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Merkur Aspekt Saturn - Vom Lernen und der Ignoranz

Mittwoch, 8. November 2017

Fische-Mond im 7. Haus

Der Mond ist nach meiner Erfahrung der bedeutendste Eckpunkt im Horoskop. In diesem Artikel möchte ich den Mond in die Fische setzen und in das siebte Haus. Sinn und Zweck der Übung ist, das astrologische Kombinieren zu üben. Wenn wir mit der Sonne, Saturn und dem Aszendenten genauso verfahren, dann haben wir die wichtigsten Eckpunkte erfasst und können bereits viel über die Person aussagen.

Der Mond ist der Anzeiger für kindliche Urbedürfnisse. Deshalb ist er so bedeutend. Wir erfahren etwas über unser Kind-Ich mit seinen Bedürfnissen nach <emotionaler Nahrung>; das ist zum Beispiel Geborgenheit annehmen oder schenken zu können. Unter einem Fische-Mond geboren, brauchen wir zum Aufgehobensein eine besondere Atmosphäre, welche der Wiedervereinigung mit der universalen Mutter möglichst nahe kommen soll. Ein <Bad> in vertrauten, sanften Stimmen - besonders den tiefen Stimmen - beruhigt uns. Wir sind wieder verbunden!


Steht dieser Mond in Haus 7, dann möchten wir mit der Umgebung eins werden; … nie mehr allein sein. Das Gefühl abgetrennt zu sein ist für uns ein Kompromiss. Wir fühlen uns wie ein Splitter, der einst auf Atlantis aus einem riesigen Kristall herausbrach und seither seine Urschwingung sucht. Diese Spannung, diese Sehnsucht bewirkt im Hier und Jetzt, dass wir die Zeit überbrücken, bis wir wieder all unsere Lieben um uns haben. Immer muss jemand ansprechbar sein, deshalb auch die hohe Telefonrechnung. Dieses Verhaltensmuster kennen wir aus der Homöopathie, insbesondere von den Meeresmitteln Spongia (Schwamm) und Cypraea eglantina (Kaurischnecke).

Mit einem Fische-Mond schöpfen wir frische Kraft aus schnödem Nichtstun, … oder neudeutsch: wir chillen. Sind wir unter der Woche arg im Hamsterrad, dann kann am Wochenende das Bedürfnis aufkommen in trauter Runde eine Tüte herumgehen zu lassen. In diesem Dunst sehen wir dann die Wirklichkeit nicht mehr so scharf. Die Fische fliehen zu gerne aus einer Realität, deren Härte sie oft nicht ertragen können, auch weil sie dort ihre Ideale verraten sehen - ein berechtigter Vorwurf, den viele unser Zivilisationen aushalten müssen! Mit Cannabis dagegen werden wir lustig und albern herum wie kleine Kinder, auch weil wir keinen angefangenen Satz mehr zu Ende bekommen.

Das Wort <Atmosphäre> habe ich zu Anfang bewusst gewählt. Es ist die Herbstlichkeit des Bodennebels. Geht man auf ihn zu, hat er sich auf geheimnisvolle Weise aufgelöst. Verfolgen wir ihn auf unserem Morgenspaziergang übers Feld, ist er auch dort weg. Ich spiele damit auf die Gas-Persönlichkeiten der Homöopathie an. Diese Charaktere sind flüchtig und anfällig für Trugbilder.


Menschen mit Mond in Fische in Haus 7 sind anfällig dafür, sich fort zu machen, anstatt Probleme mit der menschlichen Umwelt zu konfrontieren und einer Lösung zuzuführen. Manche werden schließlich zu Meistern des ständigen Hinausschiebens. Sie lassen Termine platzen, um dem Druck auszuweichen. Nur zu leicht können sie in ein Muster hineinrutschen, ihre Mitmenschen zu beschummeln, vor allem über ihre eigenen Schwächen und Versäumnisse … über die Jahre vielleicht so sehr, dass sie ihre Märchen inzwischen längst selber glauben. Das Schönste und Geheimnisvollste zu dieser Mondstellung schreibe ich zum Schluss:

In der Esoterik gibt es das Konzept des <Seelenpartners> oder der <Dualseele>. Menschen mit einem Siebthaus-Fischemond suchen diesen Menschen. Darunter machen sie es nicht. Sie besuchen Esoterikmessen und spirituelle Buchhandlungen, um dort zu finden was sie aus ihren sanft aquarellierten inneren Bildern schon empfangen haben. Vielleicht ist das der Grund warum es in vielen Eso-Buchhandlungen so andächtig still ist ...


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Saturn im Schützen

Der aktuelle Saturn zieht noch eine Weile seine Bahn durch das Zeichen Schütze. Wir wollen uns in diesem Artikel anschauen was diese Zeichenstellung im individuellen Horoskop bedeuten kann. Alle saturnischen Schlüsselbegriffe sind rot markiert.

Saturn ist eines der wichtigsten Ur-Prinzipien. Seine Deutung in Haus und Zeichen sollte in einer vollständigen Interpretation nicht fehlen. Saturn gibt uns Hinweise, …

·        in welcher Lebenseinstellung wir inneren Halt finden,
·        wie wir uns am erfolgreichsten verteidigen und …
·        mit welchem Temperament wir die besten sein wollen.

Was versteht man unter <Saturn>? Wenn wir Saturn finden wollen, dann müssen wir das innere Gerüst von etwas suchen. Dazu drei Beispiele: Nach neuesten Forschungen werden die Planeten auch durch die <dunkle Materie> in ihren Bahnen gehalten. Diesen <inneren Halt> eines Sonnensystems gibt es auch im menschlichen Körper. Er wird durch Bänder, Sehnen, Kapseln und Organhäute gewährleistet. Letztes Beispiel: In einem Kristall ist die innere Struktur das regelmäßig aufgebaute Atomgitter.


Bleiben wir beim <Gerüst>. Menschen mit Saturn im Schützen haben gern eine optimistische Einstellung als Lebensgerüst. Ihre Fähigkeit ist, dass sie gerade in schwierigen Situationen in einem positiven Ausblick Halt finden. Für sie ist das Glas eigentlich immer halb voll.

Eine weitere Eigenschaft, die ich ebenfalls beobachtet habe ist ein <strahlendes Lächeln als Verteidigungstrick>. Damit ist folgendes gemeint: Nehmen wir an wir werden kritisiert, weil wir Mist gemacht haben. Wir stehen jetzt unter Druck, doch auf diese Situation reagiert jeder anders. Während Menschen mit Saturn in Fische sich aus dem Staube machen, haben die Strahlemänner so viel Feuer, dass sie ihre Kritiker mit Begeisterung zu entwaffnen suchen. Wildheit dient ihnen dazu, dass die Vorgesetzten aus dem Konzept gebracht werden. Die besonders geschickten tarnen ihre Entschuldigung hinter so viel Großzügigkeit, dass die Chefin rückwärts geht.

Allgemein gilt: Saturn zeigt im jeweiligen Zeichen, das er durchläuft, bei welchem Archetypus wir alles, aber auch wirklich alles herausholen wollen. Im Schützen, von Jupiter regiert, kann das heißen: ‚Darf’s noch ein wenig mehr sein?’ Wir wollen rauschende Feste feiern, die jede Vorstellung sprengen. Der Nachteil: Es macht auf die Dauer unzufrieden, wenn man es nicht mehr schafft die Messlatte mit jedem Mal noch höher anzusetzen. Lauschen wir einem Astrologielehrer:

„Saturn, Uranus und Pluto haben eine Gemeinsamkeit: Es ist das Streben nach dem Absoluten.“ ~ Andreas Bleeck

Mit Saturn im Schützen stellen wir uns im Extremfall in einen Wettbewerb, wer es schafft, noch größere Wolkenkuckucksheime als die anderen zu bauen.

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Das Buch ist an sich vergriffen, aber Amazon verkauft anscheinend noch. Natürlich gibt es das Buch auch anderswo.



Dienstag, 17. Oktober 2017

Eine Liste meiner eBooks - aktualisiert

Ich bekam eine Anfrage, wo meine eBooks zu erwerben sind. Dazu kommt jetzt eine Liste, ohne amazon zu berücksichtigen. Ich denke auch, dass so etwas nicht notwendig ist, denn dort braucht man nur <Gerhard Miller eBooks> einzugeben und schon ist sie auf dem Bildschirm. Meine Alternative wäre in diesem Fall www.buch7.de, der „Buchhandel mit der sozialen Seite.“ Bitte auf die Internetadressen unter den Bildern klicken!

Neben den astrologischen und homöopathischen Büchern habe ich ein Familienberatungs-Ebook veröffentlicht. Es heißt <Liebe oder Übergriff> Hier ist es:




In dieser Liste steht mein Astrologie eBook mit dem Titel <Astrologische Mosaiksteine>.




Es geht weiter mit <Kompakte Homöopathie Teil 1>:




Dazu noch einen zweiten Teil, unter …


Ein weiterer günstiger Titel ist <Homöopathie im Twitter-Stil>:



Den Titel <Körper-Seele-Homöopathie - Die Psychosomatik von 170 Arzneipersönlichkeiten> finden Sie unter …




Das Ur-Prinzip Pluto und die Erzwingung

Die Entdeckung Plutos ist knapp 100 Jahre her. Seitdem sammeln wir Astrologen Schlüsselbegriffe für das Ur-Prinzip, damit wir eines Tages von ihm ein ebenso vollständiges Bild bekommen wie zum Beispiel vom Mars. Im gestrigen Blogartikel war die <Tiefe> als Schlüsselbegriff im Zentrum, heute soll es die <Erzwingung> sein. Diese geistig-seelische Haltung kann sich im Körper auskristallisieren als <Konstriktion>.

Plutonische Zuneigung ist vereinnahmend. Plutonier rutschen oft in ein Muster hinein, den Partner schleichend in Besitz zu nehmen. So ist die Sache aber durch das Schicksal nicht gedacht. Wir sind dem Partner zugeordnet und sollten ihn jederzeit loslassen können. Plutos Einsatz ist ausschließend. Das bedeutet: „Du sollst keine anderen neben mir haben, die mir Dich wegnehmen können.“ Um das zu erreichen kommt ein animalischer Charakterzug zum Tragen: Konkurrenten werden weggebissen. (An dieser Stelle ist interessant: Wir sollten ein Horoskop integriert deuten, niemals nur einzelne Bausteine, sondern die wichtigste Eckpunkte aufeinander bezogen. Warum? Weil wir genau wissen sollten, wen wir als Klienten vor uns haben: Plutonier, die auch ein astrologisches Feuer haben1) sind noch ausgeprägter animalisch: In ihrem wilden Leben dreht alles um Selbstdarstellung, Schnelligkeit, Wettbewerb, Kampf, Konkurrenz und Schönheit. Das passt im Übrigen sehr schön auf die Tiermittel der Homöopathie. Wer drei Kinder hat und alle sind Tier-Persönlichkeiten, … viel Spaß!).

Nun sage jemand zu diesem Plutonier, er oder sie solle „nun endlich loslassen!“ Haha, wie lustig?! Das natürliche Loslassen ist vom Plutomenschen ungefähr so weit entfernt wie die Erde vom Andromedanebel. Plutonier lernen durch bittere Lektionen, nämlich durch Verlassenwerden, dass ihnen zum Überleben nichts anderes übrig bleibt als loszulassen.

Doch in der Beziehung haben sie den Partner fast erdrückt oder gar erwürgt, als wären sie eine Schlange, eine Boa constrictor.

Bildquelle: Wikipedia

Da hatten wir gerade einen schönen Fachbegriff: die Konstriktion. Eine Konstriktion ergibt einen Bluthochdruck. Er kann sich auskristallisieren, wenn es einem partnerabhängigen Menschen nicht mehr gelingt, das Gegenüber so zu <fesseln> oder subtil zu manipulieren, das es bei ihm bleibt. Wenn auch noch die Kinder fast gleichzeitig aus dem Haus gehen, ist das Unglück da. Die Indianer sagen: <Es> passiert innerhalb von 6 bis 12 Monaten. Der Körper reagiert mit einer Hypertonie, mit Hektik, rotem Kopf, auch anfallsweise. Schauen wir genau hin: Die Muskeln unserer Arterien umklammern das Gefäß sehr stark. Es wird eng im Blutfluss. <Enge> bedeutet Angst und es ist eine <Angst vor dem Verlassenwerden>. Das klassische Mittel ist hier das homöopathische Chlor, meist verschrieben in einem Metallsalz mit der Endung -muriaticum. Halten wir fest: 

Den Fortbestand einer Beziehung erzwingen zu wollen schafft Distanz, da der Partner früher oder später verschwinden wird – aus Selbsterhaltung. 

Tut er das nicht, aus welchen Motiven auch immer, kontert er die Hypertonie unbewusst mit - sagen wir mal - Bronchialasthma. Das ist auch <Enge> als Angst und der Bronchospasmus ist wiederum eine Form der Konstriktion. Ich bin selbst Plutonier und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass mir in solchen Situationen Körperpsychotherapie oft geholfen hat. Vorteil: Sehr persönliche Gespräche, viel Zeit durch den Therapeuten, Nachteil: selbst zahlen.

1) Astrologisches Feuer haben die Feuerzeichen Widder, Löwe und Schütze

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Montag, 16. Oktober 2017

Das Ur-Prinzip Pluto und die Tiefe

Die Entdeckung Plutos ist noch nicht einmal 100 Jahre her. Seitdem sammeln wir Astrologen Schlüsselbegriffe für dieses Ur-Prinzip, damit wir eines Tages von ihm ein ebenso vollständiges Bild bekommen wie zum Beispiel von der Venus. <Macht>, <Masse> und <Charisma> sind die ersten Begriffe, die wir üblicherweise als Schüler lernen. In diesem Blogartikel möchte ich einen weiteren vorstellen: Die Tiefe.

Beginnen wir mit einem legendären Zitat:


„Nimmst Du die blaue Pille, dann bleibst Du im Wunderland und ich zeige Dir wie tief der Kaninchenbau ist.“ ~ Morpheus zu Neo

(Ich finde den Namen des Matrix-Titelhelden passend. Er erinnert mich an das Ballett „Orpheus in der Unterwelt.“) Bedeutet <Tiefe>, dass wir <nach unten gehen>, in die <Unterzone des Lebens>? Könnte es sein, dass wir dort etwas finden, ganz wie Morpheus es andeutet, das wir lieber nicht gesehen hätten? Könnte es sein, dass wir dort „die Wahrheit“ finden, wie Morpheus sie anbietet, eine atemberaubend umfassende Wahrheit, jenseits aller Fakes?

Es gibt tiefsinnige Gespräche. Es gibt tiefgründige Analysen. Es gibt beispielsweise Tiefbauingenieure und <Menschen mit Tiefgang>. Wirklich alles Plutonier? Ein Plutonier ist kein oberflächlicher Mensch, sofern er seine Mission ernst nimmt. Als Journalist versucht er den Dingen, die er beobachtet hat, auf den Grund zu gehen. Er will die Wurzel eines entdeckten Übels finden und so erfahren ob das Entdeckte vielleicht die Spitze eines Eisbergs sein könnte. (Ein Eisberg befindet sich zum großen Teil unterhalb der Sichtbarkeit!) Schon wieder Pluto ...

Die Tiefe können wir in einem Schwimmbad erfahren, wenn wir dort sind, wo wir nicht mehr im Wasser stehen können. Diese Situation ist für fast alle Menschen aber unproblematisch, da in keiner Weise unheimlich. Anders wird es wenn der Swimmingpool unserer reichen Freunde im Herbst durch Blätter zugedeckt ist. Wir schauen dort hin und plötzlich stößt etwas nach oben. Was ist es? Schildkröten, Karpfen oder gar ein Piranha? Nicht lachen! Das sind jetzt Metaphern. Wofür? Für das Unbewusste. Ich unterrichte das Unbewusste immer an diesem Beispiel. (Den ganzen Artikel können Sie hier in Englisch lesen). Was wissen wir jetzt? Das Unbewusste ist mit Pluto verbunden und es ist irgendwie unten, ... unterbewusst. In diesem Keller sind Inhalte gespeichert, die für jeden von uns teilweise schmachvoll sind. So erkläre ich immer <Pluto als Schmuddelkind>. Im Unbewussten sind Wünsche vorhanden, die so unzüchtig und bar jeder Zurückhaltung sind, dass wir mit ihnen nichts zu tun haben wollen. Schlechte Zeiten für alle, die sich ihrer Anständigkeit rühmen!

Eine weitere Form der Tiefe geht nicht nach unten, sondern bewegt sich mehr oder weniger auf der Sagittalebene. Diese Tiefe finden wir im Röntgenbild wieder und im MRT. In beiden Bildern wird eine Welt sichtbar gemacht, die sich bis zur Entdeckung der Verfahren dem bloßen Auge entzog: <Pluto und die geheime Welt des Unsichtbaren> gewissermaßen.

Einen weiteren Schlüsselbegriff für Pluto werde ich in einem anderen Beitrag vorstellen: Die <Erzwingung> auf der seelischen, verbunden mit der <Konstriktion> auf der körperlichen Ebene – zwei Phänomene, ein und dieselbe Sache.

Vielen Dank fürs Mitlesen und denken Sie an Pluto, wenn Sie das das nächste Mal in einen Bergwerksstollen fahren!



Mittwoch, 11. Oktober 2017

Was tun wenn Saturn zu Besuch kommt?

Die griechische Mythologie war die Psychoanalyse vergangener Zeiten – lange bevor Sigmund Freud die Psychoanalyse der Neuzeit begründete. Die Astrologie nimmt in den Ur-Prinzipien Sonne bis Pluto Bezug auf die Götter dieser Antike. Einer dieser Götter ist Saturn. Er war der Lieblingssohn von Göttin Gaia. Auf ihn war so sehr Verlass, dass er sogar dem mütterlichen Auftrag seinen eigenen Vater zu entmannen, nachkam.

Immer wieder lesen wir, dass Saturn als Ur-Prinzip keinen guten Ruf habe. Ich sehe das anders und will Ihnen das gerne näher bringen. Wir wollen einmal schauen was wir tun können wenn Saturn zu Besuch kommt.

Einer der großen Schlüsselbegriffe für Saturn ist die festigende Struktur. Wir finden sie im menschlichen Körper als Faszie; im Kristall ist sie das Atomgitter und im Universum die dunkle Materie – drei Beispiele. Ohne Saturn wurde alles Leben ohne inneren Halt sein wie eine Qualle. Das Ergebnis wären Existenzformen ohne Rückgrat. Das gilt auch für andere Ebenen, für die geistige, die emotionale und so fort. Ohne Saturn wären alle Phänomene des Lebens beliebig und unzuverlässig – Meinungen, Gefühle. Lebewesen brauchen aber das Saturnische als Sicherheit, als etwas worauf sie sich beziehen und verlassen können.

Unter einem Saturntransit sollten wir innehalten und sichern was wir uns erarbeitet haben. Wir können in dieser Lebensphase heilfasten, nachdem wir uns auf die Waage gestellt und uns ordentlich erschreckt haben. Drei Tage nur trinken und der Geist wird klar – für weitere Entscheidungen: Die eigene Firma in der nächsten Zeit konsolidieren: Abteilungen schließen, die „es über längere Zeit nicht gebracht haben.“ Das geht nur mit harten Entscheidungen, die das gemeinsame Überleben sichern. Unter Saturn vereinbaren wir Verbote und Gebote in Beziehungen, mit Partnern, mit Kindern. Es gibt Kinder, die so anmaßend sind, dass wir ihnen mit Sanktionen drohen müssen – in deren eigenem Interesse. Das mag knüppelhart daherkommen, aber es kann junge Erwachsene, die auf der Kippe sind, zur Besinnung bringen.

Jemand, der ein striktes, preussisches Verhalten an den Tag legt gilt in politisch linken Kreisen als autoritär oder gar neofaschistisch. Das hat seine Geschichte: Die 68er Revolution war wichtig und wir Deutsche können auf diese Sozialrevolution stolz sein. Sie hatte nur einen Nachteil: Wir haben in der Überwindung des allmächtigen Haushaltsvorstandes auch gleich <das Kind mit dem Bade ausgekippt>. Seither sind saturnische Begriffe wie zum Beispiel die <deutsche Leitkultur> tabuisiert. Unter diese Kultur fallen Traditionen wie das Pfannkuchenessen auf dem Dorf oder Kirchweihfeste, von welchen türkisch-stämmige SPD-Frauen noch nie gehört haben. Der moderne, politisch linke Bürger will frei sein von allem was ihm <schrecklich deutsch daher kommt>. Doch diese Art von Freiheit nach einen Nachteil: Sie baut ein Tabu auf und nährt ein Gefühl moralischer Überlegenheit gegenüber einem Menschen, der seine Heimat liebt. Dieser wird zum Neofaschisten erklärt.

Vielen Dank fürs Mitlesen und denken Sie an Saturn, wenn Ihnen das nächste Mal Härten ins Haus stehen. Sie haben ihr Gutes!

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Dienstag, 10. Oktober 2017

Homöopathie - Myrica cerifera

Das homöopathische Mittel Myrica cerifera ist die Wachsmyrthe aus Nordamerika - eine Pflanze und ein kleines Mittel. Kleine Mittel psychodynamisch darzustellen ist eine Herausforderung, da bei den meisten kaum oder gar keine Geist- und Gemütssymptome erforscht oder nur wenige Dekompensationssymptome bekannt sind.

Auffällig bei diesem Mittel ist die Kombination von Herzleiden (Rubrik heißt: <schwacher, unregelmäßiger Puls1)) mit einer Hepatose ohne Entzündungsparameter. Die gemeinsame astrologische Teilmenge von Herz und Leber ist der Löwe. Der Löwe ist ein Feuerzeichen. Das sind warmherzige, vitale Menschen, die stark strahlen und zu geben in der Lage sind, doch beim kranken Myrica-Menschen ist der Puls langsam. Wir notieren hiermit das erste löwetypische Dekompensationssymptom: <Erloschenes inneres Feuer>. Die Literatur macht keine weiteren Angaben über das Herz. <Herzleiden> mit <langsamem Puls> deuten auf eine Herzneurose hin. (Jede Herzneurose kann aber bald das Herz auch organisch und somit messbar verändern.)

Aus Murphys Klinischer Materia Medica sammeln wir weiter:

<Ikterus [...], verzagt, entmutigt, reizbar, gleichgültig>2)

In der Dekompensation ist von der Leidenschaft goldener Zeiten, mit seinem Mut und dem königlichen Gefühl nur noch die Reizbarkeit übrig geblieben. Das Ehrgefühl ist beschädigt und der Kampf darum wurde aufgegeben. Der Ikterus zeigt die angestaute Wut (auf das Leben): "Ich habe verloren."

Was ist passiert? Um das herauszufinden wenden wir uns einem Leitsymptom dieses Mittels zu: Es sind Fäulnisprozesse im Verdauungstrakt, die zu ständigem Blähungsabgang beim Gehen führen. Die Rubriken heißen <übelriechende Sekretion von Schleim im Hals>3) und <faulige Stühle>4).

„Schulmedizinisch gesehen sind Fäulnisprozesse im Verdauungstrakt meist ein Absinken der gesunden Bakterien, die sonst die krankmachenden in Schach halten. Fäulnis entsteht wenn Ausscheidungen zu lange liegenbleiben, nicht richtig aufgespalten werden, da zu wenige "gute" Bakterien vorhanden sind. Dabei entstehen auch Gase. Es ist also letztendlich eine Frage des Milieus!“ ~ Barbara Lohmann, Heilpraktikerin

Was drückt die Seele aus? Da will jemand nicht hinschauen was er verdauen muss. Es gibt etwas, das für ihn so schlimm ist, dass es zum Himmel stinkt.

Gerade fiel ein rot markierter Schlüsselbegriff, der uns zum passenden Miasma führt und damit auch zur Astrologie: „Nicht hinschauen wollen.“

„Wegschauen und etwas verstecken wollen sind sykotische Themen. Hauptmittel der Sykose ist Thuja und bei den Nosoden ist es Medorrhinum.“ ~ Barbara Lohmann, HP in Penzberg/Oberbayern

Myrica ist also eine kleine Schwester von Thuja gewissermaßen. Die Sykose entspricht mit dem Thema der schonungslosen Selbstentlarvung dem 8. Haus und dem Skorpion. Im Bedürfnis, etwas Schändliches oder Traumatisches wegschließen zu wollen, erkennen wir auch das astrologische Schmuddelkind Pluto – den inneren Pluto.

Pluto bedeutet Macht. Damit wissen wir was mit dem eingangs beschriebenen Selbstwertgefühl passiert ist. Ein Machtkampf wurde verloren, vielleicht gegen einen charismatischen oder übermächtigen Gegner. Gestaute Wut blieb zurück, die sich klassisch als Hepatose zeigt. Die Chinesen sagen: „Die Leber ist der Sitz der Wut.“ Der kranke Myrica-Mensch ist zerbrochen. Er kann in großer Schmach nur noch vor sich hinfurzen.

Wenn ich die Astrologie und Psychodynamik eines Mittels erforsche, dann arbeite ich mit Bestätigungen meiner Thesen und diese reiche ich hiermit nach. Ein weiteres Doppelleitsymptom lautet:

<Dumpfer, schwerer Schmerz in Schläfen und Stirn>; <dumpfer Schmerz in der Leber.> 5)

Dumpfe Schmerzen sind tiefe Schmerzen. (Die Tiefe ist eines der wichtigsten Pluto-Schlüsselbegriffe überhaupt!) Dieser Schmerz ist schwer lokalisierbar und breitet sich undefinierbar aus. Er ist unheimlich und damit unzweifelhaft plutonisch. Zusammengefasst haben wir mit Myrica ein feines sykotisches Mittel für den plutonischen Löwe-Patienten, dem geholfen ist wenn er durch aufbauende Gespräche einen Teil seines Königreiches zurückbekommt, genauso wie seine Selbstachtung und seinen Mut.

Eine Zugabe für alle Leser, die sich für das 8. Haus, Pluto und die Sykose interessieren habe ich ... in folgender Rubrik:

<Haut - gelb und juckend. Kribbelndes Gefühl, wie von Insekten>6)

Insekten sind psychoanalytisch fast immer Hinweise auf eine Furcht vor der (eigenen) Dunkelheit. Manche sind mikroskopisch kleine Monster und die Patienten haben somit letztlich Angst vor dem Monster in sich selbst.

Anmerkungen:

1) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1391
2) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1390
3) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1390
4) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1391
5) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1390 f.
6) Murphys Klinische Materia Medica, S. 1391

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