Empfohlener Beitrag

Merkur Aspekt Saturn - Vom Lernen und der Ignoranz

Samstag, 30. April 2016

Ich hab Rücken - Die kleine Seele

In der Reihe „Ich hab Rücken“ geht es um funktionelle Rückenbeschwerden. Das sind Rückenschmerzen ohne organische Ursache. In diesem Beitrag werde ich mich der kleinen Seele annehmen.


Eine der Errungenschaften der Aufklärung war, uns vom Aberglauben des Mittelalters befreit zu haben. „Ich denke, also bin ich,“ wurde zur neuen Formel. Wir haben es inzwischen so weit getrieben, dass wir das Gehirn als Supercomputer vergötzen. (Dabei ist das Gehirn nur eine Leinwand, welche das Geschehen aus Traum und Unbewusstem ablichten darf.) Mit unserem Verstand machen wir uns alles untertan. Nicht nur im Äußeren, auch im Inneren. Und daran krankt zum Beispiel unsere Wirbelsäule.

Bei den Schamanen ist es umgekehrt. Für diesen Heiler spricht die Seele in aussagekräftigen Bildern. Er verordnet dann auch eine Therapie, welche diese Bilder des Patienten aufgreift und adäquat beantwortet.

In unserer Leistungsgesellschaft ist die Seele „klein“ und „minderwertig.“ Seelische Schieflagen werden nicht ernst genommen. Aber die Seele setzt sich langfristig immer durch. Jemand hat Rückenschmerzen. Die lässt er sich zuerst wegspritzen und wenn das nicht geht greift die Ehefrau ein, mit Wärmflasche und so fort: „Frauensache.“ So ein Männerquatsch! Bloß nicht auf das Innere Kind hören! Immer Leistung, Leistung, Leistung! Daran krankt unsere „moderne“ Welt. Wir haben das Kindliche, Bedürftige und Ursprüngliche abgespalten. Es kommt im brutalen Rückenschmerz wieder zum Vorschein. Übrigens auch im Burnout. Aber im Gegensatz zum „Seelenklempner“ ist man auf Burnout ja noch stolz. Wie kaputt ist diese Welt …

Was sagt die Astrologie dazu? Mond Konjunktion Merkur und Saturn im 4. Haus. Damit schließe ich diese Reihe und wünsche Ihnen, dass Sie nie böse Rückenschmerzen haben.

Zum Schluss wieder eine Reihe von Empfehlungen für meine Bücher:


Freitag, 29. April 2016

Ich hab Rücken - Das Wolkenkuckucksheim

In der Reihe „Ich hab Rücken“ geht es um funktionelle Rückenbeschwerden. Das sind Rückenschmerzen ohne organische Ursache. Bei vielen Beschwerden sind unterdrückte Regungen das Thema, aber bei unserer Wirbelsäule geht es auch um Übertreibungen.


Wenn wir ein Ziel haben, dann werden wir dafür entsprechende Mittel einsetzen. Das hört sich so selbstverständlich an, ist es aber oft nicht. Es ist nicht ganz einfach, genau das richtige Maß zu finden. Bei Rückenschmerzen geht es oft um übertriebene Investitionen, damit sie Sache auf jeden Fall gelingt. Der Fehler liegt im <Das muss doch jetzt klappen>. Jede Art von Druck oder Zwang führt im Körper zu Anspannung, Engstellungen und bald zu Beschwerden. Gewebe wird unzureichend versorgt und so fort.

„Dem Erfolgswillen fehlt es an Gradlinigkeit. Der Betreffende wollte hoch hinaus, aber in der entscheidenden Situation kniff er, weil ihn die Dimension seines großen Planes plötzlich ängstigte. Weil er sich die Angst jedoch nicht eingestehen kann, übernimmt er sich genau dann, wenn es eigentlich darum ginge, all seine Fähigkeiten einzubringen und mit Begeisterung den Weg zu weisen. Der Himmelsstürmer hat zuerst […] seine faszinierten Zuhörer mit großen Visionen für sich eingenommen. Gerade zu dem Zeitpunkt aber, da er auf der Startbahn steht um seine Stadt in den Wolken anzufliegen, versagt sein Rücken. Der Bandscheibenvorfall hilft ihm aus der Patsche, denn er braucht jetzt keine Ausrede mehr für eine Absage. Er hat sich an seinem Wolkenkuckucksheim verhoben.“ ~ Gerhard Miller: Astrologische Mosaiksteine, Seite 154 [Kapitel Jupiter Quinkunx Himmelsmitte]

Astrologie? Jupiter in Aspekten zur Himmelsmitte, auch Quinkunx.

Hier ist das zitierte Buch:




Donnerstag, 28. April 2016

Ich hab Rücken - Das Großmaul

In der Reihe „Ich hab Rücken“ geht es um funktionelle Rückenbeschwerden. Das letzte Mal war der astrologische Jupiter das Thema. Mit diesem Planeten gehen wir in zwei Verlängerungen.



Im letzten Artikel über Rückenschmerzen habe ich auf die weit überzogenen Erwartungen an den Partner geschrieben. Das war Jupiter in 7. Es gibt eine weitere Jupiterstellung, die mir mehrmals auffiel.

Als Buddha unter dem berühmten Baum meditierte fuhr auf dem Fluss ein Meister mit seinem Lehrling vorbei. Dieser erklärte ihm, dass er in allem ein Gleichgewicht anstreben solle, andernfalls würde das nichts, was er vorhabe. Als Siddharta das hörte brach er seine Meditation ab, weil er der Meinung war ein Lebensgesetz gehört zu haben: Die große Bedeutung von Gleichgewicht, Balance.

Wir bekommen Probleme mit unserem Rücken, wenn wir die Balance verlassen und uns Übertreibungen hingeben. Als ich an dieser Sache forschte, habe ich zuerst nicht geglaubt, dass es möglich ist, Übertreibungen im Geistigen und Sprachlichen tatsächlich zu somatisieren. Wenn wir nun einen Lebenslehrer fragen, dann wird er oder sie uns folgendes erzählen:

„Es ist wichtig, in gleichem Verhältnis zu sprechen und zuzuhören.“

Dieses Gleichgewicht ist bei Rückenschmerzpatienten gestört. Ein Teil dieser Patienten neigt dazu, endlos auf andere einzureden und ihnen ihre Sicht der Dinge aufzudrängen. Ich habe dafür folgende Erklärung. Sie beobachten sehr viel und ihr Geist ist übererregt. Sie posaunen alles heraus was sie wissen. Es sind Menschen, die zu allem und jedem etwas sagen können. Im Extremfall ist es heiße Luft eines Großmauls oder Hochstaplers.

Ich vermute, dass die über Jahre hinweg geübte falsche Atmung des hochtrabenden, ständigen Quasselns mit dem Bedrängen des Gegenübers den bindegewebigen Apparat (Faszien) affiziert und dort zu gutartigen, aber schmerzhaften Veränderungen führt.

Astrologie? Jupiter im 3. Haus; Merkur Quadrataspekt Aszendent.

Zum Schluss wieder etwas Werbung in eigener Sache:




Ich hab Rücken - Riesige Erwartungen

In diesem Artikel möchte ich wieder funktionelle Rückenbeschwerden zum Thema machen. Unser Rücken ist interessanterweise auch ein Partnerorgan. Er zeigt uns verschlüsselt, was Sache ist.

Wenn wir eine Beziehung beginnen, dann haben wir bewusst und unbewusst bestimmte Erwartungen an den Partner. Wir wollen zum Beispiel getröstet werden oder Rückhalt bekommen, um eine Sache durchzustehen. Das erste wäre der Mond im 7. Haus und das zweite ein Saturn in diesem Haus.

Im Laufe unserer Kindheit und Jugend entdecken wir Talente in uns. Ein gesunder Narzissmus leitet uns an, diese Begabungen zu vertiefen, damit wir irgendwann ein Meister werden. Es gibt Menschen, die sich ohne jede Hilfe entwickeln und diese Hilfe auch nicht wollen. Es gibt aber auch solche, die nach Förderung suchen. Sie brauchen einen Mentor, jemanden, der Leute kennt mit Fördergeldern. Mit Jupiter im 7. Haus sehen wir den Partner als Förderer. Er soll uns groß herausbringen. Er soll es bringen!

Claudia N. Nolte, California

Ich befragte dieser Tage zum Thema die schweizerisch-amerikanische Astrologin Claudia Nolte (http://claudia-astrospiral.com/astrology/bio.html) und sie schilderte mir folgendes:

„Ich habe beobachtet, dass speziell Klientinnen mit dieser Jupiterstellung besondere Erwartungen an den Partner haben, doch bitteschön all die schönen Dinge herbeizuschaffen. Kann der Partner diesen riesigen Erwartungen nicht gerecht werden, dann wird dieser Ausfall als dramatische Enttäuschung erlebt. Es ist mehr als eine ausbleibende Unterstützung, es ist als würde ihr der Teppich unter den Füßen weggezogen.“

Dieses Gefühl des Wegziehens verreißt energetisch den Rücken, da unsere Wirbelsäule unsere Hauptstatik ist. Dank unserer Wirbelsäule können wir aufrecht gehen. Wir sind keine Quallen.

Astrologie? Jupiter im 7. Haus; Saturn im 4. Haus.

Zum Schluss wieder etwas Werbung in eigener Sache:




Mittwoch, 27. April 2016

Ich hab Rücken - Der Ausbruchsversuch

Unser Rücken ist eine Projektionsfläche für Konflikte. In diesem Artikel möchte ich wieder auf Professor Sarno verweisen, der mit seiner Forschung zu funktionellen Rückenbeschwerden wichtige Arbeit geleistet hat.


Wenn wir im Kindergarten sozialisiert werden, dann lernen wir als erstes: Nicht nur dein eigenes Ding machen, sondern mit anderen zusammen spielen. Integration bedeutet immer, ein Stück weit individuelles Interesse aufzugeben.

Wir sind mitten im Thema „Rückenbeschwerden und Anpassung.“ Wenn wir uns an jemanden oder etwas binden, dann verpflichten wir uns. Wir müssen Absprachen einhalten, damit eine Bindung entstehen kann. Das gilt für Partnerschaften genauso wie für Verträge. Im Gegensatz dazu gibt es heftige Impulse, Freiheit zu leben und sich loszureißen. Da kommt eine Lust hoch, Termine sausen zu lassen und überraschend nach Paris zu fahren.

„Dort trink’ ich Sekt im Alcazar und tanze Cha cha cha.“ ~ Liedtext von Udo Lindenberg

Wir Astrologen nennen diese Impulse, die jeder mal erlebt, Uranus. Gevatter Uranus kann sich massiv bemerkbar machen, wenn wir Rückenbeschwerden bekommen. Hören wir Professor Sarno zu (zitiert aus obigem Buch):

„Frauen, gefangen in einer Ehe, in der sie es nicht mehr aushalten, die aber auch unfähig sind daraus auszubrechen, weil sie emotional oder finanziell vom Ehemann abhängig sind.“

Wer aus seiner Situation ausbrechen will und Pläne dafür macht, der wird nicht krank, denn er ist hoffnungsvoll. Das Problem liegt im Konflikt. Es ist noch zuviel Bindung da. Das Noch-nicht-loslassen-können zerrt – auch am Rücken!

Rückenprobleme entstehen wenn jemand immer um seine Unabhängigkeit kämpfen muss. Wenn ihm ständig hineingeredet wird. Wenn er sich anhören muss, er sei „eigensinnig“ und „verstockt.“ Diese Beschreibungen passen ganz vorzüglich auf den homöopathischen Bryonia. Diese muffeligen Typen haben ihre eigenen Projekte und sie wollen niemanden fragen, wie dies und jenes zu machen sei – einzige Ausnahme: den Berater im Baumarkt. Die Ehefrau sagt: „Warum fragst Du nicht nach dem Weg? Du bist immer so widerwillig!“ Gut erkannt, liebe Ehefrau! Schick ihn zum Homöopathen!

Astrologie? Mars Konjunktion Uranus; Mars im 11. Haus; Drachenkopf im 11. Haus.

Zum Schluss wieder etwas Werbung in eigener Sache:


Dienstag, 26. April 2016

Ich hab Rücken - Ein Loyalitätskonflikt

Unser Rücken ist eine Projektionsfläche für allerhand Konflikte. In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen, wie sehr die Seele Zugriff auf den Körper hat – am Beispiel eines Falles, den Professor Sarno veröffentlichte.


Am Schluss des Artikels finden Sie wie immer die astrologische Entsprechung. Nun also zum Fall:

„Eine meiner Patientinnen hatte nach einer behüteten Jugend früh geheiratet. Entsprechend ihrer kulturellen Herkunft widmete sie sich danach ausschließlich dem Heim. Sie erfüllte ihre Aufgabe ausgezeichnet, als kompetente Frau. Dann fing sie an zu bedauern, dass sie als Kind nicht zur Schule durfte, nicht Auto fahren gelernt hatte und viele andere Erfahrungen nicht hatte machen können. Warum? Weil die Bedürfnisse der Familie ihr Leben bestimmten. Sie entwickelte Rückenschmerzen, die sie schließlich arbeitsunfähig machten. Dank Psychotherapie wurde sie sich der unterdrückten Gefühle bewusst und die Schmerzen verschwanden langsam. Sie musste sich mit dem Missfallen ihrer Familie, ihrer Freunde und ihren eigenen Vorstellungen auseinandersetzen.“

Welche unterdrückten Gefühle sind gemeint? Die Wut auf die belastende Situation, die Wut ausgenutzt zu werden und die Wut, ihr Ich nicht leben zu können. Das Ich im Horoskop ist die Sonne, während die Verpflichtungen gegenüber Gruppe und Gesellschaft durch Saturn symbolisiert werden. Also? Sonne im Spannungsaspekt zu Saturn.

Das ist der Loyalitätskonflikt, um den es hier geht. Was genau? Die Seele konstruiert einen Konflikt zwischen den Ansprüchen des Ich („Ich mache was ich will und die anderen sind mir egal!“) auf der einen Seite --- und der Loyalität der Familie gegenüber auf der anderen („Das kann ich denen doch nicht antun!“) Ein Spannungsaspekt im Horoskop bedeutet, dass die Seele glaubt sie könne beide Interessen nicht vereinbaren.

Was mich an diesem Fall erschreckt hat ist die Tatsache, dass die Wut diese Patientin arbeitsunfähig machte. Ich finde es auch dreist, wenn eine Familie einfach davon ausgeht, dass die Mutter ihr Ich opfert.

Zum Schluss wieder etwas Werbung in eigener Sache:




Ich hab Rücken - Vorspiel zum ersten Akt

Liebe Leser, … ich starte eine Blogreihe zum Thema Rückenschmerz. Wie aus Untersuchungen bekannt ist, sind 90% aller Rückenschmerzen funktional, d. h. es gibt keine körperliche Ursache. Wir schauen auf das Seelchen und gehen in das Vorspiel zum ersten Akt des Dramas.

„Ich hab’ Rücken“ klagte Hape Kerkeling als Lokalreporter Horst Schlämmer. Wir werden sehen, dass dieses Drama etwas anders gestrickt ist als das der Migräne. Der Kopfschmerz hat etwas Gebieterisches. Das trifft zwar auch auf den Rückenschmerz zu, aber Prahlerei ist hier typischer.

Einer der bekanntesten Therapeuten und Forscher auf dem Gebiet ist der New Yorker Professor John Sarno.


In seinem Kapitel „Geringe Selbstachtung“ schreibt er:

„Minderwertigkeitsgefühle werden von uns normalerweise kompensiert, also verhalten wir uns stark, wenn wir uns schwach fühlen. Es kam ein Patient wegen lähmender Rückenschmerzen in meine Behandlung. Meine Mitarbeiter berichteten, dass er über seine Fähigkeit im Zweikampf, seinen Erfolg in finanziellen Dingen und bei Frauen prahlte. In meiner Praxis aber weinte er untröstlich über seine Unfähigkeit mit seinen Rückenschmerzen fertig zu werden. Emotional war er ein sehr kleiner Junge, der verzweifelt versuchte, sich und der Welt zu beweisen wie knallhart er sei.“

Gehen wir zunächst in die astrologische Übersetzung, damit Sie, liebe Leser, die einzelnen Aussagen zuordnen können:

Viele Minderwertigkeitsgefühle entstehen aus einer Mutter-Kind-Beziehung, die nicht gelingt (Mond Aspekt Saturn). Daraus resultiert eine narzisstische Störung (Sonne Aspekt Saturn). Diese Menschen umwolken sich in ständiger Selbstbeweihräucherung, können aber kein Lob annehmen. In einer Gesellschaft, die das Geld zum Götzen erhoben hat, sehen sie ihre Erfolgschance (Saturn im Stier). Das Prahlen bei Frauen entspricht Jupiter im 5. Haus und Mars im Löwen. Dazu gibt es ja den alten Spruch: „Wer vorne zu viel macht, bekommt hinten Probleme.“ In „emotionaler Hinsicht ein kleiner Junge zu sein“ – das finden wir im Horoskop wieder als Mond im 4. Haus. Die eigentlichen Sehnsüchte dieser Patienten sehen so aus:


Ich möchte Professor Sarnos Buch auch im nächsten Blogartikel zitieren und passende Homöopathika wie Rhus tox oder Agaricus nennen.

Zum Schluss die übliche Reklame für einige Bücher:




Montag, 25. April 2016

Alle eBooks für meine Leser aus den USA

Angeregt durch die Mail einer Heilerin aus den USA möchte ich Ihnen Links zu meinen eBooks geben. Die folgenden Grafiken zeigen zwar den Euro, aber meine Links haben den Dollar als Währung.

In folgendem eBook sind 170 Arzneipersönlichkeiten zusammen getragen. Jedes ist eine Seite lang:



Dann ein weiteres eBook. Darin sind fast 200 Mittel gelistet, außerdem zum Beispiel ein Vergleich zwischen Meeresmitteln und Milchmitteln:



Mein neuestes Homöopathie-eBook hat zwei Teile. Darin sind insgesamt 400 Arzneitypen kompakt beschrieben:




Es gibt auch ein eBook in Englisch von mir. Darin sind 333 Mittel beschrieben, und zwar im Twitterstil, also jedes mit nicht mehr als 140 Zeichen:



Mein Astrologie eBook. Das Besondere ist, dass der Quinkunx (bei amerikanischen Astrologen heißt er „Inconjunct“) in 17 Abschnitten besprochen wird:



Es  gibt ein brandneues Familientherapie eBook:



Best wishes, take care and keep in touch,

Gerhard

Der Kranich und die Ente - ein Märchen

In diesem Blog-Beitrag möchte ich ein russisches Märchen abdrucken und die astrologische Entsprechung liefern. Im Moment bin ich mir noch nicht im Klaren, ob es eine Arzneipersönlichkeit gibt, die auf die Protagonisten passen könnte. Das Märchen heißt: Der Kranich und die Ente.


Im Sumpf lebten einmal ein Kranich und eine Ente. Sie hatten sich an den entgegengesetzten Enden Hütten gebaut. Dem Kranich war es langweilig allein zu sein und er beschloss zu heiraten. „Ich werde um die Hand der Ente anhalten“, dachte er und machte sich auf den Weg. Trapp, trapp, trapp. Als er ankam, fragte er: „Ist die Ente zu Hause?“
„Ja.“
„Ente, willst Du mich heiraten?“
„Nein, Kranich, du hast lange Beine und Du fliegst schlecht. Womit willst Du mich erhalten? Gehe nur wieder fort, Langbein.“
Der Kranich nahm die bittere Antwort entgegen und ging nach Hause.
„Die Ente überlegte es sich und sagte: „Warum soll ich allein leben; besser doch, ich heirate den Kranich!“ Sie reiste zum Kranich und sagte: „Kranich, nimm mich zur Frau!“
„Nein, Ente. Ich will nicht heiraten. Mach, dass Du fortkommst.“
Die Ente weinte vor Schande und ging nach Hause.
Der Kranich überlegte es sich und sagte: „Weshalb nahm ich die Ente nicht? Allein leben ist langweilig. Ich werde hingehen und sie heiraten.“ Er ging hin und sagte: „Ente, ich habe es mir überlegt, ich will doch heiraten. Komm mit mir!“
„Nein, Kranich, ich will dich nicht!“
Da kehrte der Kranich wieder nach Hause zurück.
Wie er fort war dachte die Ente: „Warum wies ich ihn ab? Allein sein ist einsam, lieber den Kranich zum Mann haben.“ Sie ging freien, aber der Kranich wollte nicht.
So gehen sie bis zum heutigen Tag und freien einer den andern, aber geheiratet haben sie noch nicht.

...

Liebe Leser, … sehen Sie es mir nach, aber ich habe schallend gelacht, nach dem ersten Lesen. Wahrscheinlich, weil ich seelisch anders gestrickt bin. In meinem Geburtshoroskop fehlt ein …

Saturn im 7. Haus, … am Ende noch im Quinkunx zum Aszendenten.

Wo ist da Saturn?
Was soll der Quinkunx?
Haben die beiden Vögel einen Dachschaden?
Warum habe ich schallend gelacht?

Ich will das mal ein paar Tage so stehen lassen … und dann Reloads mit möglichen Antworten hochladen. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Woche. Das Copyright an diesem Märchen hat übrigens der Verlag Anaconda. Der Titel heißt: Der russische Märchenschatz.

Es gibt auch ein schönes Buch über Katzen und Homöopathie, das ich Ihnen wärmstens empfehlen kann:





Samstag, 23. April 2016

Madame nimmt ihre Migräne - Letzter Akt

Im letzten Akt des Migränedramas möchte ich der Frage nachgehen, warum die Ehrkränkung eine solch große Rolle spielt. Wir werden sehen, dass die Machtfrage in den Vordergrund rückt.

Es gibt Menschen, die es nicht ertragen können, wenn jemand Macht über sie ausübt. Die meisten Arbeitnehmer empfinden zwar keine sonderliche Sympathie ihrem Arbeitgeber gegenüber, vor allem weil sie oft Druck bekommen, aber der Gedanke, dass sie seiner Herrschaft unterworfen sein könnten, beschäftigt sie nicht. Anders beim Migräniker. Diese Patienten werden wütend wenn sie auf jemanden treffen, der sich über sie stellt. Abhängigkeiten lösen bei ihnen Wut und Hass aus.


Werden diese negativen Emotionen chronisch, dann ist es eine Frage der Zeit, bis sie somatisiert werden – bei der Migräne als extremer Zustand der Hirngefäße. Migräne-Patienten hassen es Opfer zu sein. Dabei entsteht das Problem, dass sie sich öfter als andere selbst zum Opfer machen – auch in Situationen, die weit von Machtmissbrauch entfernt sind. Sie reden die Unterdrückung herbei. Dabei spielt es eine große Rolle, dass sie vergangene Unterdrückungssituationen immer wieder aufkochen. Wie alte Teeblätter, bis sie stinken!

In der Homöopathie ist das bekannteste Mittel bei wütendem Opferstatus die Salpetersäure Nitricum acidum. Hass mit dem ständigen Aufkochen vergangener Missbräuche passt aber auch auf Natrium muriaticum (Kochsalz). Natrium ist in der Rubrik Hass vierwertig!

Astrologie? Löwe-Aszendent, Sonne Aspekt Pluto.

An sich könnte ein weiterer Artikel folgen. In meiner Sammlung von Migränehoroskopen fand ich viele Quinkunxe, vor allem von Planeten zur Himmelsmitte. Dieses Thema werde ich nicht im Blog besprechen, weil ich damit Geld verdiene. In folgendem Buch wird der Quinkunx – das ist ein Winkel von 150° - erklärt und in 17 Kapiteln besprochen:


Madame nimmt ihre Migräne - Fünfter Akt

Im fünften Akt des Migränedramas möchte ich der Frage nachgehen, warum gerade der Kopf weh tut. Wir wollen uns dem Thema Nervensystem zuwenden und schauen was uns die Astrologie dazu anbietet.

Wenn jemand Symptome produziert, die ihn ins Bett zwingen, dann ist mein erster Gedanke immer: „Wodurch hat er sich überfordert?“ Dass eine solche harte Maßnahme notwendig ist, oft mitten am Tage!

Mit unserem Nervensystem können wir höchst unterschiedlich umgehen. Wir können reglos stundenlang dasitzen, wie ein indischer Guru, dem es egal ist ob ein Schüler vorbei schaut oder nicht. Er lässt ganz bewusst los.


Das krasse Gegenteil finden wir in vielen Leistungsgesellschaften. Das Nervensystem wird überfordert. Die Pausen fehlen. Narzissmus ist der Grund, warum wir möglichst schnell auf alles eine Antwort haben wollen. Wir wollen clever sein. Schon von klein auf treten wir in einen Wettbewerb mit Geschwistern, wer die schnellste Auffassungsgabe hat. Entsprechend schnell wird gesprochen. In Europa sprechen die Franzosen am schnellsten. Ich sehe dabei immer Gauloises rauchende Typen vor mir. Nikotin ist ein Nervengift. Ähnlich wie Industriezucker (darüber schreibe ich demnächst auch) ist es kein Nervenbalsam, sondern pures Gift.


Manche Migräniker spielen sich in den Vordergrund durch Reaktionsschnelligkeit. Das kann das Nervensystem überbelasten. Die Folge sind Einschlafschwierigkeiten, wenn im Bett der gelebte Tag an den Betroffenen nochmals vorbeirasselt. Wie ein Zug mit vielen lauten Waggons. Was aus der Migräne hilft ist ein Entschleunigungsprogramm. Es bedarf vieler Monate, bis wirklich Ruhe einkehrt. Dazu muss auch das Ego zurückgenommen werden, denn man ist nicht mehr der oder die Schnellste.

Astrologie? Merkur im 3. Haus, Löwe-Aszendent.

In meinem Astrologiebuch sind alle wichtigen Komponenten eines Horoskops erklärt. Dazu 17 Kapitel über den Quinkunx.


Madame nimmt ihre Migräne - Vierter Akt

Im vierten Akt des Migränedramas soll eine Begleitbeschwerde im Fokus stehen: Die Übelkeit. Der Magen ist der Geborgenheit, aber auch dem Ego zugeordnet. Was läuft schief?

Der Magen ist der Ort unserer Grundbedürfnisse. Er reagiert mit Beschwerden, wenn wir uns nicht geborgen fühlen, wenn der Schutz fehlt, weil wir durch die Härte unseres Berufes überfordert werden. Dieses Thema hatten wir im dritten Akt, als es um den Rückzug ins Bett ging.

Übelkeit und Erbrechen. Es kommt auf der physischen Ebene etwas hoch und das können wir auf die Gefühlslage übertragen. Bei Migränikern entsteht aus dem Nichts eine maßlose Wut, die sich Bahn brechen will – eine eruptive Gefühlslage. 


Eine solche Gefühlslage muss sich bei weitem nicht in jedem Menschen somatisieren. Migränepatienten lassen sich aber in extremer Weise von Kleinigkeiten irritieren, ... manchmal so sehr, dass sie extrem ärgerlich werden, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr zu sehen.

Der Magen liegt im epigastrischen Dreieck. In diesem Körperbereich finden wir unser Ego. Wenn wir auf ein Bild zeigen, weil wir jemanden erkennen, dann meist auf dieses Sonnengeflecht. 


Die astrologische Sonne ist zuständig und zwar in ihrem Zeichen, dem Löwen. Die Übelkeit einer Migräne kann ein Hinweis darauf sein, dass Madame eine Ehrkränkung erlitt und nun ob dieser Unverschämtheit empört ist. Ganz gleich ob sie diese Emotion herauslässt oder nicht – der Magen reagiert, weil das Ego „auf das Schändlichste“ beleidigt wurde.

Astrologie? Uranus in Haus 4, Pluto in Haus 4, Mond im 6. Haus, Neptun im 6. Haus, Löwe-Aszendent.

Zum Schluss noch eine Buchempfehlung in Sachen Homöopathie. Für alle, die auch englische Literatur auf dem Praxistisch haben, dieses eBook:


Freitag, 22. April 2016

Madame nimmt ihre Migräne - Dritter Akt

Der dritte Akt des Migränedramas steht an. In diesem Blog-Artikel lesen Sie über die psychischen Hintergründe eines üblen Leidens. Wir wollen uns jetzt auf das Thema Leistung konzentrieren.

Vor einiger Zeit las ich den Bericht eines Mediziners, der sich über das „Verschwinden des Magengeschwürs“ äußerte. Er habe beobachtet, dass es kaum noch Fälle gebe und dass offensichtlich eine andere Beschwerde an ihre Stelle getreten sei. Ist es die Migräne?

Beiden Beschwerden liegt überzogener Ehrgeiz zu Grunde. Viele Migräniker wollen ein stets leistungsbereites Bild von sich abgeben. Sie basteln an ihrer Karriere und verhaken sich in bestimmte Vorstellungen, die sie von ihrem gesellschaftlichen Status haben. Sie „müssen eine bestimmte Position erreichen“, denn „Stillstand auf dem Weg nach oben wäre der Anfang vom Ende.“ Sie sind auf ihre Visitenkarte stolzer als auf ihre Kinder.

http://goo.gl/RKFX8m

In diesen Köpfen (!) ist ein Programm installiert, das ihnen keine Ruhepausen, kein Herunterfahren ihrer Geschäftigkeit erlaubt. Sie fragen auch am Wochenende, wenn eigentlich Chillen angesagt wäre: „Was machen wir jetzt?“ Dieses Programm ist für ihre Nerven absolutes Gift. Es schadet zudem der Verdauung und beschädigt die Sexualität (Impotenz). In unserer narzisstischen Gesellschaft fällt dieses Verhalten oft nicht auf. Wir halten dieses Karrierestreben für normal, dabei ist es pathologisch.


Warum wird so hart am Image gearbeitet? Diese Menschen haben das Gefühl, dass sie immer noch nicht genug geleistet, nicht genug für ihre Beförderung getan haben. Ihnen „fehlt noch diese oder jene Prüfung oder Erfahrung.“ Also buchen sie nebenberufliche Ausbildungen anstatt sich in die Natur zu begeben oder gute Musik zu hören.

Das Leistungsprogramm hat noch einen anderen Grund. Scham. Das Hamsterrad, in welchem sie sich befinden, soll Müdigkeit und ein Schlafbedürfnis verhindern. Warum wohl liegen in Supermärkten 10 Meter Energy-Drinks aus? Die muss doch jemand konsumieren.

Der Migräniker schämt sich für seinen Rückzug ins Bett. Wobei das Bett wie ein Rückzug in die Gebärmutter ist: gewärmt, dunkel und von Ferne hört man leise Geräusche. Stimmt doch, oder? Damit diese Babyreaktion nicht auffällt braucht der Migräniker eine Ausrede: Die Krankheit. Ihm ist schlecht, es flirrt vor den Augen und ihm ist kalt. Kältegefühl bedeutet oft: Zurück ins Nest.

Astrologie? Saturn in Haus 10, Chiron in Haus 10, Sonne in Haus 4.

Den nächsten Teil des Dramas bereite ich morgen vor. Wir gehen also in den vierten Akt des Schauspiels :)

Hier mein Homöopathiebuch mit den 170 Arzneipersönlichkeiten, jede eine Seite lang:


Donnerstag, 21. April 2016

Madame nimmt ihre Migräne - Zweiter Akt

Wir gehen mit der Migräne in den zweiten Akt des Dramas. In diesem Blog-Artikel lesen Sie über die psychischen Hintergründe eines üblen Leidens. Wir wollen uns darauf konzentrieren, was diesen Menschen Kopfzerbrechen macht.

Alle Lebewesen müssen jeden Tag Probleme lösen. Wir wollen die einfachsten Wege finden, um eine Sache klug aus der Welt zu schaffen. Wir wollen schnell lernen, damit wir Zeit haben für das Wesentliche. So weit, so gut!

Migränepatienten zerbrechen sich über Eier den Kopf, die noch gar nicht gelegt sind. Sie wollen im Voraus wissen, was auf sie zukommen könnte und so schnell wie möglich darauf reagieren. Was für ein Wahnsinnsprogramm!

Sie malen sich eine Sachlage aus, die eintreten könnte und geraten dann in Panik, weil sie glauben, sie hätten keine Antwort auf die entstehenden Probleme. (Wobei dahin gestellt sei, ob überhaupt Probleme daraus werden!) Die Patienten versuchen dann sich zu beruhigen, aber sie konterkarieren ihre Situation: Sie gehen ins Internet und sammeln dort so lange Information, bis sie gar nichts mehr wissen. Jetzt wird aus Panik schiere Verzweiflung … und damit die Grundlage für ein Stürzen psychischer Probleme ins Körperliche.

Der Körper spielt die entstehende Totalverwirrung nach als völlig aus den Fugen geratenes Hirngefäß.


Was ist das Grundproblem im Kopf dieser Menschen? Ihnen fehlt die Fähigkeit Prioritäten zu setzen, weil ihr Denken oft unzusammenhängend ist. Dieser Mangel kann hysterische Anteile haben, wie bei der homöopathischen Ignatia, muss aber nicht. Was ich jedem Therapeuten anrate ist ein Training in geistiger Hygiene: Alles was an Blödsinn und Kleinkram im Hirn ist, rausschmeißen! Ich würde bei solchen Patienten mit auszulegenden Karten arbeiten, damit sie sehen können, wie man strukturiert denkt … und zwischendurch immer wieder den Patienten beruhigen. Das Ganze nicht zu lange machen!


 Jetzt noch die Astrologie nachgereicht: Mond, Jupiter oder Neptun in Haus 6 (neurotische Detailversessenheit), sowie Merkur in Aspekten zur Himmelsmitte (Panikrecherche).

Den nächsten Teil des Dramas bereite ich morgen vor. Wir gehen also in den dritten Akt des Schauspiels :)

Hier mein Homöopathiebuch mit den 170 Arzneipersönlichkeiten. Ignatia ist auch dabei:


Madame nimmt ihre Migräne - Erster Akt

Die Migräne wird oft nicht ernst genommen. Stattdessen geht der Spott um: „Madame nimmt gerade wieder ihre Migräne!“ ‚Madame’ hört sich herrschaftlich an und wir sollen sehen, ob etwas dran ist:

Die Migräne ist keineswegs harmlos. Es handelt sich um einen meist einseitig auftretenden Kopfschmerz, der oft mit Übelkeit einhergeht. Es kommt zuerst zu einer Verkrampfung von Hirngefäßen und dann zu einer Dilatation – einer Erweiterung dieser Gefäße, was dann auf Nervenendorgane drückt und übelsten Schmerz verursachen kann. Es gibt schwerste Fälle, die ihre Besitzer an den Rand der Selbsttötung bringen.


Drama? Gehen wir in Gedanken ins Schauspielhaus. Wir sehen ein Stück mit Protagonistinnen, die sich Hände ringend und wortgewaltig in Szene setzen. Migränepatienten sind stürmischer Natur. Sturm und Drang schon während der Jugend. Wenn sie etwas wollen, dann unbedingt und sofort. In vielen Horoskopen habe ich sehr viel Feuer gesehen und es sind alle Feuerzeichen: Widder, Löwe und Schütze. Diese Menschen fühlen sich gut, wenn es hoch her geht, wenn überschäumende Freude herrscht. Sie verlieben sich Hals über Kopf, geraten in Ekstase über den neuen Liebhaber, wollen gar nicht mehr von ihm lassen. Die gesamte Wohlfühlebene ist in einem Rausch. Feuer hat nur den Nachteil, … und jetzt komme ich auf die Migräne konkret zu sprechen: es verbrennt. Wenn ich etwas unbedingt will und zwar sofort (Widder), dann fokussiere ich so sehr, dass ich verkrampfe. Genau das wird in der oben erwähnten Gefäßverkrampfung wider gespiegelt. Astrologie? Mond und Venus in allen Feuerzeichen.


Viel Feuer hat die Neigung zur Zerstörung. Die Migräne ist deshalb keine Strafe von oben, sondern ein Mechanismus, der uns sagen will:

„Du verbrennst Dich in Deinem Tun und machst damit alles kaputt!“

Zur Verkrampfung auf beiden Ebenen kommt noch etwas hinzu. Ein Teil der Patienten hat die Neigung, mit der Brechstange etwas erzwingen zu wollen. Zwang ist leider oft gut getarnt als Leistungsehrgeiz. Die Betroffenen merken zu spät, dass sie gar nicht mehr loslassen können. Es scheint als investierten sie umso mehr Kraft, je stärker die Widerstände (des Schicksals) sind. Astrologie? Mars im Triseptil zur Himmelsmitte, und zwar aus dem schwerfälligen 2. Haus heraus.

Es wird noch mindestens einen weiteren Teil zur Migräne geben. Wir gehen also in den zweiten Akt des Dramas :)

Hier mein neuestes Homöopathiebuch:




Dienstag, 19. April 2016

Patient passt auf kein Mittel

Sie haben noch nie von der Arznei Strontium oxydatum gehört? Ich auch nicht. Aber ganz im Ernst: Was machen Sie in Ihrer Praxis, wenn Sie einen Patienten mit markanten Symptomen haben, aber nichts passt? Ohne dass die Symptome, wie bei Ignatia, widersprüchlich wären?


Es ist sehr schwer, einen Patienten zu beurteilen, wenn man ihn nur einmal gesehen hat. Er macht Angaben, die richtig oder falsch sein können, er kann ehrlich sein, aber auch etwas Wichtiges verschweigen. Nicht jeder Patient offenbart seine Schatten. Wir sind daran gewöhnt, unsere Schokoladenseite zu zeigen. Seine Leiden wird der Patient darstellen, aber seine Seele wird er nur ungern preisgeben. Damit entgehen der Therapeutin Geist und Gemüt. Ist der Patient eher kühl, so dass Metalle passen könnten, … oder ist er lebendiger, gefühlsbetont, sensibel, dann passen eher Pflanzen- oder Meeresmittel. Ist er leidenschaftlich und konkurrenzbetont, dann passen die wilden Tiermittel? Ist er konservativ und leistungsorientiert, dann werden die Baummittel in Erwägung gezogen. Doch was ist, wenn nichts geht?

„Wenn ein neuer Patient auf kein Mittel passt, dann wissen wir zu wenig und er braucht ein Mittel, das wir noch nicht kennen … oder das noch gefunden werden muss.“ ~ Jan Scholten

Wie zum Beispiel Strontium oxydatum. Die homöopathische Literatur kennt das Mittel nicht. Er ist aber käuflich zu erwerben. Können wir mit einer Arznei arbeiten, obwohl keine Literatur da ist? Ganz abgesehen davon: Ich weiß über das Mittel auch nichts. Erste Regel: Nicht entmutigen lassen!


Wir schauen uns die Bestandteile getrennt an. Strontium ist aus Stadium 2 der Silberserie. Das sind Wissenschaftler und Künstler, also Menschen, die mehr als nur vorgegebene Arbeit pflichtbewusst und ohne Nachdenken verrichten, aber angestellt sein wollen. Mit Stadium 2 sind sie unerfahren und unsicher. DAS muss der Patient im Grunde sein, sonst passt das Mittel nicht! Ein wichtiger Schlüsselbegriff für Strontium, so sagt Jan Scholten, ist das Aschenmädchen, im Märchen als Aschenputtel bezeichnet. (Die männliche Entsprechung war der Aschenpüster. Er war zuständig für die Schuhe (!) des Herrn und das Überwachen des Feuers.) Strontium sind also unsichere Charaktere, die eigentlich vom Schicksal für Besseres vorgesehen wären, aber Drecksarbeit machen.

Jetzt Sauerstoff („oxydatum“) dazu: 

Der entwürdigte Mensch, der wie Dreck behandelt wird

Das hatten wir doch schon mal! Das Thema Dreck kommt zweimal vor und das ist als wäre es vierwertig. Das Mittel kann also bei einem Patienten in Erwägung gezogen werden, der für Besseres berufen wäre, aber Staub schluckt.

Mehr Infos zur Homöopathie erhalten Sie in folgenden Büchern von mir:



Die Seele hinter einer Varikosis

Eine Varikosis ist die medizinische Bezeichnung für Krampfadern. In diesen Blogartikel möchte ich die seelische Seite der Venenschwäche aufzeigen.

Die Venen haben ihren Namen von der Venus. Also schauen wir ins Horoskop, ob da etwas dran ist. Die Venus steht in den Horoskopen von Varikosis-Patienten typischerweise im 1. Haus. Das sind freundliche Menschen, die anderen vermitteln: „Schau her, ich bin ein netter!“ Aus dieser Haltung kann schnell eine Harmoniesucht werden, wenn die Betroffenen ihre sonstigen Ideale oder Bedürfnisse aus dem Blick verlieren. Venus im 1. Haus.

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Die Folge ist, dass diese Menschen unangenehme Zustände und Missstimmungen ihrer Umgebung aushalten und dazu lächeln. Das ist gefährlich. Wir schauen uns den körperlichen Bezug an. Die Venen verfügen nicht über Muskeln, die das Blut zum Herzen zurück treiben, allenfalls über Venenklappen. Fehlt die Körperspannung, dann versackt das Blut im venösen Kreislauf und belastet die Klappen und die Venenwände. Sind diese schwach, kommt es zur Varikosis. Warum fehlt die Körperspannung? Warum weisen die Betroffenen Unruhestifter nicht in die Schranken?

Sie fühlen sich machtlos. Es ist eine Handlungsschwäche, von dem stillen Ruf begleitet, jetzt möge bitte jemand eingreifen und die Harmonie wieder herstellen. Wir erkennen ein träges, biedermännisches Reaktionsmuster. Mars in Haus 12, mit Mond im Stier.

Zu dieser bürgerlichen Trägheit gesellt sich eine Schüchternheit. Die Betroffenen fragen sich unentwegt: „Darf ich das überhaupt?“ Sonne im Aspekt zu Saturn. Das bedeutet häufig, dass die feurige Seite gebremst wird. Es ist auch das Feuer der Sexualität. Seit alters her haben die Beine einen Bezug zum Sex. Sie sind Teil der körperlichen „Unterzone.“ Varikosis-Patienten haben ein ambivalentes Verhältnis dazu, sich als körperlich attraktiv darzustellen. Ihre verführerische Seite oszilliert unentwegt zwischen dem Einfangen eines möglichen Geschlechtspartners und einem Sich-schämen für den eigenen Körper. Das Selbstwertgefühl ist beschädigt. Saturn aus 5 im Quinkunx zu Aszendent und Himmelsmitte.

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