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Merkur Aspekt Saturn - Vom Lernen und der Ignoranz

Dienstag, 17. Oktober 2017

Eine Liste meiner eBooks - aktualisiert

Ich bekam eine Anfrage, wo meine eBooks zu erwerben sind. Dazu kommt jetzt eine Liste, ohne amazon zu berücksichtigen. Ich denke auch, dass so etwas nicht notwendig ist, denn dort braucht man nur <Gerhard Miller eBooks> einzugeben und schon ist sie auf dem Bildschirm. Meine Alternative wäre in diesem Fall www.buch7.de, der „Buchhandel mit der sozialen Seite.“ Bitte auf die Internetadressen unter den Bildern klicken!

Neben den astrologischen und homöopathischen Büchern habe ich ein Familienberatungs-Ebook veröffentlicht. Es heißt <Liebe oder Übergriff> Hier ist es:




In dieser Liste steht mein Astrologie eBook mit dem Titel <Astrologische Mosaiksteine>.




Es geht weiter mit <Kompakte Homöopathie Teil 1>:




Dazu noch einen zweiten Teil, unter …


Ein weiterer günstiger Titel ist <Homöopathie im Twitter-Stil>:



Den Titel <Körper-Seele-Homöopathie - Die Psychosomatik von 170 Arzneipersönlichkeiten> finden Sie unter …




Das Ur-Prinzip Pluto und die Erzwingung

Die Entdeckung Plutos ist knapp 100 Jahre her. Seitdem sammeln wir Astrologen Schlüsselbegriffe für das Ur-Prinzip, damit wir eines Tages von ihm ein ebenso vollständiges Bild bekommen wie zum Beispiel vom Mars. Im gestrigen Blogartikel war die <Tiefe> als Schlüsselbegriff im Zentrum, heute soll es die <Erzwingung> sein. Diese geistig-seelische Haltung kann sich im Körper auskristallisieren als <Konstriktion>.

Plutonische Zuneigung ist vereinnahmend. Plutonier rutschen oft in ein Muster hinein, den Partner schleichend in Besitz zu nehmen. So ist die Sache aber durch das Schicksal nicht gedacht. Wir sind dem Partner zugeordnet und sollten ihn jederzeit loslassen können. Plutos Einsatz ist ausschließend. Das bedeutet: „Du sollst keine anderen neben mir haben, die mir Dich wegnehmen können.“ Um das zu erreichen kommt ein animalischer Charakterzug zum Tragen: Konkurrenten werden weggebissen. (An dieser Stelle ist interessant: Wir sollten ein Horoskop integriert deuten, niemals nur einzelne Bausteine, sondern die wichtigste Eckpunkte aufeinander bezogen. Warum? Weil wir genau wissen sollten, wen wir als Klienten vor uns haben: Plutonier, die auch ein astrologisches Feuer haben1) sind noch ausgeprägter animalisch: In ihrem wilden Leben dreht alles um Selbstdarstellung, Schnelligkeit, Wettbewerb, Kampf, Konkurrenz und Schönheit. Das passt im Übrigen sehr schön auf die Tiermittel der Homöopathie. Wer drei Kinder hat und alle sind Tier-Persönlichkeiten, … viel Spaß!).

Nun sage jemand zu diesem Plutonier, er oder sie solle „nun endlich loslassen!“ Haha, wie lustig?! Das natürliche Loslassen ist vom Plutomenschen ungefähr so weit entfernt wie die Erde vom Andromedanebel. Plutonier lernen durch bittere Lektionen, nämlich durch Verlassenwerden, dass ihnen zum Überleben nichts anderes übrig bleibt als loszulassen.

Doch in der Beziehung haben sie den Partner fast erdrückt oder gar erwürgt, als wären sie eine Schlange, eine Boa constrictor.

Bildquelle: Wikipedia

Da hatten wir gerade einen schönen Fachbegriff: die Konstriktion. Eine Konstriktion ergibt einen Bluthochdruck. Er kann sich auskristallisieren, wenn es einem partnerabhängigen Menschen nicht mehr gelingt, das Gegenüber so zu <fesseln> oder subtil zu manipulieren, das es bei ihm bleibt. Wenn auch noch die Kinder fast gleichzeitig aus dem Haus gehen, ist das Unglück da. Die Indianer sagen: <Es> passiert innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Der Körper reagiert mit einer Hypertonie, mit Hektik, rotem Kopf, auch anfallsweise. Schauen wir genau hin: Die Muskeln unserer Arterien umklammern das Gefäß sehr stark. Es wird eng im Blutfluss. <Enge> bedeutet Angst und es ist eine <Angst vor dem Verlassenwerden>. Das klassische Mittel ist hier das homöopathische Chlor, meist verschrieben in einem Metallsalz mit der Endung -muriaticum. Halten wir fest: 

Den Fortbestand einer Beziehung erzwingen zu wollen schafft Distanz, da der Partner früher oder später verschwinden wird – aus Selbsterhaltung. 

Tut er das nicht, aus welchen Motiven auch immer, kontert er die Hypertonie unbewusst mit - sagen wir mal - Bronchialasthma. Das ist auch <Enge> als Angst und der Bronchospasmus ist wiederum eine Form der Konstriktion. Ich bin selbst Plutonier und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass mir in solchen Situationen Körperpsychotherapie oft geholfen hat. Vorteil: Sehr persönliche Gespräche, viel Zeit durch den Therapeuten, Nachteil: selbst zahlen.

1) Astrologisches Feuer haben die Feuerzeichen Widder, Löwe und Schütze

Weitere Information zur Astrologie erhalten Sie in folgendem Buch von mir:




Montag, 16. Oktober 2017

Das Ur-Prinzip Pluto und die Tiefe

Die Entdeckung Plutos ist noch nicht einmal 100 Jahre her. Seitdem sammeln wir Astrologen Schlüsselbegriffe für dieses Ur-Prinzip, damit wir eines Tages von ihm ein ebenso vollständiges Bild bekommen wie zum Beispiel von der Venus. <Macht>, <Masse> und <Charisma> sind die ersten Begriffe, die wir üblicherweise als Schüler lernen. In diesem Blogartikel möchte ich einen weiteren vorstellen: Die Tiefe.

Beginnen wir mit einem legendären Zitat:


„Nimmst Du die blaue Pille, dann bleibst Du im Wunderland und ich zeige Dir wie tief der Kaninchenbau ist.“ ~ Morpheus zu Neo

(Ich finde den Namen des Matrix-Titelhelden passend. Er erinnert mich an das Ballett „Orpheus in der Unterwelt.“) Bedeutet <Tiefe>, dass wir <nach unten gehen>, in die <Unterzone des Lebens>? Könnte es sein, dass wir dort etwas finden, ganz wie Morpheus es andeutet, das wir lieber nicht gesehen hätten? Könnte es sein, dass wir dort „die Wahrheit“ finden, wie Morpheus sie anbietet, eine atemberaubend umfassende Wahrheit, jenseits aller Fakes?

Es gibt tiefsinnige Gespräche. Es gibt tiefgründige Analysen. Es gibt beispielsweise Tiefbauingenieure und <Menschen mit Tiefgang>. Wirklich alles Plutonier? Ein Plutonier ist kein oberflächlicher Mensch, sofern er seine Mission ernst nimmt. Als Journalist versucht er den Dingen, die er beobachtet hat, auf den Grund zu gehen. Er will die Wurzel eines entdeckten Übels finden und so erfahren ob das Entdeckte vielleicht die Spitze eines Eisbergs sein könnte. (Ein Eisberg befindet sich zum großen Teil unterhalb der Sichtbarkeit!) Schon wieder Pluto ...

Die Tiefe können wir in einem Schwimmbad erfahren, wenn wir dort sind, wo wir nicht mehr im Wasser stehen können. Diese Situation ist für fast alle Menschen aber unproblematisch, da in keiner Weise unheimlich. Anders wird es wenn der Swimmingpool unserer reichen Freunde im Herbst durch Blätter zugedeckt ist. Wir schauen dort hin und plötzlich stößt etwas nach oben. Was ist es? Schildkröten, Karpfen oder gar ein Piranha? Nicht lachen! Das sind jetzt Metaphern. Wofür? Für das Unbewusste. Ich unterrichte das Unbewusste immer an diesem Beispiel. (Den ganzen Artikel können Sie hier in Englisch lesen). Was wissen wir jetzt? Das Unbewusste ist mit Pluto verbunden und es ist irgendwie unten, ... unterbewusst. In diesem Keller sind Inhalte gespeichert, die für jeden von uns teilweise schmachvoll sind. So erkläre ich immer <Pluto als Schmuddelkind>. Im Unbewussten sind Wünsche vorhanden, die so unzüchtig und bar jeder Zurückhaltung sind, dass wir mit ihnen nichts zu tun haben wollen. Schlechte Zeiten für alle, die sich ihrer Anständigkeit rühmen!

Eine weitere Form der Tiefe geht nicht nach unten, sondern bewegt sich mehr oder weniger auf der Sagittalebene. Diese Tiefe finden wir im Röntgenbild wieder und im MRT. In beiden Bildern wird eine Welt sichtbar gemacht, die sich bis zur Entdeckung der Verfahren dem bloßen Auge entzog: <Pluto und die geheime Welt des Unsichtbaren> gewissermaßen.

Einen weiteren Schlüsselbegriff für Pluto werde ich in einem anderen Beitrag vorstellen: Die <Erzwingung> auf der seelischen, verbunden mit der <Konstriktion> auf der körperlichen Ebene – zwei Phänomene, ein und dieselbe Sache.

Vielen Dank fürs Mitlesen und denken Sie an Pluto, wenn Sie das das nächste Mal in einen Bergwerksstollen fahren!



Mittwoch, 11. Oktober 2017

Was tun wenn Saturn zu Besuch kommt?

Die griechische Mythologie war die Psychoanalyse vergangener Zeiten – lange bevor Sigmund Freud die Psychoanalyse der Neuzeit begründete. Die Astrologie nimmt in den Ur-Prinzipien Sonne bis Pluto Bezug auf die Götter dieser Antike. Einer dieser Götter ist Saturn. Er war der Lieblingssohn von Göttin Gaia. Auf ihn war so sehr Verlass, dass er sogar dem mütterlichen Auftrag seinen eigenen Vater zu entmannen, nachkam.

Immer wieder lesen wir, dass Saturn als Ur-Prinzip keinen guten Ruf habe. Ich sehe das anders und will Ihnen das gerne näher bringen. Wir wollen einmal schauen was wir tun können wenn Saturn zu Besuch kommt.

Einer der großen Schlüsselbegriffe für Saturn ist die festigende Struktur. Wir finden sie im menschlichen Körper als Faszie; im Kristall ist sie das Atomgitter und im Universum die dunkle Materie – drei Beispiele. Ohne Saturn wurde alles Leben ohne inneren Halt sein wie eine Qualle. Das Ergebnis wären Existenzformen ohne Rückgrat. Das gilt auch für andere Ebenen, für die geistige, die emotionale und so fort. Ohne Saturn wären alle Phänomene des Lebens beliebig und unzuverlässig – Meinungen, Gefühle. Lebewesen brauchen aber das Saturnische als Sicherheit, als etwas worauf sie sich beziehen und verlassen können.

Unter einem Saturntransit sollten wir innehalten und sichern was wir uns erarbeitet haben. Wir können in dieser Lebensphase heilfasten, nachdem wir uns auf die Waage gestellt und uns ordentlich erschreckt haben. Drei Tage nur trinken und der Geist wird klar – für weitere Entscheidungen: Die eigene Firma in der nächsten Zeit konsolidieren: Abteilungen schließen, die „es über längere Zeit nicht gebracht haben.“ Das geht nur mit harten Entscheidungen, die das gemeinsame Überleben sichern. Unter Saturn vereinbaren wir Verbote und Gebote in Beziehungen, mit Partnern, mit Kindern. Es gibt Kinder, die so anmaßend sind, dass wir ihnen mit Sanktionen drohen müssen – in deren eigenem Interesse. Das mag knüppelhart daherkommen, aber es kann junge Erwachsene, die auf der Kippe sind, zur Besinnung bringen.

Jemand, der ein striktes, preussisches Verhalten an den Tag legt gilt in politisch linken Kreisen als autoritär oder gar neofaschistisch. Das hat seine Geschichte: Die 68er Revolution war wichtig und wir Deutsche können auf diese Sozialrevolution stolz sein. Sie hatte nur einen Nachteil: Wir haben in der Überwindung des allmächtigen Haushaltsvorstandes auch gleich <das Kind mit dem Bade ausgekippt>. Seither sind saturnische Begriffe wie zum Beispiel die <deutsche Leitkultur> tabuisiert. Unter diese Kultur fallen Traditionen wie das Pfannkuchenessen auf dem Dorf oder Kirchweihfeste, von welchen türkisch-stämmige SPD-Frauen noch nie gehört haben. Der moderne, politisch linke Bürger will frei sein von allem was ihm <schrecklich deutsch daher kommt>. Doch diese Art von Freiheit nach einen Nachteil: Sie baut ein Tabu auf und nährt ein Gefühl moralischer Überlegenheit gegenüber einem Menschen, der seine Heimat liebt. Dieser wird zum Neofaschisten erklärt.

Vielen Dank fürs Mitlesen und denken Sie an Saturn, wenn Ihnen das nächste Mal Härten ins Haus stehen. Sie haben ihr Gutes!

Weitere Information zur Astrologie erhalten Sie in folgendem Buch von mir:




Dienstag, 10. Oktober 2017

Homöopathie - Myrica cerifera

Das homöopathische Mittel Myrica cerifera ist die Wachsmyrthe aus Nordamerika - eine Pflanze und ein kleines Mittel. Kleine Mittel psychodynamisch darzustellen ist eine Herausforderung, da bei den meisten kaum oder gar keine Geist- und Gemütssymptome erforscht oder nur wenige Dekompensationssymptome bekannt sind.

Auffällig bei diesem Mittel ist die Kombination von Herzleiden (Rubrik heißt: <schwacher, unregelmäßiger Puls1)) mit einer Hepatose ohne Entzündungsparameter. Die gemeinsame astrologische Teilmenge von Herz und Leber ist der Löwe. Der Löwe ist ein Feuerzeichen. Das sind warmherzige, vitale Menschen, die stark strahlen und zu geben in der Lage sind, doch beim kranken Myrica-Menschen ist der Puls langsam. Wir notieren hiermit das erste löwetypische Dekompensationssymptom: <Erloschenes inneres Feuer>. Die Literatur macht keine weiteren Angaben über das Herz. <Herzleiden> mit <langsamem Puls> deuten auf eine Herzneurose hin. (Jede Herzneurose kann aber bald das Herz auch organisch und somit messbar verändern.)

Aus Murphys Klinischer Materia Medica sammeln wir weiter:

<Ikterus [...], verzagt, entmutigt, reizbar, gleichgültig>2)

In der Dekompensation ist von der Leidenschaft goldener Zeiten, mit seinem Mut und dem königlichen Gefühl nur noch die Reizbarkeit übrig geblieben. Das Ehrgefühl ist beschädigt und der Kampf darum wurde aufgegeben. Der Ikterus zeigt die angestaute Wut (auf das Leben): "Ich habe verloren."

Was ist passiert? Um das herauszufinden wenden wir uns einem Leitsymptom dieses Mittels zu: Es sind Fäulnisprozesse im Verdauungstrakt, die zu ständigem Blähungsabgang beim Gehen führen. Die Rubriken heißen <übelriechende Sekretion von Schleim im Hals>3) und <faulige Stühle>4).

„Schulmedizinisch gesehen sind Fäulnisprozesse im Verdauungstrakt meist ein Absinken der gesunden Bakterien, die sonst die krankmachenden in Schach halten. Fäulnis entsteht wenn Ausscheidungen zu lange liegenbleiben, nicht richtig aufgespalten werden, da zu wenige "gute" Bakterien vorhanden sind. Dabei entstehen auch Gase. Es ist also letztendlich eine Frage des Milieus!“ ~ Barbara Lohmann, Heilpraktikerin

Was drückt die Seele aus? Da will jemand nicht hinschauen was er verdauen muss. Es gibt etwas, das für ihn so schlimm ist, dass es zum Himmel stinkt.

Gerade fiel ein rot markierter Schlüsselbegriff, der uns zum passenden Miasma führt und damit auch zur Astrologie: „Nicht hinschauen wollen.“

„Wegschauen und etwas verstecken wollen sind sykotische Themen. Hauptmittel der Sykose ist Thuja und bei den Nosoden ist es Medorrhinum.“ ~ Barbara Lohmann, HP in Penzberg/Oberbayern

Myrica ist also eine kleine Schwester von Thuja gewissermaßen. Die Sykose entspricht mit dem Thema der schonungslosen Selbstentlarvung dem 8. Haus und dem Skorpion. Im Bedürfnis, etwas Schändliches oder Traumatisches wegschließen zu wollen, erkennen wir auch das astrologische Schmuddelkind Pluto – den inneren Pluto.

Pluto bedeutet Macht. Damit wissen wir was mit dem eingangs beschriebenen Selbstwertgefühl passiert ist. Ein Machtkampf wurde verloren, vielleicht gegen einen charismatischen oder übermächtigen Gegner. Gestaute Wut blieb zurück, die sich klassisch als Hepatose zeigt. Die Chinesen sagen: „Die Leber ist der Sitz der Wut.“ Der kranke Myrica-Mensch ist zerbrochen. Er kann in großer Schmach nur noch vor sich hinfurzen.

Wenn ich die Astrologie und Psychodynamik eines Mittels erforsche, dann arbeite ich mit Bestätigungen meiner Thesen und diese reiche ich hiermit nach. Ein weiteres Doppelleitsymptom lautet:

<Dumpfer, schwerer Schmerz in Schläfen und Stirn>; <dumpfer Schmerz in der Leber.> 5)

Dumpfe Schmerzen sind tiefe Schmerzen. (Die Tiefe ist eines der wichtigsten Pluto-Schlüsselbegriffe überhaupt!) Dieser Schmerz ist schwer lokalisierbar und breitet sich undefinierbar aus. Er ist unheimlich und damit unzweifelhaft plutonisch. Zusammengefasst haben wir mit Myrica ein feines sykotisches Mittel für den plutonischen Löwe-Patienten, dem geholfen ist wenn er durch aufbauende Gespräche einen Teil seines Königreiches zurückbekommt, genauso wie seine Selbstachtung und seinen Mut.

Eine Zugabe für alle Leser, die sich für das 8. Haus, Pluto und die Sykose interessieren habe ich ... in folgender Rubrik:

<Haut - gelb und juckend. Kribbelndes Gefühl, wie von Insekten>6)

Insekten sind psychoanalytisch fast immer Hinweise auf eine Furcht vor der (eigenen) Dunkelheit. Manche sind mikroskopisch kleine Monster und die Patienten haben somit letztlich Angst vor dem Monster in sich selbst.

Anmerkungen:

1) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1391
2) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1390
3) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1390
4) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1391
5) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1390 f.
6) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1391

Weitere Infos zur psychologischen Homöopathie erhalten Sie hier:



Was tun wenn Uranus zu Besuch kommt?

Die griechische Mythologie war die Psychoanalyse vergangener Zeiten – lange bevor Sigmund Freud die Psychoanalyse der Neuzeit begründete. Die Astrologie nimmt in den Ur-Prinzipien Sonne bis Pluto Bezug auf die Götter dieser Antike. Einer dieser Götter ist Uranus. Mit ihm und Göttin Gaia begann die Geschichte seinerzeit. Die beiden hatten einen Haufen Kinder und darunter waren so manche sonderbaren Gestalten.

Wir sehen in dieser Analogie, dass Uranus zu den Planeten gehört, welche das Prinzip des Kreativen, also der Schaffenskraft verkörpern. Unter uranischem Einfluss gebären wir wie im Brainstorming viele Ideen. (Dabei helfen uns homöopathisch Coffea, Lachesis und Opium: "Reichtum an Ideen bei Klarheit des Geistes" heißt deren gemeinsame Rubrik. Uranus ist die höhere Oktave des Merkur. Wir müssen nicht erst aus Fakten folgern, sondern wissen, ohne dass wir es logisch aufdröseln können, durch eine Eingebung.)

Was also ist zu tun, wenn der Gott des Chaos zu Besuch kommt?

Uranische Transite sind Anzeiger, dass wir aus der Bahn geschleudert werden und wir müssen vielleicht Ängste und Befürchtungen aushalten, da wir erst einmal nicht wissen wie es weiter gehen soll. Es bricht etwas herein, das so <abgefahren> ist, dass wir es vorher nicht für möglich hielten. Dieser Umbruch ist gewollt. Wir sollen alles was erstarrt ist hinter uns lassen. Diese Energie in uns zu unterdrücken wäre eine schlechte Idee, denn Uranus ist ein mächtiger Gott. Wir würden in einem solchen Fall beispielsweise mit sehr schmerzhaften Unfällen rechnen müssen. In meiner eigenen Radix ist ein Mars-Uranus-Trigon. Ich spüre oft morgens schon, falls etwas in der Luft liegt. Es kommt dann im Lauf des Tages zu kleineren Unfällen, die ich nach Jahren inzwischen gut integrieren kann. Ich wehre mich nicht mehr gegen das Rebellische, das in mir ausbrechen will. Ich lasse es geschehen als etwas, das sich (schöpferisch) machtvoll ausdrückt.

Wie spüren wir Uranus im Körper? Typisch sind zuerst einmal Krampfzustände, wie beim Bronchialasthma. Durch solche Symptome drücken wir zum Beispiel aus wie sehr wir uns anderen Menschen überlegen fühlen. Die dunkle Seite von Uranus ist eine durch nichts zu erklärende Selbstaufblähung und Überheblichkeit, die von Größenideen gespeist werden.

Nächstes Beispiel: Wir erleiden Schürfungen an unseren Ellbogen: Wir haben sie nicht gebraucht um uns aus misslichen Situationen zu befreien, zum Beispiel ständig meckernde Kinder auf Abstand zu halten, die sauertöpfische Ehefrau in die Schranken zu weisen und so fort. (Es ist eine psychosomatische Grundregel, dass entsprechende Körperbereiche reagieren, wenn wir ein bestimmtes Verhalten tabuisieren. Bekommen wir als Kinder beigebracht, dass wir uns stets höflich und angepasst verhalten müssen, dann können wir später uranische Beschwerden bekommen.)

Drittes Beispiel mögen Verletzungen am oberen Sprunggelenk sein. Wir hätten aus unserer festgebackenen Situation springen sollen, haben es aber nicht gewagt. Ein Ausbruch aus unserem bürgerlichen Muster wäre angesagt gewesen oder wir hätten ordentlich auf die Kacke hauen sollen. Stattdessen hatten wir Angst jemanden zu beleidigen oder uns durch „seltsame Handlungen lächerlich zu machen.“

Es gibt Menschen, deren gesamtes Leben uranische Züge trägt, obwohl sie selbst überhaupt nicht so sind. In einem meiner Bücher findet sich ein satirisches Beispiel für eine <graue Maus>, die ein unspektakuläres Leben führt, aber ihre Beziehungen sind ganz anders:

Nennen wir den Schauspieler der folgenden Geschichte <Achim>. Achim hat Uranus im 7. Haus. Seine erste Frau sagte, sie hole schnell Kippen. Sie kam nie wieder. Seine zweite Frau wurde von einer Sturzgeburt überrascht, die sie auf der Straße absetzte. Ein Landstreicher half beim sterilen Entbinden. Sie war so durchgeknallt, dass sie ihr Kind immer beim Einkauf vergaß. Die Polizei brachte es ihm vorbei, aber seine Frau blieb eines Tages ganz weg. Seine dritte warf sich Valium ein um sich aufzuputschen. Laut, schrill und anstrengend wie sie war, stolperte sie einsam und ertrank in einer Pfütze. Seither pflegt Achim virtuelle Beziehungen.

Hier kommt das soeben zitierte Satirebuch von mir (das untere):


Montag, 9. Oktober 2017

Was tun wenn Neptun zu Besuch kommt?

Die griechische Mythologie war die Psychoanalyse vergangener Zeiten – lange bevor Sigmund Freud die Psychoanalyse der Neuzeit begründete. Die Astrologie nimmt in den Ur-Prinzipien Sonne bis Pluto Bezug auf die Götter dieser Antike. Einer dieser Götter ist Poseidon – astrologisch Neptun. Er ist der Gott des Wassers. Wir wollen uns exemplarisch anschauen wie es sich anfühlt wenn dieser Geistvater unser Leben unterflutet.

Bildquelle: Astrologie-Blog von Beat Kofmehl unter http://astrologie-jupiter9.blogspot.de/

Zunächst etwas Info für astrologische Anfänger. Unsere persönlichen Interessen werden durch Sonne bis Saturn abgedeckt. Gehen wir weiter über Saturn hinaus, so werden die Dinge überpersönlich. Irgendwann in unserem Leben werden kollektive Themen an uns herantreten und wir entscheiden ob wir sie in unsere Seele lassen – meist entscheiden wir nicht, wir werden entschieden.

Ich erinnere mich an meinen Neptuntransit über meine Geburts-Sonne. Ich las Thorwald Dethlefsens <Schicksal als Chance>. Das Buch ist eine Einführung in das esoterische Denken. Ich lernte, dass man nicht nur logisch und waagerecht (Merkur), sondern auch a-logisch und senkrecht denken kann (Neptun). Den Gott der Meere hat mir die staatliche Schule nie beigebracht, aber Merkur sehr wohl. Was hat es nun mit dem Gott der Meere auf sich?

Ein Forscher betritt einen Wald. Ist sein Denken merkurisch, dann wird er Tiere und Pflanzen zahlenmäßig erfassen, hochrechnen und eine Dokumentation erstellen. Hat der Forscher neptunische Ziele, dann wird er sich die Zahlen des Kollegen anschauen und das <Ökosystem Wald> erforschen. Es wird ihn interessieren wie Bäume und andere Pflanzen mit- und gegeneinander leben. Liebe Leser, schauen Sie sich kurz an wie der Untertitel des folgenden Bestsellers lautet. Dann verstehen Sie was ich meine - oder überhaupt nicht ;)


Sollte der Forscher sehr sensibel sein, dann wird er Teil eines wunderbaren Phänomens, nämlich dass er mit jedem Mal, da er den Wald betritt ein Stück weit mehr Teil von ihm wird. Seine persönlichen Grenzen beginnen löchrig zu werden. Er wird wahrhaft berührt. Der Einfachheit halber überspringen wir jetzt gleich mehrere Schritte und gehen aus diesen Anfängen einen großen Schritt weiter. Bei Neptun geht es letztlich um eine <mystische Teilhabe am Weltganzen>. Wir werden eingeladen uns als Teil einer ganz großen wunderbaren Sache zu begreifen: <Alles ist mit allem verbunden>.

Was tun, wenn der Gott der Meere zu Besuch kommt?

Wir spüren Neptuntransite als <körperliche Anfälligkeiten>, vielleicht auch als <Gefühl einer vorübergehenden Hilflosigkeit>. Wie leitet sich das ab? Neptun regiert über die Fische und deren Gegenzeichen ist die Jungfrau. Welchen Aszendenten haben die meisten Diktatoren? Jungfrau! Es geht also um Kontrolle. Unter einem Neptuntransit müssen wir mit ansehen wie ein Stück weit die Kontrolle über unseren Alltag, unsere Lieben, unsere Arbeit vorübergehend verloren geht. Unter Eintrübung unseres „ansonsten kristallklaren Verstandes“ bekommen wir manches plötzlich nicht mehr auf die Reihe: Konzentrationsschwierigkeiten sind die Folge; wir beginnen einen Satz und können ihn nicht vollenden. Der Gott der Meere will nicht, dass wir logisch denken und andere Menschen mit Argumenten niedermachen. Er will etwas ganz anderes:

…, dass wir es zulassen uns in eine bisher ganz fremde Seele einzufühlen, um deren besondere, manchmal märchenhafte, verborgene Welt zu erfühlen.

…, dass wir kurzzeitig aus unserer Welt von Leistung und Bürgerlichkeit aussteigen und uns einlassen auf etwas Passives, Unendliches, Rätselhaftes. (Urlaub auf den Malediven buchen?)

…, dass wir allen Lärm abschalten, um dem Rauschen der Bäume oder des Meeres zu lauschen. (Ja, sieht tatsächlich nach den Malediven aus!)

Es kann sein, dass uns in dieser neptunischen Zeit hin und wieder schwindelig wird oder dass wir im Supermarkt stehen und nichts mehr finden. Neptun nimmt uns die ansonsten sichere Orientierung1) in unserer hektischen Welt, damit wir innehalten, dort bleiben wo wir augenblicklich sind und fühlen, spüren, … für möglich halten.

1) Herleitung: Das merkurische astrologische Haus 3 (Schlüsselbegriff: Orientierung) im Quadrat zum neptunischen Haus 12 (wo wir nicht mehr die Umgebung kartografieren, sondern bereits <wissen>, woher auch immer wir das wissen was wir wissen).

Weitere Informationen zur Astrologie, aber auch zur Homöopathie erhalten Sie in folgenden Büchern von mir:


Sonntag, 8. Oktober 2017

Was tun wenn Pluto zu Besuch kommt?

Die griechische Mythologie war die Psychoanalyse vergangener Zeiten – lange bevor Sigmund Freud die Psychoanalyse der Neuzeit begründete. Die Astrologie nimmt in den Ur-Prinzipien Sonne bis Pluto Bezug auf die Götter dieser Antike. Da es Götter der Oberwelt gab, musste es auch einen der Unterwelt geben: Hades – astrologisch Pluto. Wir wollen uns exemplarisch anschauen wie es sich anfühlt wenn dieser Geistvater auftritt.

Wir können die <Unterwelt> überall entdecken, sobald wir unsere Umgebung eindringlicher beobachten. Die Unterwelt finden wir beispielsweise in der Kanalisation, in der Handschrift als Unterzone und in uns als den <Keller unserer Persönlichkeit> oder die <Katakomben der Seele>. Körperlich ist der Dickdarm eine schöne Entsprechung für diese Katakomben. Hier versuchen wir etwas zu vergraben womit wir nichts mehr zu tun haben wollen … und damit sind wir mitten im Thema.


Wenn wir Besuch von Hades bekommen, dann ist das eine strikte Aufforderung, nach innen zu schauen und die Aufmerksamkeit wegzunehmen von allem was außen ist, … aufzuspüren, auch wenn es weh tut, was da noch aus der Vergangenheit zu bearbeiten ist.

·        Was verbleibt aus meiner Kindheit unbearbeitet?
·        Welchen Schmerz aus der alten Beziehung habe ich weggedrückt?
·        Welcher Machtkonflikt am Arbeitsplatz wird überspielt?

Pluto ist ein unbarmherziger Geistvater:

„Pluto ist Saturns einziger Freund unter den Planeten – doch wer diesen Freund hat, braucht keinen Feind mehr.“ ~ Liz Greene

Warum Feind? Mal in die Runde gefragt: Wer unter uns geht freiwillig in einen wahrhaftigen Prozess des schmerzhaften Anschauens vergangener psychischer Prozesse? Niemand.

„Hades ist ein weitgehend unabhängiger Gott. Er dient nur einer Instanz: Der Wahrheit.“ ~ Ein mir unbekannter Astrologe

Wie erleben wir plutonische Einflüsse im Körper? Drei Beispiele:

·        Gefühl, dass der Kopf platzt: <Berstende Kopfschmerzen>
·        Granatenmäßige Wut im Bauch, „unanständige“ Wut
·        Anfallsartiger hoher Blutdruck.

Was ist zu tun?

Heftige, <negative> Emotionen zulassen: Wut und Hassgefühle nicht mehr als „falsch“ geißeln; innere Bilder anschauen, in welchen wir andere Menschen töten, weil diese massiv unsere Grenzen überschritten haben; heftige Besitzansprüche emotionaler Art nicht mehr wegdrücken, sondern in einem ehrlichen Gespräch mit der Partnerin vortragen … also Ansprüche, die – auch sexuell – ausgelebt werden wollen. Es geht dabei um einen Verschmelzungswunsch, dem wir nachkommen, um wieder <rund zu sein> … also ein tiefes körperliches Begehren zulassen, was uns aus der Einsamkeit in die Zweisamkeit führt und damit transzendiert (Diesen Wunsch drückt in der Homöopathie das Mittelbild von Hyoscyamus aus).

Der Herr der Unterwelt war in der Mythologie stets mit Tarnkappe unterwegs, wenn er in der Oberwelt auftauchte. Das ist eine schöne Metapher: Uns bleibt nichts anderes übrig als näher hinzuschauen, wenn innere Bilder aufsteigen oder ungewöhnliche (Tag)träume vorkommen, die uns – da sie böse sind – zutiefst erschüttern.

„Böses ist abgelehntes Gutes.“ ~ Andreas Krüger, Heilpraktiker (Berlin)

Unsere Mühe wird belohnt. Wir kommen dank des Geistvaters Hades’ Hilfe unserer Wahrheit ein Stück näher, werden authentischer.

Weitere Information zur Astrologie erhalten Sie in folgendem Buch von mir, das in Kürze vergriffen sein wird: