Mond schöpfen wir frische Kraft aus schnödem Nichtstun, … oder neudeutsch: wir chillen. Sind wir unter der Woche arg im Hamsterrad, dann kann am Wochenende das Bedürfnis aufkommen in trauter Runde eine Tüte herumgehen zu lassen. In diesem Dunst sehen wir dann die Wirklichkeit nicht mehr so scharf. Die Fische fliehen zu gerne aus einer Realität, deren Härte sie oft nicht ertragen können, auch weil sie dort ihre Ideale verraten sehen - ein berechtigter Vorwurf, den viele unser Zivilisationen aushalten müssen! Mit Cannabis dagegen werden wir lustig und albern herum wie kleine Kinder, auch weil wir keinen angefangenen Satz mehr zu Ende bekommen.

Das Wort <Atmosphäre> habe ich zu Anfang bewusst gewählt. Es ist die Herbstlichkeit des Bodennebels. Geht man auf ihn zu, hat er sich auf geheimnisvolle Weise aufgelöst. Verfolgen wir ihn auf unserem Morgenspaziergang übers Feld, ist er auch dort weg. Ich spiele damit auf die Gas-Persönlichkeiten der Homöopathie an. Diese Charaktere sind flüchtig und anfällig für Trugbilder.


Menschen mit Mond in Fische in Haus 7 sind anfällig dafür, sich fort zu machen, anstatt Probleme mit der menschlichen Umwelt zu konfrontieren und einer Lösung zuzuführen. Manche werden schließlich zu Meistern des ständigen Hinausschiebens. Sie lassen Termine platzen, um dem Druck auszuweichen. Nur zu leicht können sie in ein Muster hineinrutschen, ihre Mitmenschen zu beschummeln, vor allem über ihre eigenen Schwächen und Versäumnisse … über die Jahre vielleicht so sehr, dass sie ihre Märchen inzwischen längst selber glauben. Das Schönste und Geheimnisvollste zu dieser Mondstellung schreibe ich zum Schluss:

In der Esoterik gibt es das Konzept des <Seelenpartners> oder der <Dualseele>. Menschen mit einem Siebthaus-Fischemond suchen diesen Menschen. Darunter machen sie es nicht. Sie besuchen Esoterikmessen und spirituelle Buchhandlungen, um dort zu finden was sie aus ihren sanft aquarellierten inneren Bildern schon empfangen haben. Vielleicht ist das der Grund warum es in vielen Eso-Buchhandlungen so andächtig still ist ...


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