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Merkur Aspekt Saturn - Vom Lernen und der Ignoranz

Mittwoch, 29. Juli 2015

Das Grundgerüst der Milch- und Meeresmittel



In unserem Dorf gibt es ein Neubaugebiet, in das ich gerne radle, um dort den Baufortschritt zu beobachten. Von manchen Jung-Hausbesitzerinnen werde ich allerdings beim Vorbeiradeln so entsetzt angeschaut, als wolle ich ihre Jungfräulichkeit rauben. Was passiert in diesen Köpfen? Wir sind beim Thema der homöopathischen Meeres- und Milchmittel.

Die astrologische Jungfrau hat als Ziel die Bewahrung des Reinen und Guten. Unbefleckt, also ohne Schmutz, so sollen die Dinge sein. Diese Haltung führt zu einer Ausgrenzung und Ablehnung vieler Umwelteindrücke als zu laut, überflüssig oder überwältigend. Schauen wir uns das genauer an:

·        Heikel; plant alles im voraus [Natrium muriaticum]
·        Stress durch Erwartungsspannung [Calcium carbonicum]
·        Überempfindlichkeit gegenüber allen äußeren Eindrücken [Cypraea eglantina]
·        Gewissenhaftigkeit bis zur Pedanterie [Lac equinum]
·        Reizbarkeit durch Kleinigkeiten [Lac leo]
·        Tadelsucht [Lac lupi]

Ärzte vor 200 Jahren nannten das Überempfindlichkeit. Heute nennen wir diese Veranlagung Hochsensibilität. Das gemeinsame Grundgerüst vieler Milch- und Meeresmittel ist deshalb eine hochfeine Wahrnehmung und ein sehr starkes Ordnungsbestreben. Es darf sich nichts verändern. Wenn Änderungen anstehen, so sind sie von Angst begleitet. Astrologie? Jungfrau-Mond.

Wir kommen zum zweiten Baustein der Gemeinsamkeiten. Das gärende Wutgefühl vieler Milchmittel ist das Ergebnis einer sexuellen Belästigung als Kind. Der Täter wurde als übermächtig erlebt und jetzt steckt in den Betroffenen das Programm, sie könnten sich nie mehr gegen einen (scheinbar) stärkeren Gegner durchsetzen. Das macht Symptome im Körper: Der homöopathische Delfin-Mensch entwickelt zum Beispiel eine Sinusitis. Eine Wut über den Missbrauch gärt in ihm, aber sie wird verkapselt. Das Gleiche betrifft viele Mittel, welche den Zusatz –muriaticum führen. Das Wutgefühl kann nicht heraus. Jetzt Corallium rubrum: Diese Menschen haben Nasenbluten. Das ist auch passiv-aggressive Wut! Letztes Beispiel soll Calcium carb. sein. Seine Epilepsie ist ebenfalls Ausdruck verkapselter Wut: Die aggressiven Impulse stecken fest; der Patient lässt sie implodieren. Das ist ungefähr so als würde man einen Silvesterkracher im Briefkasten hochgehen lassen. Astrologie? Mars im 4. Haus.

Der letzte Baustein betrifft die fehlende Grundsicherheit durch Geborgenheit und Schutz. Schauen wir uns die Ausprägungen dieses Mangels an:

·        Braucht immer wieder zuverlässige Rückzugsmöglichkeiten [Sepia]
·        Großes Schutzbedürfnis [Calcium carb]
·        Verlassenheitsgefühle -> Eiskalte Hände und Füße [Cypraea eglantina]
·        Unselbständigkeit; Abhängigkeit [Astacus]
·        Das Gefühl, verlassen und isoliert zu sein verursacht Essstörungen [Lac humanum]
·        Abends beim Einschlafen klammert er sich an seine Mutter [Lac rhesus]
·        Die Indikation <Durchfall> zeigt den Verlust des Fundaments [Lac phoca vitulina]

Astrologie? Saturn im 4. Haus.

Wie sieht die Meta-Analyse der Gemeinsamkeiten von Meeres- und Milchmitteln aus? Wir finden sie als eines der Kapitel in folgendem eBook (siehe Grafik unten im Bild):














Dienstag, 28. Juli 2015

Was Indien mit Sepia zu tun hat



Als junger Mann lebte ich in London. Ich suchte eine Wohnung und fuhr auf eine Anzeige in den Osten der Stadt. Dort leben viele Inder. Ich wurde im Haus des Vermieters mit Tee und Gebäck bewirtet. Die Gastfreundschaft war für mich überraschend. Ich hatte die Wohnung ja noch gar nicht gesehen, geschweige denn einen Vertrag unterschrieben.

Nachdem ich mich bei der Landlady für die Bewirtung bedankt hatte, ging der Hausherr mit mir zur Wohnung. Bei der Besichtigung war ich geschockt. Das Zimmer fand ich im totalen Chaos vor. Zeitungen lagen verstreut herum, die Matratze war nackt und das Türschloss fehlte. Ich konnte mir den Kontrast aus Gastfreundschaft und verwahrlostem Mietobjekt nicht erklären.

Erst später wurde mir klar, dass der Hausherr ein möglicherweise in Indien übliches Verhaltensmuster auf London übertragen haben könnte. Ganz logisch überlegt: Als Hausherr ist er gewissermaßen in einer höheren Kaste als ein Mieter. Wenn der Vormieter das Zimmer im Chaos verlässt, dann „muss folgerichtig der Nachmieter dieses Chaos beseitigen.“

Welche problematische Seite hat ein solches Verhalten? Ich habe folgenden Verdacht: Manche Inder benutzen offenbar die Lehre vom Karma, um jede Art von Dreckarbeit Menschen aus einer niedrigeren Kaste aufzubürden. Das führt uns zum Thema Ausbeutung und Herablassung, mit anderen Worten mitten in das homöopathische Thema Sepia. Hier ein Ausschnitt aus meinem Buch „Körper – Seele – Homöopathie“:


„Die heranwachsende Sepia stellt fest, dass Onkel Otto ihre Figur beglotzt. Was für ein Schwein! Gerade in den Beruf getreten, wird ihr nach und nach klar, wie das Patriarchat mit seinen Seilschaften funktioniert. Sie beginnt, Weiblichkeit mit Schwäche gleich zu setzen und daraufhin Schwierigkeiten mit ihrem Unterleib zu entwickeln. Sie prüft das Verhalten dominanter Männer, hat sie doch selbst die Neigung, diktatorisch zu sein. Sie leistet sich ein Karate-Training, damit sie nicht belästigt wird …“ [Seite 166]


Belästigung und Erniedrigung sind in Indien große Themen – wie wir aus den Medien erfahren haben. Es gibt in Indien eine Frauengruppe, die sich mit Stöcken zur Wehr setzt. Die Anführerin ist unter Garantie eine Sepia!

Wer Freude an sepischer Satire hat, der möge gern noch zwei Banner auf sich wirken lassen ►

 



Zum Schluss noch etwas Werbung für mein neues eBook:



Sonntag, 19. Juli 2015

Was die Sportart Rugby mit Osmium zu tun hat



In der Sportart Rugby wird der Schiedsrichter hin und wieder ein Gedränge (englisch: scrum) anordnen. Wie so etwas aussieht, das zeigt das youtube-Bild unten. Hier entscheidet Muskelkraft darüber, wohin sich das Gedränge bewegt. Wir werden sehen, wie die muskelbepackten Schultern gegeneinander krachen. Für jeden Osmiumtypen ist das eine Offenbarung!

Schauen wir uns zuerst das Video an. Es zeigt Gedränge in einem Spiel zwischen Argentinien und Neuseeland.


Rugby ist ein Mannschaftsspiel, das von Kraft, Durchbeißen, Spielwitz und Unberechenbarkeit lebt. Es hat eine Vielzahl von Regeln, die für den Anfänger unverständlich sind. Manches ist skurril – nicht nur der eiförmige Ball. Zum Beispiel darf dieser nur rückwärts zum Mitspieler weiter gegeben werden.

Bleiben wir bei den Eigenschaften der Kraft und des Durchbeißens. Sie sind kennzeichnend für den Osmium-Charakter. Das Metall Osmium ist aus Stadium 8 der Goldserie. Menschen der homöopathischen Goldserie reifen an der Macht. Diese Macht versucht der Osmium-Mensch durch große Kraftanstrengung zu erlangen. Er reift an den Widerständen. Er oder sie braucht den Gegner.

Mehr dazu in meinem Lehrbuch über die Metallsalze ► (siehe drittes Buch unten)











Freitag, 17. Juli 2015

Homöopathie - Die Indigo-Persönlichkeit



Ein kleines, feines Mittel ist Indigo tinctoria. Von der Indikationenliste her ist es nicht spektakulär, doch ich kann an seinem Beispiel die Verstopfung als häufige Darmbeschwerde erklären. Auch für diese Substanz gilt die alte Regel: Pflanzen-Persönlichkeiten sind hochsensibel.

Diese Sensibilität hieß zu Doktor Hahnemanns Zeiten „Neurasthenie.“ Indigo ist ein feinnerviger Patient, der alles genau prüfen muss, bevor er es passieren lässt. Wie ein penibler Grenzbeamter. Das erklärt die Verstopfung: Wenn die Seele alles ganz genau prüft, so tut es ihr der Darm nach. Daher braucht er so elend lang, bis er alles durchlässt. Die Indigo-Seele ist auch deshalb hochsensibel, weil es ihr an einer soliden Schutzhülle fehlt. Sie wird sehr schnell durch Umwelteinflüsse beeinträchtigt. Das Ergebnis dieser Dünnhäutigkeit ist ein Gefühl von Machtlosigkeit. Also muss sie alles kontrollieren. Wird das Mittel verabreicht, dann können die Patienten ein Stück weit vernünftig loslassen. Ganz allgemein: Homöopathische Pflanzenmittel wie dieses können im günstigsten Fall die Ich-Schwäche der Betroffenen bessern. Das Gefühl der Hilflosigkeit nimmt ab.

Der Bauchraum ist das Tätigkeitsfeld des Kind-Ichs nach der Transaktions-Analyse. Die Verstopfung weist darauf hin, dass wir dem Kind Aufmerksamkeit schenken müssen, aber wir sollten seinen Umtrieben auch Grenzen setzen. Andernfalls kommt Symptom um Symptom im Laufe der Jahre hinzu und das Erwachsenen-Ich wird irgendwann an die Wand gefahren. Das darf nicht sein! Die Indigo-Indikation <Nasenbluten> ist im Übrigen eine typische Kindersymptomatik!

Jetzt kommen wir zu einem wichtigen Punkt, den viele Fabaceae (Hülsenfrüchte) gemein haben: eine Gefühlsblockade oder übertriebene Gefühlskontrolle. Hören wir dazu eine Expertin:


„Die Verstopfung [ist eine] allzu große Zurückhaltung.“
Mellie Uyldert in ihrem Buch Verborgene Kräfte der Metalle, S. 116


Die Verstopfung entspricht also auch einer emotionalen Blockade. Gefühle werden nur zögerlich herausgelassen. Genauso ist es mit dem Stuhlgang. Indigo-Patienten sind auch berührungsscheu. Das können wir sehr schön am Symptom <Aufstoßen< erkennen. Es bedeutet ganz einfach: „Bleib mir vom Leib!

Mehr Homöopathie gibt’s in meinen Büchern ►




Hartz IV und die Fabaceae (Hülsenfrüchte)



In Deutschland gibt es 6 Millionen Hartz-IV-Empfänger. Die Notwendigkeit, mit € 399 auskommen zu müssen bedeutet für die meisten Betroffenen eine beinharte Einschränkung. Nach einem erfüllten Arbeitsleben, in welchem sie sich viele Wünsche erfüllen konnten, werden sie nun täglich mit Härten konfrontiert. Das führt uns zum Thema der Fabazeen (Fabaceae). Früher hießen sie Leguminosen – die homöopathischen Hülsenfrüchte.

Menschen, die unverschuldet in eine soziale Härte abstürzen, können in einen Fabazeenzustand geraten. Zu den bekanntesten Hülsenfrüchten gehören:

·       Lathyrus sativus
·       Indigo
·       Robinia pseudoacacia
·       Melilotus
·       Sarothamnus und
·       Physostigma venenosum

Rajan Sankaran beschreibt das gemeinsame Thema der Fabazeen als ein Gefühl, zerbrochen zu sein, fragmentiert. Diese Menschen liegen im Bett und haben  die <Wahnidee, ihre Körperteile lägen dort verstreut und sie müssten wieder zusammengefügt werden>.

Dieses Trauma einer Zerschlagung lässt sich mit Fabazeen behandeln.

Armut mit der Folge, dass viele eigene Bedürfnisse unterdrückt werden müssen – das sind Themen der Hülsenfrüchte. Diese Menschen fühlen sich machtlos in ihrem chronischen Mangelzustand. Ihnen bleibt so wenig Geld, dass sie ihr Auto abschaffen müssen. Doch dieses bräuchten sie, um ihre Berufschancen zu erhöhen. In ihrer Enttäuschung werden sie knochentrocken, humorlos und schließlich überkritisch.

Zum Thema "eigene Bedürfnisse": Zwei Fabazeen haben Magenprobleme: Lathyrus hat das <Gefühl eines Gewichts im Magen> und Sarothamnus <fühlt im Magen Steine> (Quelle: Murphys Klinische Materia Medica). Der Stein symbolisiert eine schwere Blockade und der gesamte Oberbauch, also auch inklusive der Bauchspeicheldrüse, ist der Ort unserer Geborgenheit. Was bedeutet das zusammengenommen? Ein Gefühl der Ungeborgenheit. Dieses Gefühl wird verstärkt, wenn ein Hartz-IV-Betroffener aus seiner Wohnung raus muss, weil sie 1 Quadratmeter zu groß ist für das Amt!

Fabazeen sind dann angebracht, wenn der Patient sehr leistungsbereit war und nun in eine Erschöpfung umgekippt ist. Diese Erschöpfung kann bei den Fabazeen bis zu einem <Gefühl der Lähmung> gehen.

Viel mehr Homöopathie gibt's in meinen Büchern. Ich muss ja auch Geld verdienen. Deshalb zum Schluss Werbung:



Dienstag, 14. Juli 2015

Millefolium - Die Schafgarben-Persönlichkeit



Die Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine schöne Alternative, falls Arnica nicht greift. 



Beides sind sehr aktive Persönlichkeiten, für die der Sport alles bedeutet. Er dient ihnen dazu, den Körper zu stählen, damit sie unverwundbar werden – ein schöner Traum, den wir in diesem Artikel hinterfragen.

Vor einem Jahr habe ich ein eBook veröffentlicht, das die Homöopathie im Twitter-Format beschreibt – also 333 homöopathische Mittel und jedes in nur 140 Zeichen erklärt ►


Dort steht zur Schafgarbe:

Sie erscheint mächtig und diktatorisch – eine sportliche Person mit einem starken Wettbewerbsgedanken, die nie eine Schwäche zugeben wird.

Warum nicht? Die Schwäche ist ihr Schatten. Sie hat Angst, schwach zu sein, Angst unterlegen zu sein. Sie liegt also nie unten. Der Sport ist kein Selbstzweck; er dient ihr dazu, Stärke und Macht zu gewinnen. Sie will immer gewinnen.


Die Schafgarben-Frau ist so sportlich, sie hält ihren eigenen Elfmeter :)

Übrigens: Der Tee schmeckt bitter und grasig. Nichts für Tee-Anfänger.

Mehr Psychologie gibt es in meinem neuen Familien-Therapiebuch ►








Montag, 13. Juli 2015

Wolfgang Schäuble - die kontrollsüchtige Jungfrau



Unser Finanzminister ist eine astrologische Jungfrau. Er hat es nicht leicht dieser Tage. Nicht etwa wegen der massiven Kritik. Es ist vielmehr die Kontrolle, die er wahren muss. Muss! Wir begegnen hier dem Extrem der Jungfrau: Zwanghaftigkeit. Alle jungfrautypischen Begriffe im Folgenden sind rot markiert.

Eine astrologische Jungfrau hat ihr Leben im Griff. Sie baut sich in ihrem Leben alles voller Sorgfalt und voller Planung auf. Da bittet sie jemand um Kredit. Sie schaudert: „Werde ich das Geld je wieder sehen?“ Der Betroffene verspricht es hoch und heilig. Er scheint auch Sicherheiten zu haben: Schöne Inseln zum Beispiel. Doch der Kreditnehmer ist bei weitem nicht so enorm pflichtbewusst, korrekt und überfleißig wie unsere Jungfrau. Er ist ein Lebemann und „es wird schon werden.“ Die Jungfrau ist maßlos enttäuscht und wird bitter. Ihre schmallippige Seite kommt zum Vorschein. Sie beginnt, ein Verhalten an den Tag zu legen, das an Herrn Schreber erinnert, den Menschen, welcher dem Schrebergarten den Namen gab und an den ich mich erinnere ob seiner knochenharten Erziehungsmethoden … ein Zuchtmeister vor dem Herrn!

Bleiben wir beim Kreditnehmer: Die Jungfrau beginnt, ihre Macht auszuspielen. Ähnlich wie Herr Schreber macht sie klar: „Solange Du von mir Kredit hast, sind auch Deine Füße unter meinem Tisch und wir essen, was ich Dir serviere!“ Exakt das hat Wolfgang Schäuble klar gemacht .. eine bitter enttäuschte Jungfrau, deren fein sortierte innere Welt durch „Griechen als Lebemänner“ erschüttert wurde. Doch es kommt noch richtig krass:

Bildquelle: www.spiegel.de
Sein Treuhandfonds, den er zuletzt vorschlug und durchsetzte wird von ihm selbst angeführt. Er kontrolliert alles! Sein „Vertrauen“ ist so sehr erschüttert, dass er nun niemandem mehr traut. Das ist zwanghaft und an der Grenze zur Paranoia. Hoffen wir, dass er mit dieser Politik, die Deutschland schadet, nicht durchkommen wird. Wünschen wir ihm ferner, dass er gesund bleibt.

Dieser Artikel ist mir sehr schwer gefallen, denn ich bin Humanist und ein Verhalten, dass zur „Beibehaltung der Europäischen Ordnung“ wider besseres Wissen große Teile eines fremden Volkes in die Verarmung stürzt ist nicht zu rechtfertigen.

Hier mein neues Buch aus der Familientherapie ►








Donnerstag, 9. Juli 2015

Mein neues eBook - das Inhaltsverzeichnis







Vorwort
Teil I: Einführung
5
6
Ursachen
8


Teil II: Co-Abhängigkeit mit Partner und Familie
9


Eine Auswahl typischer co-abhängiger Persönlichkeiten
10
Die A-Persönlichkeit (Geborgenheit und Halt als wichtige Bedürfnisse)
10
B-Persönlichkeit (Übertrieben dienstbare Haltung zu anderen Menschen)
12
C-Persönlichkeit (Zu große Nähe zur Mutter)
14
D-Persönlichkeit (Glaubt, sie gebe nicht genug)
18
E-Persönlichkeit (Verdrängt den schlechten Menschen in sich selbst)
 19 
F-Persönlichkeit (Drängt sich auf, bei fehlendem Einfühlungsvermögen)
21
G-Persönlichkeit (Lebt um jeden Preis unabhängig)
22
H-Persönlichkeit (Glaubt, zu wenig Mitgefühl zu äußern)
23
Co-Abhängigkeit und das Temperament der Beteiligten
26
Co-Abhängigkeit in unseren Gefühlen
28
Co-Abhängigkeit in der Kommunikation
29
Die alte Macht der Co-Abhängigkeit
30


Teil III: Co-Abhängigkeit unter Völkern
32
Die israelisch-palästinensischen Verstrickungen
32


Teil IV: Die ersten Schritte aus der ungesunden Situation
36
Wege aus der Verstrickung – zunächst allein
36
Wege aus der Verstrickung – mit Therapie
38
Nachwort


39

Mein neues eBook "Liebe oder Übergriff?" - erste Auszüge


Das Buch


Dieses eBook zeigt das Thema der Co-Abhängigkeit in Beziehungen gemäß einer neuen Definition aus den USA. Es ist für Anfänger gedacht und daher populärwissenschaftlich geschrieben. Es handelt von Übergriffen im menschlichen Miteinander. In verschiedenen Rollen erscheinen die Betroffenen, z. B. als Machtgreifer, Kletten, Ich-lose Helfer oder phlegmatische Träumer. »Liebe oder Übergriff« arbeitet in 15 Spielszenen heraus, in welchen manchmal engelhaften Masken die verschiedenen Verstrickungen im Alltag daher kommen und wie wir in ihnen festsitzen. Es soll Mut machen, sich aus Verstrickungen heraus auf die eigenen Beine zu stellen. Als nächsten Schritt können sich interessierte Leser die Literatur der Sozialwissenschaftler vornehmen, mit den Schlüsselbegriffen »Symbiose« oder »Verstrickungen.«




Teil I: Einführung



Der Begriff Co-Abhängigkeit




Der von Anne Wilson Schaef erweiterte Begriff der Co-Abhängigkeit wurde im deutschsprachigen Raum bisher nicht angenommen. Doch gelangte bei uns in den 80er-Jahren eine Person ins öffentliche Bewusstsein mit einer aufsehenerregenden und bald populär werdenden Therapie: Bert Hellinger, ein ehemaliger Priester und Schulleiter in Südafrika.




Seine systemische Therapie, das Familienstellen, macht den Versuch, menschliche Verstrickungen in der Familie zu erkennen und aufzulösen. Dazu begaben sich viele Betroffene in ebenso erhellende wie aufreibende Rollenspiele. Also kein träger Seelenstriptease mehr auf der Therapeutencouch, sondern endlich Aktion!


Hellinger setzt der Abhängigkeit eine Ordnung entgegen, eine "Ordnung der Liebe" in sauberen Abgrenzungen von Kompetenzen. Er forderte unter anderem, dass Kinder nicht in die Rollen von Erwachsenen gedrängt werden dürfen, indem sie zum Ersatzpartner gemacht werden. Sein Ziel war und ist eine klare Rollenverteilung.



Nun zur Definition des Begriffes nach Anne Wilson Schaef:


Der Co-Abhängige weiß nicht, wo er aufhört und wo der andere anfängt.“ (Seite 57 in "Co-Abhängigkeit: Die Sucht hinter der Sucht" - Heyne Verlag)



Co-Abhängigkeit ist ein Zustand, der uns von uns selbst wegführt und auf andere Menschen fixiert. Die Fixierung ist eine trügerische Sicherheit, denn wir sind nur scheinbar aufgehoben. Wir zahlen den Preis, dass wir zum Spielball anderer werden. Das Verhalten führt außerdem dazu, dass wir zu unseren eigenen Ängsten auch noch die anderer Menschen miterleiden. So werden wir noch manipulierbarer.




Es gibt Zuhörer, die Beichtväter sind ohne Geistliche zu sein. Sie leben als seelische Mülleimer mit dem, was andere Menschen ihnen dagelassen haben. Sie hören als „nette Nachbarn“ zu, weil sie sich nicht lösen, nicht verabschieden können. Diese Personen sind co-abhängig, denn sie haben überhaupt keine Grenzen mehr, sind ausgeliefert. Für den bei ihnen abgeladenen Seelenmüll erhalten sie oft noch nicht einmal ein Dankeschön. Wer wie sie keine Grenzen hat, mischt sich vielleicht auch in die Angelegenheiten anderer ein oder lässt es zu, dass über seinen Kopf hinweg Einmischung möglich ist.






In der nächsten Spielszene wird der Partner als Stütze gesehen [...]: Eine emotionale Bindung ist vorhanden und sie wird vom Vater, vielleicht aber auch vom Kind sehr gewünscht:




Spielszene 3: Nico besucht die zweite Grundschulklasse. Sein Vater arbeitet in der Nähe der Schule und deshalb bringt er seinen Sohn jeden Tag bis in den Klassenraum. Einer Lehrerin fällt das natürlich auf. Sie spricht später mit ihm. In klarem, aber auch verständnisvollem Ton.




Wir beobachten in dieser Szene die Tatsache, dass das Kind nicht am Parkplatz abgeliefert, sondern bis in den Klassenraum gebracht wird. Es braucht keine Hilfe mehr, denn es findet von selbst in die Klasse. Was hat die Lehrerin dem Vater wohl erklärt? Dass die Schule ein Erlebnis- und Lernraum für Kinder ist, in welchem sie lernen sollen, sich zurecht zu finden, um eigenständig zu werden. Deshalb sind Eltern, außer an Sprechtagen, in der Schule unerwünscht. Wir wollen die Motive des väterlichen Handelns erforschen.




Ist der Vater überfürsorglich, weil er ohne das Kind allein ist? Ist das Kind vielleicht sein einziger vertrauter Ansprechpartner als allein erziehender Vater? Es wäre wichtig, dass er sich öffnet, zum Beispiel für eine neue Partnerin. Diese Partnerin könnte helfen, die väterliche Beziehung zum Kind zu normalisieren.




Ist er abhängig vom Kind, weil er es zu sehr liebt? Ist eine zu große Nähe sein typisches Muster?




Wie wird er auf Kritik an seinem Verhalten reagieren? Wahrscheinlich bringt er die Ausrede vor, er habe Angst um sein Kind: „Sie wissen doch, es passiert so viel!“ Die Strecke von 20 Metern vom Parkplatz bis zur Schule ist aber sicher.




Könnte es sein, dass der Vater unbewusst sein Kind lebensunfähig halten will, damit es ihn nicht verlässt, wenn es erwachsen ist? Das wäre eine ungesunde Liebe.




Teil III: Co-Abhängigkeit unter Völkern



Die israelisch-palästinensischen Verstrickungen




„Wir Palästinenser sind von der
menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen gewesen,
weil wir von unseren Gegnern
etikettiert, stereotypisiert und beschrieben wurden
statt von uns selbst.“
~ Frau Hanan Aschrawi


Frau Aschrawi ist das »menschliche Gesicht« der PLO, zuständig für Kultur und Information. (Die PLO regiert im Westjordanland.) - zitiert nach »Tuvia Tenenbom: Allein unter Juden«, Seite 77 - Suhrkamp Verlag 2014


Das Gold, das co-abhängige Völker gewinnen können, ist die Selbstbeschreibung – als Folge einer Selbsterkenntnis. Über dem Orakel von Delphi steht: „Erkennt Euch selbst!“ Dieser Klärungsprozess ist schmerzhaft, denn er verlangt neben dem Ausräumen falscher Anschuldigungen das Anschauen unschöner eigener Verhaltensweisen. Der Prozess verlangt …



▪ ein ehrliches Hinabschauen auf sich selbst,
▪ eine schonungslose Aufarbeitung der eigenen Geschichte, sowie
▪ das Zulassen kritischer Vordenker.
▪ eine Überlebenschance für Legenden nur noch als Gutenachtgeschichten.




Ich gehe davon aus, dass Frau Aschrawi diesen Prozess im modernen Palästina anstoßen will. Er wird Zeit benötigen. Alle Beteiligten sollten sich Zeit lassen, bis die Volksgruppen es hinbekommen, immer mehr Widersprüche aufzulösen.





Wir haben die palästinensische Seite nun anhand vieler Beispiele beleuchtet. Was diese Menschen an ihrer Fortentwicklung als Gemeinschaft hindert, das ist die Opferposition, welche sie vor sich hertragen. Das gilt nach meinen Informationen genauso für einen Teil palästinensischer Christen. Es ist ein Gefühl an welchem sie festhalten. Ihre feste Aussage ist: „Israelis sind Besatzer.“ Ich übertrage jetzt etwas aus der Familientherapie in die Politik. Die Haltung der Palästinenser entspricht der von verzogenen cholerischen Söhnen, empfindlich, zornig, mit einer Neigung zur selbstbeschauenden Lähmung. In ihrem Trotz hängen sie Allmachtsfantasien nach, „Israel von der Landkarte tilgen“ zu wollen. Sollte das nicht möglich sein, wollen sie ihren Ziehvater zumindest mit kleinen Raketen sticheln.



Was ist nötig, damit sie vom Gegner und der Weltgemeinschaft ernst genommen werden? Hier meine Ideen:



▪ Sie entwickeln eine funktionierende Demokratie,
▪ präsentieren verlässliche Konzepte,
▪ eine konstruktive Nachdenklichkeit und einen …
▪ wirklichen Friedenswillen Israel gegenüber.

Mittwoch, 8. Juli 2015

Die Weltfremdheit hoher Stadien



In der Homöopathie haben wir im Periodensystem die Stadien 1 bis 18. Stadium 1 ist der naive, wilde Beginn und im Stadium 18 endet das Loslassen, was auch immer wir darunter verstehen. Dieses Loslassen beginnt jedoch schon mit Stadium 11. Wir wollen uns zwei Persönlichkeiten vornehmen und Merkmalsausprägungen des Loslassens anschauen. Diese Ausprägungen sind im folgenden Text fett gedruckt.

Beginnen wir mit Selen. Das ist ein Halbmetall des Stadiums 16 im Periodensystem. In den hohen homöopathischen Stadien verlassen wir langsam aber sicher diese Welt. Über das Niveau entscheiden wir aber selbst. Nehmen wir als Beispiel die Selenium-Frau. Wie eine Katze döst sie stundenlang oder spielt auf ihren Computer-Apps. Gegen Abend geht sie einkaufen. Wenn Sie sich dann frischmacht sieht sie im Spiegel ein Gesicht mit Schlafzimmerblick. Selenium wird als Homöopathikum gegeben bei chaotischem Lernverhalten und Vergesslichkeit. Diese Frauen haben eine träge Sinnlichkeit und sie vergessen schnell die Namen ihrer Verehrer. Natürlich gibt es weitere Substanzen der höheren Stadien. Alle diese Frauen können den unwiderstehlichen Charme einer Wasserleiche haben. Das ist keine Satire, wenn ich mir anschaue, in welch morbidem Make-up viele Models schon über den Laufsteg geschickt wurden.


Ein weiteres Beispiel für die Weltfremdheit der hohen Stadien finden wir in der Brom-Persönlichkeit. Brom ist Stadium 17. Brom-Männer arbeiten nicht. Und wenn, so wie die Chassidims, dann auf einer höheren Ebene, einer nicht materiellen. Sie praktizieren den ganzen Tag ihre Religion. Der israelische Staat finanziert ihre Familien. Der Brom-Mann arbeitet nicht, weil er behauptet, er könne ohnehin nicht das erreichen, was sein Vater erreicht hat und daher lässt er es von vornherein bleiben. Er ist ortsgebunden und liebt sein Zuhause.
Bildquelle: www.rehovotisrael.com



Montag, 6. Juli 2015

Mein eBook "Liebe oder Übergriff?" ist erschienen

Amazon.de hat es seit heute Mittag gelistet: Mein eBook "Liebe oder Übergriff?"

Es ist mein erstes Familien-Therapiebuch. Auszüge werde ich in den nächsten Tagen hier und auf meiner Homepage hochladen: