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Merkur Aspekt Saturn - Vom Lernen und der Ignoranz

Donnerstag, 30. Januar 2014

Die Seele als halbierter Apfel



Oft lernen wir einen Menschen kennen und stellen fest: Er ist ganz anders als er äußerlich wirkt.

In der Homöopathie gibt es keine reinen Typen. Niemand ist nur Sepia oder nur Germanium. Wir bestehen gewissermaßen aus Schalen. Deshalb wirken wir fast immer anders als wir im Innersten sind. Dazu habe ich ein vereinfachtes Modell entwickelt:


Diese Persönlichkeit wirkt sehr feurig. Sie hat ein großes Ego. Sie könnte sich beklagen, dass sie „immer die falschen Leute“ kennen lernt. Woran liegt das? Sie strahlt eine Instinkthaftigkeit und das gewisse Etwas aus, das die entsprechenden Partner andocken lässt. Schauen wir in das Schaubild: Es ist eine lachetische Schwingung, am Apfel gezeigt als äußere Schale.

Warum beklagt sie sich? Nach ihren Idealen will sie etwas ganz anderes. Ihre Ideale sind zwar auch von Wildheit und Begeisterung getragen, aber sie ist im Innersten ein Theoretiker und Fantast. Sie reist lieber durch Wurmlöcher als sich in Beziehungen zu verstricken. Diese Ideale entsprechen der Sulphur-Schwingung. Wir sehen sie im Schaubild als Apfelkern.


Es gibt noch einen weiteren Grund, warum sie lieber theoretisiert. Es gibt viele schwache Momente in ihrem Leben, in welchen sie erkennen musste, dass man über ihren Willen hinweg entschied. Das war schon in der Familie so. Bei einem Karma-Berater erfuhr sie, dass sie sich über viele Inkarnationen rückgratlos durchgeschummelt hat. Seither weiß sie, warum sie unter Rückenschmerzen leidet. Das finden wir im Schaubild als Lycopodium.

Freitag, 24. Januar 2014

Lycopodium - Leber, Allergie, Niere



Lycopodium ist eines der großen Mittel der Homöopathie. Im folgenden Artikel möchte ich mich auf drei Organsysteme beschränken.

L E B E R
Zusammen mit Carduus marianus und Chelidonium eines der wichtigen Lebermittel. Beim Bärlapp ist es klassisch eine Hepatitis. Die Leber deckt eine Reihe von Themen ab, darunter auch die Frage des Selbstwertes.

Lycopodium schwankt zwischen den Extremen Würstchenhaftigkeit auf der einen und Großspurigkeit auf der anderen Seite. Beobachten Sie mal eine Gruppe von Tippelbrüdern und Sie werden mir Recht geben. Der Patient kompensiert sein pulverisiertes Ich durch das Erzählen frauenfeindlicher Witze.

Mehr zu Lyc im einführenden Büchlein von Jutta Nebel

N A H R U N G S M I T T E L A L L E R G I E
Nux vomica hat einen neurasthenischen Subtyp und dieser ist Lycopodium ähnlich. Mit seiner Protzerei will Lycopodium überspielen, dass er in einer Welt lebt, in welcher er alles in Kisten und Kästchen einsortieren muss. Daher finden wir ihn in der Rubrik <hat Angst, unter seinem Arbeitspensum zusammenzubrechen> (wo unter anderem auch Bambusa steht). Allergie kann bedeuten, dass die Seele durch vielfältige äußere Eindrücke überfordert wird. Das übertragen wir auf den Darm und unsere moderne Schrottnahrung, die ja voller Zusätze ist.

Der Spargeltarzan mit geblähtem Bauch braucht eine Diät. Keine Backwaren aus industriellen Fertigmischungen! Daher kommen seine ekligen Fürze. Ähnliches gilt für die ebenfalls umstrittenen Farbstoffe, die sogar im Pudding enthalten sind. Der Strich in der Landschaft isst bis zur detektivischen Klärung am besten Lammfleisch, dazu Pellkartoffeln mit etwas Quark und gedünstete Broccoli. Kein Sprudel oder Cola! Gerade die Kohlensäure von Coke ist brutal und der ph-Wert der Phosphorsäure liegt bei 2,9!

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N I E R E
Lycopodium finden wir fett gedruckt auch unter Nierenkolik. Die Kolik ist das Ergebnis eines ins Wandern gekommenen Steins. Was ist bei Lyc das Thema Niere und warum hat dieser Patient Steine?

Er grinst den ganzen Tag (während Natrium lächelt). Damit überspielt er das, was innerlich nagt. Wir finden Lyc im Repertorium unter <boshaft; rachsüchtig>. Er musste in seinem Leben viel einstecken, hat aber Angst, sich unbeliebt zu machen. Also werden die Gefühle unterdrückt und versteinern.