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Merkur Aspekt Saturn - Vom Lernen und der Ignoranz

Sonntag, 12. April 2015

Einführung: Das astrologische Trigon



Astrologische Aspekte sind Winkelbeziehungen zwischen den Planeten – von der Erde aus betrachtet. Was bedeutet ein Trigon?

Unsere Obstbäume blühen jetzt
 
Zuerst zur Frage, was Planeten in der Astrologie eigentlich sind? Sie symbolisieren Impulse oder Bedürfnisse in uns.

Das Trigon ist ein Winkel von 120 Grad. Es zeigt einen guten Fluss der Energien zwischen den beteiligten Planeten an. Die Impulse ergänzen und verstärken sich. Daraus entstehen leichte Begabungen. So leicht, dass wir uns auf sie verlassen können. Für leichtlebige Menschen vielleicht zu leicht? Damit ist folgendes gemeint: Es besteht die Gefahr, dass wir uns auf unsere Talente verlassen und in unserer Entwicklung stehen bleiben. Das wäre schade, weil wir vielleicht mehr aus uns heraus holen könnten. Aber dafür sind ja die Quadrate gut! (Siehe voriger Artikel hier im Blog.)

Ein paar Beispiele: Ein Trigon von Sonne zu Neptun zeigt ein schönes Zusammenspiel aus Selbstdarstellung und Einfühlungsvermögen. Diese Menschen können sich zurück nehmen und notfalls bescheiden auftreten, falls ihr Mitgefühl ihnen das signalisiert. Das bedeutet, sie sorgen dafür, dass auch Anfänger, Kinder oder solche mit schwachem Selbstbewusstsein ihren Auftritt bekommen.

Menschen mit Mars im Trigon zu Saturn sind geduldige Sportler oder Bastler. Mit ihrer Kraft überdrehen sie keine Schraube. Ihr Lieblingssport könnte Karate sein. Beim Meister lernen sie, ihren Schlag zu kontrollieren. Das Arbeiten mit schwer zu bearbeitenden Stoffen ist auch sehr beliebt. Dazu zählt zum Beispiel das Bildhauen.

Steht Merkur im Trigon zum Aszendenten, dann projizieren wir uns im Gespräch harmonisch. Wir bringen etwas zur Sprache und man hört uns gerne zu. Mit unserer Meinung bringen wir uns harmonisch ein. Wir wecken vielleicht auch Neugier. Man möchte mehr von uns erfahren oder lernen. Eine Venus im Trigon zum Aszendenten wirkt auf natürliche Weise attraktiv; sie hat ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Kleidung. Menschen mit Mars Trigon Aszendent sind einsatzbereit und sehr sportlich, ohne dass es zu Reibereien kommt. Ihre Kraft ist willkommen und wird gefördert.

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Freitag, 10. April 2015

Einführung: Das astrologische Quadrat



Astrologische Aspekte sind Winkelbeziehungen zwischen den Planeten – von der Erde aus betrachtet. Was bedeutet ein Quadrat?

Scharbockskraut (Ranunculus ficaria)
 
Zuerst zur Frage, was Planeten in der Astrologie eigentlich sind? Sie symbolisieren Impulse, Interessen oder Bedürfnisse in uns.

Bei einem Quadrat sind Planeten 90 Grad voneinander entfernt – ein Spannungsaspekt und deshalb eine Herausforderung. Doch das Quadrat hat einen unschätzbaren Vorteil. Wir sind angehalten, Lösungen zu finden für Dinge, „die irgendwie nicht gehen.“ Wer sich richtig reinkniet, kann sogar den Nobelpreis verliehen bekommen. Ja, das Quadrat ist der Stoff, aus dem solche Geschichten geschrieben werden. Harte, geduldige Arbeit wird belohnt. Halten wir fest: Wir bekommen das Eine nur ohne das Andere. Mit Venus im Quadrat zum Mond finden wir, dass bestimmte Speisen einladend aussehen, aber unser Magen reagiert mit Störungen. Wir können auf die Speise verzichten oder wir nehmen die Magenverstimmung hin. Oder wir suchen nach einem Rezept, das fast genauso gut schmeckt, aber den Magen schont. Noch ein Beispiel. Ein Mond-Pluto-Quadrat zeigt ein großes Bedürfnis nach Nähe an, aber es fehlt das Gefühl, mit dem Partner vereint zu sein. Machen wir irgendetwas falsch beim Kuscheln? Um uns zu verwirklichen werden wir daran arbeiten. Wir werden vielleicht Partnerseminare besuchen. Ein geduldiger Umgang miteinander hilft sehr.

Ein Quadrat zeigt auch unsere Schwächen an. Ein Quadrat zwischen Sonne und Mars bedeutet oft verletzbaren Stolz. Mit einem Quadrat zwischen Sonne und Pluto verhalten wir uns herrschsüchtig. Das Quadrat zwischen Merkur und Uranus verrät sonderbare Ansichten. Eine Person mit Jupiter Quadrat Saturn kann ein unbelehrsamer Vielfraß sein.

Steht ein Planet im Quadrat zum Aszendenten, so kann es passieren, dass wir uns disharmonisch projizieren. Disharmonisch bedeutet spannungsgeladen und Projektion besagt, dass wir etwas in unsere Umwelt senden. Wir gehen also in einer Weise auf andere zu, die Ablehnung erzeugen kann. Nehmen wir einen Merkur im Quadrat zum Aszendenten. Ein Gespräch wird begonnen, doch es fehlt das Gespür, dass der andere auch zu Wort kommen sollte. Die Betroffenen glauben, etwas Wichtiges auf jeden Fall sagen zu müssen, anstatt dem Gespräch zu erlauben, sich natürlich fließend zu entwickeln. Was macht ein vorher noch interessierter Gesprächspartner auf einer Party? Er wendet sich dem nächsten Gast zu.

Was ist mit der Himmelsmitte? Wirft zum Beispiel der Mars ein Quadrat zur Himmelsmitte, dann kann uns das Gespür fehlen, wie viel Einsatz wir aufbringen müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Wir werden wohl zur Übertreibung neigen, vielleicht weil wir denken, wir würden nicht genug Druck machen.

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Donnerstag, 9. April 2015

Einführung: Die astrologische Konjunktion



Astrologische Aspekte sind Winkelbeziehungen zwischen den Planeten – von der Erde aus betrachtet. Was bedeutet eine Konjunktion?

Crataegus-Blüten, heute fotografiert

Was sind Planeten in der Astrologie? Planeten symbolisieren Impulse, Interessen oder Bedürfnisse.

Eine Konjunktion bedeutet, dass Planeten nebeneinander stehen. Das kann eine gut funktionierende Gemeinschaft sein, in welcher sich die Impulse gegenseitig stärken. Aber diese Impulse können es auch schwer miteinander haben. Das wäre dann eine schwierige Ehe. Ob es schwierig wird hängt zum Beispiel von den betroffenen Personen ab. Die Frage ist: Auf welchem Niveau wird die Konjunktion gelebt? Das steht nicht im Horoskop!

In einer Konjunktion werden die beteiligten Planeten (Interessen) als Einheit erlebt. Eine Konjunktion von Sonne und Mars bedeutet ein Verschmelzen von Selbstbewusstsein und Kampf. Das verleiht den Personen ein sportliches Auftreten. Oder sie werden Berufssoldaten. Sehr feurig drücken sie sich aus. Falls Sonne-Mars eine „schwierige Ehe“ ist, dann besteht eine Neigung zu herrischem, aufbrausendem Verhalten. Diesen Aspekt fand ich gehäuft in den Horoskopen von Rothaarigen.

Wie sieht es aus mit Merkur und Saturn? Diese Konjunktion hatte Albert Einstein im Horoskop. Merkur symbolisiert Beobachten und Lernen. Saturn zeigt besondere Leistungsbereitschaft und eine ernsthafte Schwere an. Deshalb entwickelte Albert Einstein seine Relativitätstheorie nicht über Nacht, sondern über ein Jahr hinweg. Wie sieht hier die „schwierige Ehe“ aus? Das ist der Fall, wenn ein starres Denkgebäude entstanden ist. Sobald bestimmte feste Ansichten hinterfragt werden kann die Kommunikation mit dieser Person schwierig werden. Sie wird sich weigern, bestimmte Dinge einzusehen.

Bei einer Konjunktion kann auch folgender Effekt eintreten. Die Person lebt einen der Planeten beherzt aus, doch den anderen Planeten blendet sie aus. Als wäre er nicht da. Nehmen wir die Konjunktion von Mond und Venus in einem Frauenhoroskop. Sehr mütterlich und aufmerksam, wenn ihre Mitmenschen Hilfe brauchen. Doch wenn sie sich für eine Party schick machen soll, dann hat sie überhaupt keine Kleider dafür. Nur Schürzen. Jetzt das umgekehrte Beispiel: Ein Model oder eine Schönheitskönigin, symbolisiert durch Venus, die mit der Mutterrolle nichts anfangen kann. Gibt man ihr ein Baby, dann verhält sie sich ungeschickt. Sie weiß nicht, wie sie es festhalten soll.

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